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über Jahrhunderte altes Heilwissen aus dem Kräutergarten, über die Alchemie von Geist-Seele-Körper und weitere ganzheitliche Themen?

Dann lehnen Sie sich zurück und schmökern Sie in den nachfolgenden Texten, die nach und nach auf dieser Seite erscheinen werden.....


Die Organuhr-Teil 3

 

GALLENBLASE 

In der Zeit von 23-1h, wenn die Gallenblase ihre Hochphase hat, sind die meisten Menschen in ihrer ersten Schlafphase und bekommen von den Vorgängen im Grunde nichts mit.

Die Leber und Gallenblase werden als Funktionseinheit genommen, wenngleich man sie im Lauf der Organuhr gesondert betrachtet.

Die Galle ist eine zähe Flüssigkeit, die in der Leber produziert, über die Gallenwege zur Gallenblase transportiert und dort gespeichert wird. Die Gallenflüssigkeit wird zur Fettverdauung (Ausschüttung zu den Mahlzeiten in den Zwölffingerdarm) und zur Ausscheidung für Substanzen, die über die Leber entgiftet werden, gebraucht.

Insgesamt haben wir einen Funktionskreislauf von Gallenblase-Pankreas-Milz!

Beim Milz-Pankreas Komplex bereitet die Milz die Gallensäfte vor, indem sie altes Blut abbaut und der Pankreas befeuchtet die Nahrungsmittel, wodurch wiederum Verdauungsenzyme gebildet werden.

Eine Störung der Gallenblase zeigt sich entweder durch eine Überfunktion (Beschwerden zwischen 23 und 1h) oder eine Unterfunktion (Signale im Zeitraum von 11-13h).

Kennzeichen könnten sein: Schulterschmerzen, wechselnde Stuhl-Konsistenz oder Tinnitus.

Beschwerden in der Schulter oder im Nacken sind häufig ein Hinweis auf eine gestaute Galle.

Kalkablagerungen in der Schulter, Drehschwindel oder auch Migräne auf der linken Kopfseite oder hinter dem Auge, sind einige konkrete Symptome, die auf eine Gallenstörung hindeuten (können).

Die Gallenblase steht auch in enger Verbindung zur Schilddrüse. Kann die Gallenblase die eigene Störung nicht mehr ausgleichen, geht die Belastung auf die Schilddrüse über.

Dieser Zusammenhang wird in dem Bild "Ich habe einen Hals" deutlich, was letztendlich ein Ausdruck von angestauter Wut ist und Wut ist Thema der Gallenblase. Wenn die Emotion Wut nicht ausgedrückt werden kann, bleibt sie gestaut im Körper zurück und zeigt sich als Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse.

Das Hashimoto Krankheitsbild, eine Autoimmunerkrankung mit späterer Unterfunktion  der Schilddrüse resultiert aus chronischer Überforderung oder langanhaltenden Sorgen, aber bisweilen auch aus dem Verlust von familiärem Rückhalt.

Bei der Basedowschen Krankheit, die eine Überfunktion der Schilddrüse anzeigt, kann der plötzlicher Verlust eines Elternteils ursächlich sein (Tod, Trennung), wodurch sich häufig die Mutter-Kind-Beziehung umkehrt (das Kind übernimmt -teils unbewusst- zu viel Verantwortung).

Man findet dieses Phänomen auch in Familien, in denen ein Elternteil an Alkoholsucht oder Depressionen leidet und seiner Fürsorgepflicht nicht mehr im gesunden Maße nachkommen kann.

 

Sowohl Gallenblase, als auch Schilddrüse sind am Eisenstoffwechsel beteiligt. Ein nachgewiesener Eisenmangel deutet auf eine Störung dieser Organe hin. Ein wichtiger Indikator hierfür ist der Eisen-Kupfer-Quotient, den man über das Blut bestimmen kann.

 

Ist der Wert erniedrigt weist das darauf hin, dass die Gallengänge in der Leber gestaut sind.

Da die Galle ein wichtiger Aspekt für die Entgiftung des Körpers ist, wird es einen sicherlich nicht verwundern, dass sich der übermäßige Genuss von Bier und Wein nach Mitternacht, am nächsten Morgen deutlich zeigt und einem die Wachheit fehlt.

Da "teilnahmslose" Menschen oft fremdbestimmt werden, kann es zu Erschöpfung und Depression kommen, da die fehlende Willenskraft die Gallenaktivität schwächt.

 

Was passiert noch im Körper um diese Zeit?

Die Ausschüttung von Cortisol wird heruntergefahren und der Köper entspannt sich.

Die wichtigen Vitalfunktionen wie Blutdruck, Herzfrequenz und Körpertemperatur werden gesenkt und der Stoffwechsel läuft auf Sparflamme. Die Haut ist ebenfalls in der Regenerationsphase.

 

Was tut der Galle gut?

Wenn der Mensch unter Zeitdruck und der Körper unter Stress steht, leidet die Gallenblase darunter, daher ist Ruhe und Entspannung die beste Pflege. Die Urtinktur Absinthium (Wermut), sowie Schöllkraut regen die Tätigkeit der Gallenblase sanft an.

Auch die Wegwarte (Cichorium intybus) kann helfen, auf geistig-seelischer Ebene das Vertrauen in sich wieder zu finden, sowie den Zugang zu allen inwendigen Empfindungen erleichtern. Letztendlich kommt man über diesem Weg auch der eigenen Lebensaufgabe wieder ein Stück näher. Mit der Artischocke erhält man Unterstützung darin, einen Ausgleich zwischen Maßlosigkeit und Verzicht zu üben. 

Das Schüssler Salz Nr. 2 (Calcium phosphoricum) unterstützt den Eiweißstoffwechsel und hilft beim Entsäuern und Entschleunigen.

 

LEBER

Nun, zwischen 1h und 3h, nachts kommt die Leber zum Einsatz.

Die Leber ist unser größtes Stoffwechselorgan und immens wichtig!!!

Der Körper erhält über die Umbauvorgänge der Leber alle wichtigen Bausteine aus der Nahrung, wie etwa Vitamine, Eiweiße, Cholesterin oder Zucker. Aber auch alle Medikamente, Hormone oder Stoffwechselendprodukte, die den Körper belasten werden über die Leber verarbeitet und über die Galle ausgeschieden.

Ist die Leber in ihrer Funktion und Vitalität eingeschränkt, führt das symptomatisch zu Müdigkeit und Abgeschlagenheit während der Hauptzeiten. Somit zeigt sich entweder eine Unter- oder Überfunktion der Leber. Die Unterfunktion erkennt man an einer wiederkehrenden Abgeschlagenheit während der Zeit von 13-15h und deutet auf das "Problem" der mangelnden Bereitschaft zur Veränderung hin. Eine Überfunktion hingegen zeichnet sich durch häufiges Erwachen zwischen 1h und 3h nachts und damit einhergehender Unruhe und Schlaflosigkeit aus. Dieses Phänomen gibt den Hinweis auf das seelische Thema "Abgrenzung".

Die Leber hat die entscheidende Aufgabe, die eigene Persönlichkeit gegenüber schädigenden psychischen Einflüssen durch ABGRENZUNG zu sichern. Die beste Methode hierfür ist es, das Wort "Nein" klar aussprechen und sich somit vor Angriffen und Manipulationen -selbstbestimmt- schützen zu können. Menschen, denen es schwer fällt NEIN zu sagen, weisen tatsächlich im Labor einen erhöhten Cholinesterase-Wert auf. Da die Leber versucht, alle aufgenommenen Reize bestmöglich zu verarbeiten, kann sie auf die Dauer überfordert sein. Menschen mit Übergewicht haben häufig große Schwierigkeiten sich abzugrenzen und bauen sich mit ihren Fettpolstern eine Art imaginären Schutzwall, um sich auf körperlicher Ebene abgrenzen zu können.

Bei einer Unterfunktion ist der Cholinesterase-Wert hingegen erniedrigt. Vielen Menschen fällt es sehr schwer, von festgefahrenen Gedanken, Ideen und Wertvorstellungen abzulassen, um auch neuen Erfahrungen Platz zu machen und dies ist ein Indiz für eine Leber-Unterfunktion.

 

Überdies deuten Erkrankungen der Muskeln, Sehnen und Gelenke, wie beispielsweise Sehnenscheidenentzündung, Hüft- oder Knieprobleme, sowie rheumatische Beschwerden nicht selten auf eine Leberstörung hin. Auch die Augen sind ein Indikator. Ist das rechte Auge betroffen, kann es auf eine Funktionsstörung der Galle hinweisen, beim linken Auge verweist es mehr auf die Leber.

 

Die Leber selbst verursacht wenig Schmerzen, sie geht gerne über einen Umweg :)

Eine geschwächte Leber gibt vielmehr Zeichen, denn richtige Schmerzen. Wie schon erwähnt Müdigkeit, müde Augen, Appetitlosigkeit oder fehlende Freude können richtungsweisend sein.

Daher ist es ganz wichtig, dem Körper ausreichend nächtlichen Erholungsphasen zu gewähren und daher auf spätes Essen und Alkohol am Abend zu verzichten.

 

Was passiert zwischen 1h und 3h nachts?

Die allgemeine Leistungsfähigkeit ist auf dem Tiefpunkt, das Kälte-Empfinden sehr hoch (Temperatur senkt sich) und es läuft ein gewaltiger Entgiftungsprozess.

 

Was tut der Leber gut?

Die Leber mag es warm! Ein Glas warmes Wasser morgens als Erstes und abends als Letztes sind eine Wohltat für die Leber.

Zudem sind eine ausgewogene Ernährung, regel(mäßige) Bewegung und vor allem Entspannung die beste Medizin.

Möchte man dennoch sanft und pflanzlich die Funktionen der Leber unterstützen, bzw. stärken, kann man mit Löwenzahn, der Mariendistel oder auch der Berberitze gut und alternativ-medizinisch einwirken. Die Mariendistel stärkt die Fähigkeit, sich geistig-seelisch und auch körperlich abzugrenzen und bietet einem dadurch Schutz. Der Löwenzahn stärkt die Leberprozesse und fördert die Anpassungsfähigkeit.

 

Bei den Schüssler Salzen bietet sich die Nr. 6 (Kalium sulfuricum) an, welches die Leberfunktion stärkt und bei allen chronischen Entzündungsprozessen zum Einsatz kommt. Kalium sulfuricum ist DAS Entgiftungssalz schlechthin und transportiert alle Schadstoffe, die sich im Körper, an allen möglichen Stellen abgelagert haben, über die Leber aus dem Organismus wieder ab.

 

LUNGE

Zwischen 3h und 5h morgens schließt sich der Kreis der zwölfstündigen Organuhr und die Lunge hat ihre Hauptaktivität.

Die Lunge ist für den Gasaustausch zuständig. Durch sie erhalten wir lebensnotwendigen Sauerstoff zum Atmen und durch sie geben wir Kohlendioxid an die Umgebung ab. Somit stehen wir wörtlich und auch im übertragenen Sinne mit jedem Atemzug in direktem Kontakt zur Außenwelt. Die Lunge steht mit ihrer Funktion in engem Kontakt zum Dickdarm, der ebenfalls Aufnehmer und Ausscheider ist.

Eine versteckte Lungenschwäche zeigt sich durch eine latente Neigung zum Weinen. Die Aufnahme von Eindrücken, sowie Abgabe von überflüssigen Reizen stehen in einem Ungleichgewicht.

 

Was passiert zwischen 3h und 5h im Körper?

Die Ausschüttung von dem Hormon Melatonin sorgt für einen ruhigen und entspannten Schlaf. Allmählich schaltet das vegetative Nervensystem von Parasympathikus auf Sympathikus um und signalisiert dem Körper dadurch, dass (demnächst) ein neuer Tag beginnt.

Wenn jemand von Sorgen, Stress und Ängsten belastet ist, zeigt sich das bisweilen mit Schlaflosigkeit in diesem Zeitraum.

Mit Zunahme der Sympathikus Aktivität steigt nun auch der Blutdruck allmählich wieder an.

 

Was tut der Lunge gut?

Jegliche körperliche Betätigung an Meer oder im Gebirge erhöhen die Sauerstoffkapazität im Blut und somit auch das Lungenvolumen.

Die Gundelrebe wirkt positiv auf die Wärme- und Lichtkräfte im Körper ein und bringt neue Lebensenergie in erstarrte Prozesse, somit wird das Loslassen und Erneuern unterstützt. Mit dem Storchenschnabel kann man über die Lymphe reinigend und entgiftend einwirken.

 

Nun sind wir einmal mit der Organuhr durch den Körper gewandert und haben alle leiblichen Prozesse eingehend betrachtet.

Im letzten Teil der Serie wird der seelische Bezug zu jedem Organ und die entsprechenden emotionalen Ausprägungen eingehend betrachtet!

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Die Organuhr-Teil 2

DÜNNDARM

Die Mittagszeit ist erreicht, das Herz hatte seine Hochaktivität-Phase und bei den meisten Menschen wir nun das Mittagessen eingenommen. Nachdem der Nahrungsbrei die Magenpassage durchschritten hat, schließt sich passend zum Verdauungsvorgang, von 13-15h, die Hochphase des Dünndarms an. Zunächst kommen die Säfte aus Galle und Pankreas im Zwölffingerdarm (erster Abschnitt des Dünndarms) an und die Dünndarm-Enzyme verarbeiten die vorverdaute Nahrung aus dem Magen. Danach geht es in den eigentlichen Dünndarm, der von einer immens wichtigen mikrobiellen Darmflora, vielen verschiedenen "gesunden" Darmbakterien, besiedelt ist.

Die Aktivität der Enzyme ist in diesem Zeitraum am höchsten, da der Nahrungsbrei in molekulare Bausteine von Fetten, Eiweißen und Zucker zerlegt wird, die dann über das Blut den Körper versorgen, bzw. Energie bereit stellen.

Der (Dünn-) Darm hat als ganze Fläche betrachtet eine Größe von 1000qm und ist der Sitz von vielen weißen Blutkörperchen, mehr als im Blut; diese sind dafür zuständig, dass schadhafte Stoffe und Bakterien unschädlich gemacht werden.

Im Darm ist ein gesundes Gleichgewicht notwendig, damit einerseits ein guter Schutz vor schädlichen Viren, Bakterien und Giftstoffen gewährleistet und gleichzeitig die Durchlässigkeit für die molekularen, kleinen Nahrungsbestandteile gegeben ist, die ins Blut abgegeben werden und den Körper versorgen. Die Darmwandzellen haben eine Schleusenfunktion, und können genau die Größe und Form der Bausteine erkennen. Zwischen den einzelnen Darmwandzellen besteht eine dichte Verbindung, den sog. "tight junctions", die verschiedene Aufgaben und Funktionen haben:

- sie kontrollieren den Transport zwischen den Zellen

- sie verhindern das Eindringen von fettunlöslichen und nicht vollständig gespaltenen Stoffen 

- sie bilden die Schranke für Erreger und Giftstoffe ins Blut

 

Ist die Darmschleimhaut zu durchlässig spricht man vom Leaky-Gut-Syndrom, was darauf hinweist, dass die Barrierefunktion im Darm gestört ist und zu diversen Dysfunktionen, bis hin zu chronischen Erkrankungen (Arthritis, Migräne, ADHS, usw.) führen kann.

 

Auslöser für diese Durchlässigkeit sind unter anderem:

1. Gluten

Das Klebereiweiß, das vorwiegend in Weizen und Weißmehlprodukten vorkommt, insbesondere Gliadin (Weizen) belasten das Immunsystem. Gliadin regt die Bildung von Zonulin an, was wiederum zu einer biochemischen Reaktion führt, welche die Verbindungsstellen zwischen den Darmwandzellen zerstört --> der Darm wird löchrig.

2. Lektin

Dieser pflanzeneigene Abwehrstoff, vorwiegend in Getreide und Hülsenfrüchten zu finden, bindet sich an die Darmwandzelle und erhöht die Durchlässigkeit. Über die Blutbahn kann es sich an viele Zellarten anheften.

Die Folge sind chronische Entzündungen, eine gestörte Wundheilung und Insulinresistenz (Stufe 1 der Diabetes).

3. Sapomine

Eine seifenartig schäumende Substanz, die ebenfalls die Durchlässigkeit erhöht, das Immunsystem aktiviert und dafür sorgt, dass die Anzahl der Entzündungsmaker steigt. Darüberhinaus zerstören sie die Erythrozyten (roten Blutkörperchen), hemmen die Aktivität der Verdauungsenzyme und verringern die Aufnahme von Nährstoffen.

 

Weiterhin sehr umstritten ist das Casein aus der Kuhmilch. Das menschliche Verdauungssystem ist eigentlich nicht zum Verzehr von (Kuh-)Milchprodukten geschaffen.

Das Casein kann auf Grund der fehlenden Anpassung der Verdauungsenzyme ebenfalls zu einem löchrigen Darm führen.

Kuhmilch und Weizen sollten im Grunde genommen aus präventiver Sicht, gemieden werden.

Ausgenommen sind Milchprodukte von Schaf und Ziege, die belasten den menschlichen Körper nicht, da sie mehr mittelkettige Fettsäuren haben und somit leichter und schneller verdaut werden können.

Auch die Fruktose in hohen Mengen wie beispielsweise in Fruchtsäften, Fertigprodukten, Energydrinks, usw. ist ein weit verbreitetes Allergen unserer Zeit. Es zerstört direkt (!) die Schleimhaut im Darm und somit die gesunde Barriere. 

Die Fruktose in Früchten spielt hier eine gesonderte Rolle, denn sie hat keine derartigen Auswirkungen, lediglich bei Patienten mit Fruktose Intoleranz kommt es zu Beschwerden im Verdauungstrakt.

Natürlich hat auch die langfristige oder sehr häufig wiederholte Einnahme von Antibiotika einen sehr schlechten Einfluss auf die Darmflora und kann in ärztlicher Absprache gegen Notakehl, ein natürliches Antibiotikum, ausgetauscht werden.

Eine regelmäßige Reinigung und Entgiftung ist für den Darm unabdingbar!

Enzyme, sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamin C, Zink, sowie Laktobazillen und Bifidobakterien sorgen für ein Gleichgewicht im Darm.

 

Empfehlungen:

Eine Kur mit Heilerde, für Kinder gerne in "Sandtrunk" umbenannt, ist eine gute und einfache Möglichkeit der Darmsanierung.

Hierfür über einen Zeitraum von 6-8 Wochen täglich ein bis zweimal einen Messlöffel (Kinder Messerspitze) Heilerde in einem Glas warmen Wasser anrühren und eine halbe Stunde vor oder nach dem Essen trinken. Es bindet die Giftstoffe aus dem Körper und versorgt den Organismus mit allerlei Mineralien (Calcium, Eisen, Kalium) und Spurenelementen (Kupfer, Selen, Zink, usw.).

Auch die Einnahme spezieller Darmkapseln mit verschiedenen Bifidobakterien macht Sinn, fragen Sie ihren Arzt, Apotheker oder Heilpraktiker. Für Kinder ist Bactoflor ein probates Mittel zur Prävention und natürlichen Unterstützung, um die Darmflora im Gleichgewicht zu halten.

Was viele nicht wissen, der Dünndarm bildet energetisch eine Verbindung zur Schulter!

Das weit verbreitete "Impingement Syndrom", eine Einklemmung des Schleimbeutels und der oberen Sehne des Supraspinatus (Grätenmuskels) zwischen Acromion (Schulterdach) und Oberarmkopf steht in Verbindung zum Dünndarm. Häufig sind hier Kalkablagerungen zwischen den Sehnen zu finden. Interessanter Weise verläuft der Dünndarm-Meridian direkt über dem Schultergelenk.

 

Was passiert im Körper noch zwischen 13h und 15h?

Um ca. 13h haben wir unser Mittags-Tief, weil das Blut für die Verdauung gebraucht wird und das vegetative Nervensystem auf den Parasympathikus umschaltet, der für alle regenerativen Vorgänge im Körper zuständig ist. Da der Blutdruck um diese Zeit eher niedrig ist, darf man sich nicht wundern, wenn der Antrieb fehlt.

Hat man die Möglichkeit gemäß der natürlichen inneren Uhr zu handeln, wäre jetzt ruhen oder mäßige Bewegung sinnvoll - zwischen 13:00 und 14:30 ist ein kurzer Schlaf von 15 bis max. 20 min ideal, um die Batterien wieder aufzuladen. 

 

Was tut dem Dünndarm gut?

Wie auch die anderen, bisher näher beschriebenen Organe, kann man den Dünndarm in seiner Funktion ebenfalls natürlich unterstützen.

Regelmäßig, kleine Mahlzeiten, die dem eigenen Stoffwechsel entsprechen, sind ein Segen.

Löwenzahn, Wegwarte und Lavendel als Urtinkturen über einen längeren Zeitraum eingenommen, unterstützen den Organismus ideal.

Die Firma Ceres hat hier eine Vielzahl an hervorragenden Urtinkturen im Repertoire. Da auch Ruhe und Entspannung essentiell sind (Zwölffingerdarm-Geschwüre werden hauptsächlich durch übermäßigen Stress ausgelöst), empfehle ich eine dreiwöchige Kur mit Lasea (https://www.lasea.de), die Kapseln mit reinem und hochdosiertem Lavendelöl helfen nicht nur Körper, Geist und Seele zu entspannen, sondern wirken sich auch günstig auf den Dünndarm aus. Jetzt, da wieder überall in den Gärtnereien Kräutertöpfe zu erwerben sind, bietet es sich an, die Zitronenmelisse in den Speiseplan zu integrieren. Über den gemischten Salat ist dieses feine Pflänzchen mit ihrem frischen Geschmack eine Delikatesse! Aber auch eine handvoll Blätter als Tee (Ziehzeit ca. 10 min) genossen, wirkt sich positiv auf Darm und das seelisches Gefüge aus. Möchte man mit den Schüssler Salzen unterstützen, ist das Kalium phosphoricum (Nr. 5) die erste Wahl.

Kalium phosphoricum hat eine besondere Beziehung zum zentralen und vegetativen Nervensystem und bindet Giftstoffe aus dem Körper. Natürlich hat es noch andere Funktionen (Energiegewinnung, Nerven, Muskelaktivität usw.) aber für diesen Zusammenhang sind die ersteren von größter Bedeutung.

 

BLASE

Von 15-17h schließt sich die Hochphase der Blase an, gerne auch als Schwesterorgan der Niere bezeichnet.

Jetzt am Nachmittag ist der beste Zeitpunkt, um viel (!) zu trinken und dadurch den Filtrations- und Ausscheidungsvorgang zu unterstützen. Am besten geeignet sind stilles Wasser oder ungesüßter Tee, oder auch Gemüsebrühe. 

Nach dem Mittagstief steigt nun die Leistungskurve wieder an, aus der Leber werden die Glykogenspeicher (Zuckervorrat) aktiviert, damit der Körper genügend Kraft für die zweite Tageshälfte bekommt, auch der Blutdruck steigt jetzt leicht an.

 

Bei Blasenentzündung oder auch zur allgemeinen Entgiftung eignen sich Birkenblätter in jeglicher Form. Es gibt diese zum Entwässern als Tee oder aber als Urtinktur von Ceres (Betulae folium). Auch die Gundelrebe (Glechoma hederacea) ist ein probates Mittel zur Unterstützung der Blasenfunktion.

Bei den Schüssler Salzen eignet sich das Salz Nr .7 (Magnesium phosphoricum) hervorragend.

 

NIERE

Direkt im Anschluss an die Blasen-Zeit kommt der Niere zwischen 17 und 19h intensiv zum Einsatz, denn sie steht in engem Zusammenhang mit der Blase.

Die Niere und Blase bilden ein Duett, analog dazu auch Ohren und Rachen, daher können häufig wiederkehrende Mittelohrentzündung auf eine Nierenschwäche hinweisen und gut mit Silicea (Kieselsäure) behandelt werden.

 

Die Niere hat eine überaus wichtige Funktion im Körper, denn sie reinigt.

Sie filtriert 170l/Tag, wovon 2l über den Urin ausgeschieden und 168l wieder in das Interstitium (Zwischenraum der Zellen) und ins Blut zurück genommen werden. Die Niere entscheidet, was im Körper blieben darf und was ausgeschieden wird

Einen weiteren interessanten Aspekt bildet der Zusammenhang von Niere und Sauerstoff (O2), denn bei einer O2-Unterversorgung produziert die Niere das Hormon Erythropoetin (EPO), das wiederum die Bildung der Erythrozyten (rote Blutkörperchen) anregt, die für die Sauerstoffversorgung im Körper zuständig sind. EPO war in den vergangenen Jahren immer wieder ein Thema in der Presse, im Zusammenhang mit Radsportlern und Doping, denn es wurde zur Leistungssteigerung eingesetzt.

Der Nieren-Meridian verläuft direkt unterhalb der Fußsohle, sodass es leicht erklärbar ist, warum kalte Füße eine Blasenschwäche und Erkältung begünstigen, und man unbedingt darauf achten sollte, seine Füße warm zu halten!

Hinweis:

Hat man schnell kalte, aber auch zu warme Füße, schwere Beine, oder nächtliche Wadenkrämpfe deutet kann dies auf eine geschwächte Nierenfunktion hinweisen. Fühlen sich die Füße nachts an, als würden sie brennen, sodass man sie aus der Decke halten muss, ist die Niere vermutlich stark betroffen und es wird dringend Regeneration benötigt.

Von der Firma Wala gibt es die "Kupfer Salbe rot" (https://www.walaarzneimittel.de/de/arzneimittel/kupfer-salbe-rot.html), die man in die Füße einmassiert und dadurch die Wärmeregulation im Körper fördert.

 

Kalte Füße zeigen immer auch ein großes Wärmebedürfnis im Becken an und man kann den Organismus mit einem Ingwer-Nieren-Wickel unterstützen. Hierfür taucht man ein Tuch in 250ml gut warmes Wasser, angereichert mit 2 TL Ingwerpulver und legt dies auf die Nieren, darüber ein Handtuch, eine Wärmflasche und noch ein weiteres Handtuch. Das ganze für 20-30 min aufliegen lassen und danach nochmal gut 20 min ruhen. Dieser Wickel verleiht seelische Ausdauer und wirkt bei Überbelastung entstauend auf die Gefühlswelt.

 

Aus alternativ- und anthroposophisch-medizinischer Sicht, ist die Niere ist für den gesamten "Luftorganismus" zuständig und "durchatmet" quasi den ganzen Körper, indem sie mit Hilfe der Blase das Wasser aus dem Körper zieht. Dieser Erkenntnis ließ irgendwann den Schluss zu, dass Niere und Darm, sowie Lunge mit Nasennebenhöhlen und Ohren in einem direkten Zusammenhang stehen.

 

Störungen des Luftorganismus können sein: Blähungen, Asthma, Tinnitus, usw.

Eine Grundbehandlung von Asthma sollte daher immer eine Stärkung der Nierenkräfte beinhalten.

 

Bei einem Tinnitus handelt es sich oftmals um eine Störung der Nieren oder Gallenfunktion und lässt sich mit Hilfe eines einfachen Test überprüfen: 

Man drückt den Eingang des Ohrs mit dem Finger fest zu

a) es verstärkt sich das Geräusch --> Störung der Galle

b) es wird schwächer --> Störung der Niere

c) unverändert --> Ursache in der Halswirbelsäule, den kleinen Ohrhärchen oder anderes

 

Was passiert noch zwischen 17 und 19h?

Die körperliche Leistungsfähigkeit erreicht ihren Höhepunkt und nimmt nun langsam wieder ab, der Mensch geht allmählich in den "Feierabend-Modus" und das vegetative Nervensystem schaltet um auf parasympathische Tätigkeiten, also alles in Richtung Erholung und Regeneration. Daher sollte man dem Körper nun auch keine Höchstleistungen mehr abverlangen und zur Ruhe kommen!

Optimal wäre es tatsächlich ab diesem Zeitpunkt den Tag ruhig und gemächlich ausklingen zu lassen.

 

Was tut den Nieren noch gut, welche Schätze aus der Pflanzenwelt unterstützen desweiteren die Prozesse?

Schachtelhalm als Tee getrunken oder in Form der Urtinkur (Equisetum arvense) ist reich an Kieselsäure und versorgt die Niere optimal, auch die Goldrute (Solidago) unterstützt die Nierenaktivität und hilft die Energie der Niere wieder aufzubauen. Dies gibt es auch in Form von Kapseln (Solidago Steiner). Bei den Schüssler Salzen greift man gerne auf die Nummer 8 zurück, das Natrium chloratum, das man auch das Salz des Flüssigkeitshaushalt nennt. Es ist unter anderem für die Wärmeregulation verantwortlich, aber auch für den Salzhaushalt. 

Oberstes Gebot für ein gut funktionierendes Nieren-Blasen-System ist natürlich ausreichend zu trinken!

Der tägliche Bedarf richtet sich nach Alter und Gewicht und variiert demnach stark.

Bei einer Frau mit 55 kg Körpergewicht liegt der normale tägliche Trinkbedarf bei 1,8l (Minimum 1,1l und max. 2,5l), ein Mann mit einem Körpergewicht von 80 kg sollte in etwa 2,4l am Tag trinken, mindestens jedoch 1,6l. Bei Kindern berechnet es sich hauptsächlich über das Alter. Bei Kindern von 1-3 Jahren empfiehlt man eine Getränkezufuhr von 820 ml/Tag, bei 4 bis 7-jährigen sind es bereits 920 ml und bei Kindern ab 10 Jahren stehen schon mehr als 1 l pro Tag auf dem Programm.

 

PERIKARD

Im Laufe des Tages wurde das Blut durch die Nieren filtriert und der Blutzufluss zum Herzen ist jetzt (19-21h) am stärksten, daher auch die Hochphase des Perikard. Das Perikard, zu deutsch Herzbeutel, ist eine doppelwandige Hülle, die das Herz umschließt.

Das Blut verteilt nun die vielen Nährstoffe und Nahrungsbestandteile, die aus dem Darm gezogen wurden im Körper und es findet ein starker Auf- und Umbauprozess statt: Erneuerung, Zellregeneration und Wundheilung. Für all diese Prozesse ist Sauerstoff unabdingbar, daher bietet sich am Abend ein kurzer Spaziergang, oder frische Luft am Fenster zu tanken sehr gut an.

Der Magen ist jetzt in Ruhephase und sollte nicht mehr belastet werden!! Alles was jetzt noch gegessen wird, bleibt mehr oder weniger unverdaut im Magen liegen und führt zu unnötigen Fettdepots, die im Körper eingelagert werden.

Man sollte sich auch einmal vor Augen führen, dass der Verzehr von Rohkost, Obst und Süßigkeiten am Abend (!) zu Fäulnis- und der Genuss von tierischem Eiweiß zu Gärungsprozessen im Körper führt und dadurch die Giftstoff-Belastung ansteigt.

Hingegen werden Medikamente und Wirkstoffe, insbesondere Antibiotika und Antiallergika zum jetzigen Zeitpunkt besonders gut aufgenommen.

 

3-fach Erwärmer

Der 3-fach Erwärmer ist der Meridian der Balance und Wärmeregulation, der alle weiteren elf Meridiane schützt. Ihm ist als einziger keine organische Entsprechung zugeordnet, er ist tatsächlich "nur" ein Meridian (Energiebahn). Zwischen 21 und 23h hat er seine Hauptaktivität und der Körper ist, vor dem Schlafen gehen, am entspanntesten.

Alle Organe brauchen jetzt Ruhe zum Aufbau! Das Immunsystem arbeitet auf Hochtouren und die Hormondrüsen regenerieren.

Es ist die Zeit der Entspannung und Meditation, es sollte jetzt definitiv nichts mehr gegessen und getrunken werden.

Eine Unterstützung in den Phasen, in denen wir ganz zu uns kommen, im Hier und Jetzt unsere Präsenz am intensivsten wahrnehmen, bietet die Wegwarte (Cichorium intybus).

 

Nun begibt sich der Mensch in den Schlaf, kommt zur Ruhe und gibt das bewusste Tageserleben ins Traumgeschehen ab!

Im dritten Teil erfahren wir mehr über die nächtliche Aktivitäten der Organe Gallenblase, Leber und Lunge.

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Die Organuhr-Teil 1

Den Begriff "Organuhr" hat der ein oder andere vielleicht schon einmal im Zusammenhang mit der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) oder Akupunktur gehört, aber was verbirgt sich wirklich hinter diesem ominösen Begriff und wie beeinflusst diese Uhr uns?

Nun, betrachten wir das Leben erkennen wir darin immer wiederkehrende Rhythmen:
Tag und Nacht, Sommer und Winter, Leben und Tod, Ein- und Ausatmung, alles ist dem natürlichen Rhythmus unterworfen und gerade die Jahreszeiten oder der Zyklus von Tag und Nacht ist für uns selbstverständlich, wir leben danach und es ist völlig normal.

Das zyklische Geschehen der Natur und des Universums finden wir auch in unserem Körper wieder, es passiert einfach ohne unser Zutun; unbemerkt, automatisch, sich fortwährend rhythmisch wiederholend.

Die stärkste Parallele zwischen innen und außen finden wir im Mondzyklus, er dauert 28 Tage. Auch unsere Haut erneuert sich alle 28 Tage und schuppt die alten, abgestorbenen Hautzellen ab, der weibliche Zyklus umfasst (ca.) 28 Tage und stößt Gebärmutterschleimhaut ab, damit eine neue entstehen kann. Selbst unsere Atmung unterliegt einer Messgröße, wir atmen ungefähr 18 Mal in der Minute, usw.

Die Organuhr hat ihre Ursprünge in der TCM und somit in jahrtausendealtem Heilwissen, welches auf einer ganzheitlichen Betrachtung basiert und in engem Zusammenhang mit den kosmischen Prinzipien und den Gesetzmäßigkeiten der Erde steht.

Das wir eine sogenannte "innere Uhr" haben, stellen wir spätestens bei einer Fernreise fest, wenn wir Zeitzonen überschreiten und das Phänomen des Jetlag erleben, was zum Teil verheerende Ausmaße nach sich zieht und mit bisweilen sehr unangenehme Symptomen einhergeht (Müdigkeit, Magenprobleme, Schwindel, Hormonstörungen, etc.).

Auch die in Schicht arbeitende Bevölkerung lebt im Grunde genommen permanent gegen ihren natürlichen Rhythmus und hat mit gesundheitlichen Langzeitfolgen zu rechnen.

Selbst wenn es, wie eben in dem Beispiel der Schichtarbeit, nicht immer möglich ist, so wäre es dennoch erstrebenswert unsere natürlich angelegten Rhythmen zu achten und zu respektieren. Zumindest erfreuen wir uns dann an mehr Gesundheit, mehr Resilienz (psychische Widerstandskraft) und fühlen uns insgesamt wohler, stabiler und "runder".

Jedes Organ hat im Tagesverlauf betrachtet eine zweistündige Hochphase und natürlich eine entsprechende Ruhephase.

                                                                          

                                                                            Lasst uns die Reise durch den Körper beginnen!!

 

DICKDARM

Nehmen wir mal an, der Durchschnitt der Bevölkerung beginnt seinen Tag um 6h morgens, somit starten wir unsere Betrachtung der Organuhr mit dem Dickdarm, dessen stärkste Aktivität zwischen 5 und 7h ist (Ruhephase 17 bis 19h).

Am Morgen hat die Reinigung und Entleerung des Körpers oberste Priorität, erst ab 7h sollte man frühstücken. Wenn man den Körper optimal in seiner Reinigung unterstützen möchte, wäre es ratsam, den Tag mit einem Glas warmen Wasser zu beginnen. 

Der Dickdarm schließt mit einer Länge von 1,5 m als letzter Abschnitt des Verdauungssystem an den Dünndarm an und ist von einer wichtigen Mikroflora (Darmbakterien) besiedelt. Sind die Verdauungskräfte zu schwach, erkennt man dies an zu trockenen Ausscheidungen. Der Darm hat einen Bezug zur Lunge (auf diese Inhalte wird im zweiten Teil näher eingegangen) und zur Nase, daher kann eine funktionelle Störung des Darms chronische Nasennebenhöhlenentzündungen bedingen. Auch die Haut bildet einen Bezug zum Lunge-Darm Gefüge und bei Patienten, die an Hauterkrankungen leiden, die im Herbst auftreten  und über den Winter andauern (typisch bei Neurodermitis), sollte der Funktionskreis von Lunge und Darm näher diagnostiziert werden.

Wie kann man den Dickdarm unterstützen und stärken?

Wie bereits erwähnt ist es durchaus sinnvoll den Tag am Morgen mit einem Glas warmen Wasser zu beginnen, das trägt zur Reinigung bei. Zudem optimieren ausgewählte Kräuter die Entgiftung und die Regeneration von Leber, Galle und Nieren.

Die Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) hat eine gesundheitsfördernde Wirkung auf den Dickdarm und lässt sich gut in den Speiseplan integrieren. Sie gewinnt mehr und mehr an Popularität, da gerne die Blüten oder Blätter gegessen werden, vorwiegend in Rohkostsalaten, als Zutat für Quark oder als Brotbelag. Aber auch die Knospen werden wie ein Kapern-Ersatz verwendet; die Knospen werden hierfür gut abgespült, mit Wasser, Salz und Essig kurz aufgekocht und dann in ein sauberes Glasgefäß abgefüllt.

Auch Essig aus Kapuzinerkresse ist leicht hergestellt; hierfür werden die Blüten in einer Flasche vollständig mit Apfelessig bedeckt, fest verschlossen und einmal täglich kräftig geschüttelt. Nach ungefähr vier Wochen ist die Blüten-Essig Mischung fertig und hat in etwa die Farbe der Blüten angenommen. Auch Salbei (Salvia officinalis) unterstützt den Dickdarm durch seine antibakterielle Wirkung in seiner Funktion und kann gut als Tee eingesetzt werden. Die im Salbei enthaltenen ätherischen Öle wie Thujon, Cineol und Campher, sowie Gerbstoffe, Bitterstoffe und Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe) bekämpfen Bakterien, Viren und Pilze, und wirken somit Magen-Darm-Problemen entgegen. Zu guter Letzt ließe sich noch das Schüßler Salz Nr. 4 (Kalium chloratum) anmerken, welches unter anderem Giftstoffe im Organismus bindet und aus dem Körper entfernt (Entleerung Dickdarm!). 

 

MAGEN

Die nächste Organzeit zwischen 7 und 9h morgens ist der Magen. Dementsprechend ist die schwächste Aktivität zwischen 19 und 21h und das ist auch die Zeit, in der möglichst nichts mehr gegessen werden sollte, vor allem nicht mehr zu fett- und kohlenhydratreich, auch Ballaststoffe und vor allem rohes Obst und Gemüse sind um diese Uhrzeit ungeeignet, da sie in der Nacht Gärungsprozesse im Verdauungstrakt hervorrufen und den Organismus belasten. Ein altes Sprichwort lautet: " Morgens frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König und abends essen wie ein Bettelsmann". Da der Körper morgens Kohlenhydrate schneller verbrennt als abends, darf es am Morgen ruhig reichhaltig davon sein. Mittags und abends werden dann eher eiweißhaltige Nahrungsmittel und mildes Gemüse empfohlen. Der Magen bildet den ersten Teil des Verdauungssystem und schleust, nachdem er mit Hilfe der Magensäure den Speisebrei extrem sauer gemacht (ph-Wert 1,0-1,2) alles portionsweise in den Dünndarm, wo die Säfte der Galle und Bauchspeicheldrüse hinzu kommen.

Wie können wir den Magen in seiner Funktion optimal unterstützen?

Die Antwort ist ziemlich eindeutig und klar, über Bitterstoffe!! Diese sind enthalten in: Engelwurz, Enzian, Schafgarbe, Tausendgüldenkraut, Weide und Wermut, um nur einige zu nennen. Auch die Meisterwurz ist ein probates Kraut aus der Familie der Doldenblütler und wirkt antibakteriell, sowie beruhigend auf den Magen.

 

MILZ-PANKREAS

Als nächstes betrachten wir das starke Duo Milz-Pankreas (Bauchspeicheldrüse), welches zwischen 9 und 11h ihre Hochphase hat und unsere Körpermitte am stärksten repräsentiert. Insbesondere die Milz bildet ein Bollwerk gegenüber eingedrungenen Fremdkörpern (Viren, Bakterien, etc.) und ist unser wichtigstes Immunorgan! Die Milz ist zudem die "Kontrollstation" für die Erythrozyten (roten Blutkörperchen), die für die Sauerstoffbildung im Körper unabdingbar sind. Alle instabilen und alten (> 120 Tage) Blutkörperchen werden von der Milz abgebaut und neues Blut gebildet. Nachdem der Magen für die Aufnahme der Nahrung zuständig war, sind Milz und Bauchspeicheldrüse für die Aufspaltung in die einzelnen Moleküle verantwortlich, damit diese vom Dünndarm aufgenommen werden können. Milz und Bauchspeicheldrüse sind in der heutigen schnelllebigen Gesellschaft stark strapaziert, es wird zu viel, zu schnell, zu fett und zu spät gegessen. Sie haben eine enge Verbindung zur Epiphyse im Gehirn, dem Chef des blutbildenden System. Liegt ein Ungleichgewicht an festen Bestandteilen im Blut vor, insbesondere bei einem zu niedrigen Anteil an Thrombozyten (Blutplättchen) gilt es Milz und Bauchspeicheldrüse zu überprüfen. Äußerlich kann man eine Schwächung der beiden Organen anhand der Lippen erkennen. Langanhaltend rauhe, trockene Lippen sind ein Hinweis, dass Milz und Bauchspeicheldrüse  genauer in Augenschein genommen und aktiviert werden sollten. Der Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist eine gestörte Funktion der Bauchspeicheldrüse und gibt es in zwei Erscheinungsformen, dem Typ-1 und Typ-2. Den erste Typ zählt die Schulmedizin zu den Autoimmunerkrankungen, es wird kein Insulin mehr produziert, was verheerende Auswirkungen auf den gesamten Stoffwechsel und auch das Kreislauf-System hat, wenn es unbehandelt bleibt. Beim Diabetes Typ-2 spricht man von einem erworbenen metabolischem Syndrom, das der Lebensweise geschuldet ist: zu wenig Bewegung, zu viel Stress, zu viel Kohlenhydrate.

Nun aber zurück zur Uhr, wir befinden uns am Vormittag und der Körper ist zu dieser Zeit sehr widerstandsfähig, weshalb dieser Zeitraum gut geeignet ist für Operationen oder Röntgenaufnahmen. Auch ist die Wundheilung (es war eingangs schon von den Blutplättchen die Rede) nun besonders aktiv und insgesamt sind wir auf einem hohen Leistungsniveau von Aufnahmefähigkeit und Lernvermögen.

Wir können das System gut mit der Urtinktur der Wegwarte (Cichorium intybus) unterstützen und mit Schüssler Salz Nr. 10 (Natrium sulfuricum).

Natrium sulfuricum kann man auch Glaubersalz in Mikrodosis nennen, es wird zum Abführen, bzw. Entgiften eingesetzt und unterstützt den Organismus bei Diäten und in Fastenzeiten, aber auch jeglichen Verdauungsproblemen. In der Schwangerschaft hilft es überflüssige Wasseransammlungen auszuscheiden, die gerade gegen Ende zu unangenehmen Schwellungen an Beinen, Füßen und Händen führen.

 

HERZ

Mittags, genauer gesagt zwischen 11 und 13h hat unser Herz seine Hochphase, es ist unser wichtigstes Organ und sollte nicht nur als Pumpe gesehen werden. Es wird als Sitz der Gefühle und der Seele bezeichnet und Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es ein unabhängiges Nervensystem hat, das komplexer ist als das Gehirn. Das Herz ist rein physiologisch betrachtet unser Motor, es pumpt täglich mehr als 8000 Liter Blut durch den Körper, in dem es sich in der Minute 70 mal oder öfter zusammenzieht und wieder entspannt, es schlägt also am Tag durchschnittlich 100000 mal und erhält uns am Leben. Das Herz ist das erste Organ, das bei einem Baby im Mutterleib, bereits in der vierten Schwangerschaftswoche aus vier Kammern gebildet wird. Es stellt im menschlichen Köper den Mittelpunkt dar und verbindet über den Kreislauf die untere Stoffwechseltätigkeit mit der oberen Nerven-Sinnes-Tätigkeit. 

Die Organuhr zeigt um die Mittagszeit eine vermehrte Infarktanfälligkeit, daher sollten körperliche Anstrengung, Stress oder auch Operationen in dem Zeitraum vermieden werden.

Bewegung ist die beste Medizin für Herz und Kreislauf, dabei ist ein Spaziergang oder eine Wanderung ausgleichend für den Herzschlag, hingegen führen Jogging oder anderer Leistungssport zur Überhitzung des Herzens und ist mitunter gar nicht so empfehlenswert.

Neben Bewegung und ausgewogener Ernährung ist der Weißdorn (Ceres Crataegus) eine segensreiche Pflanze für das Herz.
Sollten Spannungszustände im Körper zunehmen, so ist die Mistel ein gutes Mittel, weil es innere Stille vermittelt.

In der chinesischen Medizin ist das Herz dem Element Feuer zugeordnet und mann kann die innere Befeuerung gut mit Rosmarin unterstützen. Rosmarin belebt, kräftigt und durchwärmt das Blut. In der Naturheilkunde gibt es eine weitere Pflanze, die das Herz unterstützt und zur Infarkt, sowie Schlaganfall Prophylaxe eingesetzt wird, Strophantus hispidus.

Das in der Pflanze enthaltene Strophantin hat die physiologische Wirkung wie ein Kalzium-Antagonist, einem Beta-Blocker.

Kalzium ist entscheidend für die Rhythmisierung des Herzens, vereinfacht gesagt dem regelmäßigen Herzschlag, der wiederum über das zentrale Nervensystem und dessen Hauptnervenbahnen Sympathikus und Parasympathikus gesteuert wird. Der Sympathikus ist für jegliche Aktivitätssteigerung im Organismus zuständig, der Gegenspieler Parasympathikus hingegen für die Regeneration und Ruhe.

Das Strophantin senkt die Sympathikus Tätigkeit speziell am Herzen, wirkt dort entspannend und schützt vor Herzrhytmusstörungen, vor allem tachykarde, also zu schnelle Arrythmien (Herzrasen). Somit profitieren auch Patienten mit Bluthochdruck davon, denn deren Sympathikus signalisiert ständig "Action". Strophantin erweitert verkrampfte Herzkranzgefäße, diese werden besser durchblutet und das Herz schlägt insgesamt ruhiger. In der anthroposophischen Medizin hat Gold (aurum metallicum) eine wichtige Bedeutung, es wirkt harmonisierend und unterstützt das gesamte Herz-Kreislauf-System.

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Ghee - flüssiges Gold

22. Februar 2019

In der ayurvedischen Küche unabdingbar und bei uns in Europa ein absolutes "Must have" der bewussten und gesunden Küche, Ghee, geklärte Butter. Unsere Großmütter nannten es gemeinhin auch Butterschmalz. Jedoch ist nicht jedes Butterschmalz aus dem Supermarkt (Biskin, Butaris, usw.) auch gleich hochwertiges Ghee. Die mehrstündige Herstellung gleicht beinahe einer Zeremonie und sollte sehr aufmerksam durchgeführt werden, um an Ende tatsächlich ein gutes Produkt zu erhalten, das unsere Gesundheit auf vielfältige Weise unterstützen, und sowohl innerlich, als auch äußerlich angewendet werden kann.     

Was ist Ghee?

Ghee enthält im Gegensatz zur Butter weder Eiweiß, noch Milchzucker und kaum Wasser, besteht somit aus 100% reinem (!) Fett.

Was sind die wichtigsten Vorteile gegenüber Butter?

- Ghee ist hoch erhitzbar, wird daher gerne zum Anbraten oder Frittieren verwendet und es bleiben die Fettsäuren bestehen, das                    bedeutet, es entstehen keine freien Radikale und im Körper finden demzufolge keine oxidativen Prozesse statt.

- Ghee ist wochenlang haltbar und kann leicht gekühlt gut aufbewahrt werden.

- Der Laktosegehalt von Ghee ist gleich null, sodass es bei Laktoseintoleranz eine prima Alternative darstellt.

 

Ghee hat mehreren Studien zu Folge einen hohen Gesundheitswert. Bei nur 60ml /Tag, was ungefähr zwei-drei Esslöffeln entspricht, können die Cholesterin-, sowie Fettwerte deutlich gesenkt werden. Auch kann durch regelmäßigen Verzehr von Ghee der Arachidonsäurewert im Blut, der für Entzündungen verantwortlich ist, erheblich positiv beeinflusst werden, und eignet sich bestens für Menschen mit Rheuma und Arthrose. Darüberhinaus entfacht es das Verdauungsfeuer (schnellstes Transportmittel für die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K), kurbelt den Stoffwechsel an, reinigt das Blut, stärkt die Abwehrkräfte und harmonisiert den Hormonhaushalt.

Ghee wird gerne als Heilmittel von Psoriasis (Schuppenflechte) eingesetzt, in dem es über die oben beschriebene Herabsetzung der Arachidonsäure den Entzündungswert im Körper signifikant verringert.

Äußerlich findet es für jegliche Arten von Massagen eine gute Anwendung, insbesondere abends in die Füße einmassiert und mit Baumwollsocken überzogen, soll es einen tiefen und erholsamen Schlaf garantieren.

 

Für den täglichen (gesunden) Bedarf nimmt man 1-2 Teelöffel zu sich, bzw. das ist die normale Menge zum Anbraten von Fleisch in der Pfanne, oder aber zum Andünsten von Gemüse im Topf.

Man verbindet also das Nützliche mit dem Angenehmen, denn allein der Geruch von geschmolzenem Ghee in der Pfanne lässt einen auf Wolken schweben und wer einmal Bratkartoffeln in Ghee gebraten hat, der kennt den hohen Suchtfaktor ;) es schmeckt vorzüglich!

 

Wie kann ich nun Ghee selbst herstellen?

Die Herstellung an sich ist kein Hexenwerk, wobei mit etwas Räucherstäbchen und/oder meditativer Musik im Hintergrund durchaus eine Stimmung wie in der Hexenküche entstehen kann und dem Endprodukt Ghee ein besonderer Charme verliehen wird....

Einzig der Zeitaufwand sollte einkalkuliert werden, denn es dauert insgesamt ca 3 Stunden, bis das flüssige Gold in die Gläser abgefüllt werden kann.

Es empfiehlt sich Bio-Butter zu verwenden, je nach Bedarf können es zwischen 5 und auch 15 Päckchen sein, die zunächst bei mittlerer Hitze in einem großen Kochtopf (ohne Deckel) gekocht wird, bis sie schäumt. Im Anschluss daran kann die Hitze zurückgedreht werden und die Butter sollte nur noch ganz leicht vor sich hin köcheln, quasi blubbern.

Das Wasser löst sich aus der Butter und das geronnene Milcheiweiß als Schaum, welchen man dann nach und nach vorsichtig abschöpft, sobald er sich oben absetzt, denn das ist der "Abfall". Allmählich verwandelt sich die Butter in eine ganz klare, goldgelbe Flüssigkeit und kann ganz zum Schluss, sobald man den Boden des Topfes klar und durchsichtig erkennt, durch ein Leinen- (notfalls auch Baumwolltuch) gesiebt und in die vorher ausgekochten Einmachgläser, abgefüllt werden.

 

Ich empfehle zum Einen die Arbeitsplatte in der Küche und evtl den Boden direkt am Herd, mit etwas Zeitungspapier auszulegen, da es eine mitunter doch schmierig-fettige Angelegenheit ist und zum Anderen sich wirklich Zeit zu nehmen und die Prozedur in Ruhe, vielleicht am Wochenende durchzuführen.

 

Viel Spaß und gutes Gelingen!

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Zahlenmystik

10. Februar 2019

Wir Menschen haben die Sprache, um uns auszudrücken, benutzen Begriffe, um etwas verständlich und greifbar zu machen, aber haben wir uns jemals gefragt, was die unsichtbare Botschaft hinter den Worten ist? Wissen wir, was die eigentliche Botschaft ist, die hinter den für uns so alltäglichen Begriffen steckt?

Ich möchte heute vier Begriffe, zwei von ihnen mit liebevoller Bedeutung, ein sehr negativ besetzter und einen eher neutral gehaltenen Begriff unter die Lupe nehmen und anhand der numerologischen Bedeutung näher beleuchten. Es ist eine spielerische Betrachtung ohne starre Regeln und Dogmen, aber es sind frappierende Botschaften, die man darin erkennen kann.

Alles schwingt, jeder Gegenstand, jede Zahl, jeder Buchstabe, all das was wir sehen, hören und greifen können ist im Grunde genommen, reine Energie.

Vieles von unserem wissenschaftlichen und spirituellen Wissen erhielt die Menschheit von Pythagoras, dem Urvater der Mathematik. Geboren wurde Pythagoras im 6. Jahrhundert vor Christus auf der griechischen Insel Samos, sein Wissen erhielt er als junger Mann auf seinen Reisen in Ägypten und in Süditalien gründete er seine Mysterienschule. Bevor seine Schüler in die pytagoreischen Mysterien eingeführt wurden, mussten sie ein ausgiebiges Studium in Mathematik, Musik, Astronomie und Geometrie absolvieren.

Pythagoras glaubte, dass alles was im Universum geschieht von vorhersehbaren progressiven Kreisläufen bestimmt sei und machte sie über die einstelligen Grundzahlen 1-9 messbar.

Für ihn bestand ein Unterschied zwischen Zahlen und Ziffern. Laut Pythagoras repräsentieren Zahlen etwas Qualitatives, Ziffern hingegen nur Quantitäten. Die modernen Naturwisschenschaften gehen davon aus, dass in einem Raum, in dem nichts existiert, sich irgendwann als erstes Wasserstoffionen ansiedeln. Dieses Ion steht für die Zahl 1, den Beginn, den Ursprung, den ersten Energiefunken. Sie steht allein und separat, weil sie das Erste existente Element darstellt und das männliche Prinzip (Yang) repräsentiert. Mit der Zahl 2 kommt das weibliche Prinzip (Yin) hinzu und ein "Paar" entsteht. Die 2 ist austauschbar, anpassungsfähig und der Vermittler, denn eine Einheit kann nur durch einen Kompromiss erreicht werden. Die Zahl 3 vereinigt die Eigenschaften der Zahlen 1 und 2.

Das Ion, das seinen Ursprung im Nichts (0) fand und sich als 1  in seiner Individualität ausdrückte, begegnete in der 2 der Anziehungskraft seines Gegenübers und sucht nun in der 3 den Kontakt zur Aussenwelt, somit stellt die 3 das Bedürfnis nach Kommunikation und Austausch mit der Gesellschaft dar, und weckt die Lebensfreude in allem Sein.

Dies als kleiner Exkurs vorab, um überhaupt eine leise Ahnung von den Gesetzmäßigkeiten der Zahlenlehre zu bekommen.

Nun aber zu den konkreten Beispielen! Auf eine ausführliche Beschreibung meines Rechenexempels verzichte ich aus Zeit- und Verständnisgründen, vielmehr möchte ich den Schleier lüften und die faszinierende Bedeutung der vier, von mir ausgewählten Begriffe leicht verständlich und greifbar machen.

 

Jedes Wort hat drei Wirkungsebenen:
- Seelenzahl (der Wesenskern sozusagen)

- Äußere Persönlichkeitszahl (die Außenwirkung)

 

- Schicksalszahl (die höhere Aufgabe)

 

Die erste Wort-Gruppe sind Liebe und Frieden, hierbei gibt es neben der einzelnen Bedeutung, die allein schon interessant ist, auch noch eine zusätzliche Parallele, die meines Erachtens unglaublich ist.

 

Beginnen wir mir dem Wort LIEBE: 

Die Seelenzahl ist die 19 und im Tarot der Karte Sonne zugeordnet, wie passend! Ist die Liebe nicht Kraft spendend? SIe schenkt uns Vitalität, Optimismus, Hoffnung und der Blick ist auf alles Schöne im Leben gerichtet?! 

Die äußere Persönlichkeitszahl ist die 5, entspricht dem Hohenpriester und begleitet uns auf der Suche nach dem tieferen Sinn des Lebens, was nur mit viel Vertrauen möglich ist. Die Liebe ist also in ihrer Außenwirkung von innerer Gelassenheit, Fürsorge für andere und Verständnis geprägt. In der Gesamtbedeutung, der Schicksalszahl finden wir die 24 (einstellig 6) und sehen hier die Liebenden.

Da kann man nur staunen!! Die traditionelle Bedeutung der Liebenden ist "Liebe, Hingabe, Erotik, Sinnlichkeit, Harmonie und Glück (um nur einige wenige Schlagworte zu nennen).

Das zweite Wort, und ebenfalls sehr positiv, ist FRIEDEN:

Interessanter Weise ist die Seelenzahl, genau wie bei der Liebe, die 19 und möchte demnach ebenfalls Hoffnung und Zuversicht vermitteln.

Die äußere Wirkung bei dem Wort Frieden ist 24 (einstellig 6) und wieder kommen die Liebenden ins Spiel und möchten, dass die Menschen wohlwollend, unterstützend und fürsorglich aufeinander zu- und miteinander umgehen. Die Schicksalszahl und somit höhere Aufgabe des Friedens ist die 43 (einstellig 7), eine heilige Zahl (7) und im Tarot der 3 Kelche und dem Wagen  zugeordnet.

Der Wagen steht im Tarot für Mut, Aufbruch, Erfolg und Freiheit (!!!). Ist die größte Freiheit eines Menschen nicht die, in Frieden leben zu dürfen?! Denken wir nur an all die Kriegsopfer und Flüchtlinge, deren größter Wunsch sicherlich sein möge, in Frieden zu leben.

Mit der 3 Kelche können wir innere Dankbarkeit, Lebensfreude und tiefes Glück erleben, und uns gegenseitig so akzeptieren, wie wir wirklich sind, frei von Wertung, Urteil und Schuldzuweisung.

 

Nun gibt es leider auch Umstände im Leben, die von eher negativen Gefühlen geprägt sind und auch diese haben ihre tiefere Bedeutung.

Ich habe mich in der Betrachtung des Begriffes für eine, leider heutzutage weit verbreitete Zivilisationskrankheit, nämlich Krebs entschieden, weil es der Inbegriff von etwas Destruktivem ist.

Die Seelenzahl des Wortes KREBS ist die 5 und hier zeigt sich wieder der Hohepriester, der uns immer dann begegnet, wenn es um den tieferen Sinn des Lebens geht. Diejenigen, die eine Krebserkrankung haben werden demnach schlussendlich von ihrer Seele dazu aufgefordert, dem Leben einen neuen Sinn zu geben. Wenn man von einem alternativ medizinischen Gesichtspunkt betrachtet davon ausgeht, dass eine solche Erkrankung letztendlich "nur" ein Symptom ist, das auf körperlicher Ebene etwas ausdrücken möchte, was die Seele alleine, dem Denksystem des Menschen nicht zu vermitteln schafft, so möchte eine Krebserkrankung Einsicht vermitteln. Es soll ein Verständnis dafür entwickelt werden, welche Überzeugungen, Ideale höhere Werte man leben will. Nicht selten stehen Krebspatienten in einem Kampf zwischen Innen- und Außenwelt und fressen sprichwörtlich alles in sich hinein. 

Die äußerer Wirkung, das was sie also nach außen darstellt, was sichtbar ist, findet sich in der Zahl 14 (einstellig wieder 5) und zeigt sich in der Mäßigkeit. Ich zitiere aus meinem Buch Tarot von Anna Haebler "Die Mäßigkeit stellt uns die Aufgabe innerer und äußerer Stabilität" (Anna Habler, TAROT, S.48). Es kommen die Schlagworte Geduld, Hoffnung und Gelassenheit zum Tragen. Im Außen zwingt der Krebs seinen Patienten zunächst in die Knie, wirft ihn auf sich zurück, reißt ihn bisweilen aus dem alltäglichen normalen Leben komplett heraus und nagt tatsächlich an den inneren und äußeren Ressourcen, der eigenen Stabilität.

Die Gesamtzahl, und das ist frappierend ist die 19 (einstellig 1) und somit wieder einmal die Sonne. Ja es geht darum, selbstbestimmt und aktiv sein Leben (wieder) in die Hand zu nehmen und zu neuer Kraft, Zuversicht und Lebensfreude zu gelangen. Wow, so betrachtet hat diese Erkrankung in ihrer Absicht eigentlich sehr viel Positives im Sinn.

 

Das letzte, und eher emotional neutral betrachtete Wort HAUS hat auch eine interessante Zahlenmystik.

Die Seelenzahl von Haus ist die 4. Dies wird im Tarot über den Herrscher symbolisiert, der für Ordnung, Struktur und Stabilität steht, zum Anderen aber findet man in den Lenormand Karten tatsächlich eine Karte mit der 4 namens "Haus". Bei den Lenormand Karten beschreibt das Haus unser privates Umfeld, unseren intimsten Bereich, in dem wir Rückhalt und Sicherheit finden. Es symbolisiert aber auch unseren Körper und unser Wohlbefinden. In der äußeren Wirkung haben wir die 9 und somit den Eremit, der sich bewusst zurückzieht (wie wir in unseren Häusern/Wohnungen), um dort in innerer Einkehr und Ruhe neue Kraft tanken zu können, physisch, wie psychisch.

Die Gesamtbedeutung des Wortes Haus ist die 13 (einstellig 4), die im Tarot der Karte Tod zugeordnet ist und nicht wörtlich zu nehmen ist, sondern den steten Wandel und die Veränderung umschreibt. 

Das eigene Haus, das natürlich auch den Körper per se darstellt, ist einem ständigen Wandel unterworfen, denn ohne diesem, gäbe es auch keine Fortschritte, kein Wachstum und keine Entfaltung. In der einstelligen 4 schließt sich der Kreis zum Anfang und fasst nochmals alle Faktoren in dem Inbegriff der Stabilität, Sicherheit und Ruhe zusammen. 

 

Mit diesem ersten Beitrag in der neu entstandenen Rubrik wollte ich nun einen kleinen Einblick in die faszinierende Welt der Numerologie bieten, der sich natürlich ins Unermessliche ausdehnen ließe. Bei Bedarf und Interesse kann man selbstverständlich anhand der Berechnung des vollständigen Namen ausgiebige Informationen über die eigenen Charakter- und Lebensweganlagen und noch vieles mehr erfahren.

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