Wir alle unterliegen dem Wandel der Zeit,

jede Jahreszeit hat ihre eigene Qualität. Dies sieht man im Jahreslauf der Natur und den jeweiligen Jahresfesten (Ostern, Johanni, St. Martin, Weihnachten usw.).

In dieser Rubrik werden Sie von mir Impulse passend zur Jahreszeit und dem jeweils aktuellen Jahresfest bekommen. Ich gebe Empfehlungen an Sie weiter, wie Sie die jeweilige Zeitqualität durch Rituale, kleine Dekorationen (Jahreszeitentisch) und auch entsprechende Literatur bewusster erleben können.

Wiederkehrende Abläufe geben uns Menschen, insbesondere Kindern Halt und Geborgenheit. Ich möchte das gerne an Sie weitergeben und Sie einladen, es in Ihr (Familien-) Leben zu integrieren.

 

Mein Dank gilt an dieser Stelle Christina Geyer, Erzieherin im Waldorf Kindergarten Nürnberg Steinplatte.
Sie begleitet diese Rubrik mit ihrem fundierten Wissen und ich darf es in meine Texte mit einpflegen.

 


St. Martin - Laternenzeit

Am kommenden Donnerstag, den 11. November feiern wir das Fest zu Ehren des Heiligen St. Martin.

Es ist das zweite Fest im Herbst, das uns langsam auf Weihnachten vorbereiten möchte; im Bild von St. Martin werden, nach den michaelischen Geisteskräften, nun unsere Seelenkräfte zum Klingen gebracht. 

St. Martin, der im 4. Jahrhundert in Ungarn lebte und ein Heide war, lief mit zwölf Jahren von zuhause fort, um dem christlichen Glauben zu folgen. Er lehrte diesen durch seine Taten; jeder kennt die Geschichte vom Bettler, mit dem er in eisiger Winternacht seinen Mantel teilte. Wie ihm später in einem Traum offenbart wurde, war es Jesus Christus selbst, der sich Martin in Form des Bettlers zeigte.

 

                                                                          Opferbereitschaft, Güte und Mitgefühl werden uns in dieser Legende zuteil. 

 

Kinder im ersten Jahrsiebt erleben die Feste hauptsächlich über ihre Sinne und sollten sie auch bewusst nicht mit dem Kopf erfassen, daher wirkt das St. Martin Fest über den irdischen Helfer "Pelzmärtel", der mit seinem erdigen Wesen die Jahreszeit erlebbar werden lässt.

Der Pelzmärtel sollte demnach besser keine materiellen Dinge, wie Smarties, Gummibärchen oder gar Spielzeug im Sack haben, sondern gute Gaben aus der Natur, wie etwa Äpfel, oder Hasel- bzw. Walnüsse, die unsere lieben tierischen Helfer die Eichhörnchen und Mäuslein aus der Natur zusammengetragen haben. Da diese sehr nahrhaft und gehaltvoll sind, bieten sie auch uns Menschen eine gute Grundlage für den Winter. Um allerdings an den Kern, an das Gute im Inneren zum Kommen muss man sich bisweilen auch einmal durchbeißen, das können wir sinnhaft erleben und dadurch verinnerlichen.

Mit dem St. Martin Fest beginnt auch die Laternenzeit, die für Kinder einen ganz besonderen Zauber bereithält, wenn sie mit ihren selbst gebastelten Laternen (die hoffentlich eine echte Kerze in sich tragen) durch die Straßen oder auch den Wald ziehen dürfen und gleichzeitig die schon früh am Abendhimmel leuchtenden Sterne erblicken. So wird für die Kinder, aber auch uns Erwachsenen spürbar, wie wir jetzt in der dunklen Jahreszeit unser inneres Licht zum Leuchten bringen und aus uns selbst heraus das erschaffen, was uns von außen in den nächsten Monaten während des Winters "verwehrt" bleibt.

 

Wie wirken die Naturkräfte ganz allgemein in der Laternenzeit?

Im Erdinneren findet eine Verhärtung und Mineralisierung der Salze im Boden statt. Die Pflanzen ziehen all ihre Kräfte vollständig in die Wurzeln zurück, gehen also zu ihrem Ursprung, zum tiefsten und innersten Kern. Dort werden die Kräfte von den Erdgeistern über den Winter gepflegt, versorgt und im Inneren zusammengehalten. In der Erde findet man einen großen Einatmungsprozess, bei den Menschen geht der Blick ebenfalls stark nach Innen. Auch wir sind aufgerufen unsere Energiespeicher zu füllen und geistig, aber auch körperlich ein wenig zur Ruhe zu kommen.

Es ist die Zeit, in der Zuhause vermehrt Kerzenlicht und ein warmer Schein die Stuben erfüllen, um ein wenig Behaglichkeit in den hektischen und lauten Alltag einziehen zu lassen.....

 

Sonne Mond und Sterne

haben wir so gerne

weil in ihrem Lichte gut

unsre ganze Erde ruht

ehe wir beginnen, tief im Herzen drinnen

zünden wir ein Lichtlein an

das uns strahlend leuchten kann

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Michaeli Zeit und Erntedank

Wenige Tage nach dem offiziellen Herbstbeginn, genau am 29. September ist der Michaeli-Tag. Michaeli ist das erste der drei Feste im Herbst, die uns auf das höchste Fest des Jahres, Weihnachten hinführen. Sankt Martin folgt im November und Nikolaus Anfang Dezember. Mit jedem Fest soll uns eine andere Qualität näher gebracht und erlebbar gemacht werden.

Mit Michael werden zunächst die Geisteskräfte in uns angesprochen. Erzengel Michael, der den Drachen besiegte, zeigt uns in dieser Metapher, dass unser Bewusstsein wach sein muss, um das "Böse" zu durchschauen und es in die Schranken weisen zu können.

Der Festtag, der uns hineinführt in die immer dunkler werdende Jahreszeit ist ein Aufruf an die Menschen, die niederen Kräfte zu erkennen, und fordert uns auf, den Mut ins uns wach werden zu lassen, damit Selbstsicherheit und Standhaftigkeit sich wie ein dicker schützender Mantel um uns legen können.

 

 

                                                                                                   Wenn Du aus Dir verjagst,

                                                                                                all Unruh und Getümmel,

                                                                                                 so wirft Sankt Michael

                                                                                                 den Drachen aus dem Himmel

                                                                                                                                                                   Angelius Silesius

 

Wir stärken uns also an den Tagen um Michaeli herum für die Zeit, in der sich außen wie innen die Lebenskräfte zurückziehen und die Natur sichtbar einzuschlafen beginnt. Wir Menschen können das sehr deutlich spüren, wir werden träger und lenken die Aufmerksamkeit nun mehr und mehr nach innen. Das Leben verlagert sich zunehmend in die Häuser, die Tage werden kürzer und es wird früher dunkler. Das Licht, welches uns im Außen fehlt, gilt es jetzt im Inneren zu entwickeln, die lichtvollen Kräften wollen aus uns heraus wirken.

Die wundervollen Sonnenuntergänge am herbstlichen Abendhimmel, mit ihren leuchtend intensiven Farbenspielen, vermitteln uns das Gefühl, als würde der Himmel die Erde umarmen und wir Menschen dürfen uns in diese schützende Hülle hinein sinken lassen.

 

Kinder, können die michaelische Stimmung am besten in Rollenspielen erleben, in dem sie sich als Drachen, Ritter oder Prinzessinnen verkleiden, die gefangen gehalten, aber auch befreit werden. Es ist gut den Kindern in diesen Wochen besonders die Tugend MUT nahe zu bringen, in Form einer Mut-Kette aus Hagebutten beispielsweise oder kleine Schwerter, die aus Holz gebastelt werden, aber auch goldene Kronen, die "Sonnenkämpferkrone" gibt ein Gefühl der Kraft und Stärke.

Ein schönes und anschauliches Märchen ist "Die Königstochter in der Flammenburg"; beim Zuhören können die Kinder sinnhaft erleben, was die Michaeli-Zeit für eine Qualität hat, denn Kinder -besonders im ersten Jahrsiebt- erleben die Feststimmung nicht über das rationale Begreifen, sondern sinnliche Erleben.

 

Gemeinsam mit unseren Kindern können wir einen Drachentrunk zubereiten, der uns Kraft gibt und Mut, allen Angriffen im Außen standzuhalten.

Das sogenannte "Drachenblut" ist eine Beerenteemischung, angereichert mit Trauben- und schwarzem Johannisbeersaft; sowohl das darin enthaltene Eisen, wie auch  Vitamin C geben dem Körper alles, was er gerade jetzt stark braucht, um den Anforderungen der Herbst-Winter-Zeit gerecht zu werden.

 

Mit dem Erntedank-Fest wird der Ertrag des Jahres nach Hause gebracht; auf Feld und im Garten werden nun die letzten Gemüse-, Obst- und Getreidesorten abgeerntet, und in  dankbare Haltung Mutter Erde gegenüber eingelagert.

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Ostern

Jedes Jahr an dem Sonntag, der auf den ersten Vollmond nach der Tag- und Nachtgleiche (Frühlingsanfang) folgt, feiern wir Christen das Osterfest.

Voran geht die 40-tägige Fastenzeit, die Passionszeit.

Mit dem Palmsonntag, geschichtlich der Tag an dem Jesus Christus in Jerusalem einzog, beginnt die Karwoche und wir stimmen uns innerlich auf das höchste Fest des Christentums ein.

Wir Erwachsenen begleiten Jesus innerlich auf seinem Leidensweg, der mit dem Tod am Kreuz endete.

Kinder werden und sollten die ganze Geschichte von Jesus Christus erst mit zunehmendem Alter verstehen, sie erleben das Prinzip der Auferstehung in ihrem Sinnes-Erleben anhand der erwachenden Natur.

 

Aber auch wir Erwachsenen erleben gerade in der Natur das Prinzip von Tod und Auferstehung. Wenn Ostern gefeiert wird, öffnet sich die Natur wieder und die winterliche Ruhezeit ist endgültig zu Ende. Alles drängt den zunehmenden Lichtkräften entgegen und entfaltet sich allmählich zur vollen Blüte. Ein Sinnbild für Ostern finden wir im Samenkorn, das für eine neue Entwicklung steht, etwas Neues das zum Leben erwacht. Im Gegensatz zur Frucht, die am Ende einer Entwicklung steht und somit im Herbst der Mittelpunkt der Betrachtung ist.

Gerade mit Kindern in der Vor-Osterzeit zu säen, ist eine wunderbare Tätigkeit, da in jedem Sterben bereits der Keim für das neue Leben enthalten ist. Es wird traditionell Weizen für die Aussaat gewählt, da dieses Getreide dem Sonntag und somit der Sonne zugeordnet ist;

die Sonne ist zudem das Symbol für Christus und die Christusenergie.

Es wird in der Tätigkeit erlebbar, dass man sorgsam mit dem Keim umgeht, ihn gut nährt, mit allem was er braucht; Licht, Zuwendung und die entsprechenden Nährstoffe. Dies lässt sich auf den Menschen übertragen.

 

Zwei große Symbole finden wir im Osterfest wieder: das Ei und den Hasen

Die bunt bemalten Eier finden sich am Osterstrauch wieder und sollten erst am Ostersonntag die Zweige schmücken, da die Osterzeit genau genommen erst mit dem Osterfest beginnt und bis Pfingsten andauert.

Das Ei symbolisiert das Grab Jesu, es ist hart wie Stein, tot, leblos und kalt. Und dennoch beinhaltet es neues Leben. 

Viele wählen für das Osterei eine rote Farbe, dadurch symbolisiert es die Macht Gottes über den Tod und ist zugleich ein Zeichen des Lebens und der Hoffnung; als Keim des Neuen, selbst wenn alles aussichtslos erscheinen mag.

Die runde Form drückt die Hoffnung auf Wiederkehr ins Leben, neue Entwicklung und Neubeginn aus.

Eine andere Betrachtungsweise wäre das Ei als Welt wahrzunehmen, die obere Hälfte der Himmel, die untere als Erde, der Dotter die Sonne, das Eiweiß der Mond - alles im Einklang.

Der Brauch des versteckten Osterei soll uns an das ewige Suchen und Finden nach uns selbst erinnern.

 

Unter den Buchen werden wir suchen

unter den Linden werden wir finden

ein Nestlein aus Heu

und das Osterhäslein hüpft vorbei

 

Der (Oster)Hase ist ein Bild für die Selbstlosigkeit. Er ist bereit sich hinzugeben und zu opfern, vollkommen selbstlos und dennoch ist er immer auf der Hut, wendig und flink. Mit dem symbolischen Verstecken der Nester und Eier weckt er den Impuls zu "suchen".

Auch der Hase ist ein Symbol des Frühlings, des neuen Lebens. Dort wo sich Neues zeigt, in Form von neuen Ideen und Impulsen, die man umsetzen kann, um neue Wege zu beschreiten. So belebt der Hase die "tote Materie" und bringt frischen Wind in festgefahrene Situationen, schenkt Dir den Willen und den Mut, zur "Auferstehung" aus dem Alten, Überholten, um neue Wege zu gehen.

Somit steht der Hase für die unerschöpfliche Quelle neuer Kraft und neuen Lebens, und auch dass es immer weiter geht, dass es immer Wege und Lösungen gibt, wie aussichtslos es auch erscheinen mag. Der Hase bringt uns das Wissen über die Unsterblichkeit und ist dadurch das Sinnbild der österlichen Hoffnung und Freude!

 

 

 

* Ich wünsche eine freudvolle Osterzeit *

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Maria Lichtmess

Am kommenden Dienstag, den 2. Februar steht ein weiteres (leider eher unbeachtetes) Jahresfest an, nämlich Maria Lichtmess, welches nach exakt 40 Tagen das Ende der Weihnachtszeit und eine Wendezeit im Jahr einläutet.

Lichtmess leitet sich davon her, dass früher in den Kirchen bei einer feierlichen Messe die Kerzen für das kommende Kirchenjahr geweiht wurden, aber auch Privatleute kamen, um ihre Kerzen zu weihen. Diese sollten einen besonderen Segen ins Haus bringen und wurden häufig bei Unwetter oder anderen Notlagen angezündet.

Auch bei den Bauern war der 2. Februar ein wichtiges Datum.

Es war der offizielle Beginn der Feldarbeit, das "neue Bauernjahr" begann und an diesem Tag wurden die Knechte und Mägde ausgezahlt, die daraufhin weiter zogen, um für das kommende Jahr neue Höfe zum Arbeiten zu suchen.

Lichtmess stellt eine Wende im Jahr da, wir stehen an der Schwelle zwischen Winter und Frühjahr, wir richten uns neu aus.

Die Visionen und Träume der Rauhnächte wollen nun konkret ins Leben kommen und umgesetzt werden; in uns keimt mehr und mehr der Wunsch nach neuem Leben auf. Wir spüren bereits ganz sanft, dass die Zeit der Dunkelheit und Kälte allmählich vorüberzieht, damit es Frühling werden kann. Noch ist die Natur im Winterschlaf, aber tief unter der Erde herrscht schon ein reges "Treiben", die Wurzelkinder sind aktiv und bereiten sich darauf vor, in ihrer ganzen Pracht als Blumen aller Arten zu erblühen.

Auf dem Weg zu neuen Ufern richtet sich die Aufmerksamkeit nun langsam wieder nach außen und wir beginnen unsere zarten Fühler in die Welt zu strecken. Der Stier-Mond am Sonntag begleitet dies und verspricht zudem ein paar sinnliche Stunden, die zum Genießen einladen.

 

Bildquelle: Franziska Sertori-Kopp

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Dreikönigstag

 

 

Am 06. Januar feiern wir Christen das erste Jahresfest, den Dreikönigstag.

Der Stern führte die drei Weisen vom Morgenland nach Bethlehem, wo sie das Kindlein in Marias Arm fanden, nieder fielen und es anbeteten. Ihre mitgebrachten Schätze waren Gold, Weihrauch und Myrrhe.

 

 

 

Diese Opfergaben gelten als Symbole:

Melchior, der das Gold opferte hatte ein rotes Gewand. Gold steht für das Göttlich-Geistige, die Weisheit und die Erkenntniskräfte.

Balthasar, brachte den Weihrauch, der für Opferbereitschaft und menschliche Tugenden steht und war blau gekleidet.

Kaspar, der Mohr, der die Myrrhe darreichte trug ein grünes Gewand. Myrrhe symbolisiert die Verbindung der menschlichen Seele mit dem Ewigen, Unsterblichen.

Traditionell ziehen am 6. Januar die Sternsinger von Haus zu Haus und segnen die Häuser und Wohnungen.

Dabei werden mit Kreide die Initialien "C+M+B" und die entsprechende Jahreszahl an die Haustüren geschrieben.

Das Kürzel kann, neben der Abkürzung Caspar, Melchior und Balthasar auch für "Christus Mansionem Benedicat" (Christus segne dieses Haus) stehen.

Der 6. Januar ist gleichzeitig auch Gedenktag für die Taufe Jesus im Fluss Jordan, von Johannes dem Täufer, dreißig Jahre nach seiner Geburt. Bis heute wird in ländlichen Gegenden, beispielsweise im Allgäu, in der Kirche "Dreikönigswasser" geweiht.

Mit nach Hause genommen, soll es unter anderem Schutz vor Unwetter gewähren.

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Rauhnächte 2020

 

 

Alle Jahre wieder kommt das Christuskind

auf die Erde nieder 

wo wir Menschen sind.

Kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus

geht auf allen Wegen mit uns ein und aus.

Wilhelm Hey

 

 

 

 

Nun ist es also soweit, die heilige Nacht ist gekommen und mit ihr der Zauber der Weihnachtszeit.

Nicht nur die Kinder sind in diesen Tagen beseelt von der Atmosphäre der Weihnachtstage, auch wir Erwachsenen können lauschen, können still werden, uns der geistigen Welt öffnen und uns ganz der Magie dieser zwölf besonderen Tage, den 12 Rauhnächten hingeben.

 

Bereits Ende Oktober, mit dem Beginn der Skorpion-Zeit haben wir uns nach innen gewendet, Einkehr gehalten und uns mehr und mehr UNS selbst zugewandt. Mit der Vorweihnachtszeit und dem Wechsel in das Tierkreiszeichen Schütze wurde die tiefste Dunkelheit, die wir bisweilen in der Seele spüren konnten, beendet und das neu geborene Licht bahnt sich seinen Weg. Die Geburt des Lichtes wird sowohl von den Naturkräften als auch den Seelenkräften vorangetrieben. Die Natur hat sich nun vollständig ins Innere der Erde zurückgezogen und es beginnt die Zeit der klaren und kühlen Luft. Wir können (in wahrsten Sinne des Wortes) durchatmen.

Im Dezember leuchtet der Sternenhimmel in klaren Nächten mitunter besonders hell und schön. Auch wir heben jetzt stimmungsvoll den Blick "nach oben", haben Visionen, träumen von der Zukunft und sind, gleich wie Maria, voll guter Hoffnung.

 

In der Zeit von Heiligabend bis zum Dreikönigstag am 06.01. werden die unsichtbaren Fäden für das neue Jahr gewebt.

Das Alte darf dankbar beendet und das Neue freudig Willkommen geheißen werden.

Jede einzelne Rauhnacht hat ihre Besonderheit und ihre Bedeutung, und man kann sich nun Tag für Tag bewusst ein paar Minuten Zeit nehmen, um diese Stimmung in sich zum Tragen kommen zu lassen. 

Lass Dich entführen und verzaubern, tauche ein in die Magie der Anderswelt und genieße den allumfassenden Segen dieser Zeit!

 

1. Rauhnacht (von 24.12. auf 25.12.) - 1. Weihnachtsfeiertag

steht für den Monat: JANUAR

An diesem Tag geht es um Deine Basis, Deine irdischen Wurzeln, Deine Familie.

 

- Auf welchem Fundament stehst Du?

- Was möchte Heilung erfahren?

- Segne und ehre Deine Wurzeln

 

An diesem Tag kann ein Licht entzündet werden für alle die Du liebst und Dein Segen an all diese Menschen aus Deinem Herzen strömen.

Betrachte die Geschenke, die DU bekommen hast und selbst verschenkt hast und entdecke die verborgenen Botschaften, sie können Symbolkraft für das kommende Jahr haben.

Ab heute kannst Du auf Deine Träume achten und sie in einem speziell dafür bereitgelegte Tagebuch notieren, sie stehen für die kommenden zwölf Monate. Aber nicht nur die Träume, auch die Qualität der Tage haben ihre Symbolik für das kommende Jahr.

 

                                                                                                 ***

 

2. Rauhnacht (von 25.12. auf 26.12.) - 2. Weihnachtsfeiertag (Stephanus)

steht für den Monat: FEBRUAR

Dieser Feiertag richtet sich an DICH selbst, verbinde Dich mit Deinem höheren Selbst, mit der geistigen Welt und höre in Dich hinein.

Du bist umgeben und umhüllt von Deinen Engeln, Deinen geistigen Helfern, die Dich begleiten und beschützen. Überlege Dir Deine Ziele im neuen Jahr und mit welchen Menschen, Du Dich umgeben möchtest

 

- Was begleitet mich in das neue Jahr?

- Welche Engel sind speziell an meiner Seite?

- Welcher Baum gibt mir Kraft?

- Welcher Edelstein tut mir gut?

- Was gibt es noch zu (er-)lösen?

 

                                                                                                 ***

 

3. Rauhnacht (von 26.12. auf 27.12.) - 27. Dezember 

steht für den Monat: MÄRZ

 

Das heutige Thema des Tages ist "Wunder geschehen, öffne Dein Herz".

Der März ist der Monat des Durchbruchs, die Natur erwacht zu neuem Leben und so dürfen auch wir uns für neue Erfahrungen und Freundschaften aus vollem Herzen öffnen. Höre tief in Dein Herz hinein, blicke friedvoll auf alles was Dir vergangenes Jahr begegnet ist.

Formuliere eine geistige Wunschliste für das neue Jahr. Es geht hierbei weniger um die materiellen Zielen, denen wir im Außen hinterherjagen, als vielmehr darum ganz bewusst den eigenen Sinn des Lebens zu erkennen und auch zu leben, sich ganz darin entfalten zu dürfen! Sich zu fragen, wofür schlägt mein Herz, wobei empfinde ich echte Freude und tiefe Erfüllung, das sind die Themen am heutigen Tag.

 

- Wer oder was hat mir dieses Jahr geholfen?

- Wer hat mich durch die guten und schweren Zeiten begleitet?

- Wem habe ich die Hand gereicht und Freundschaft geschenkt?

- Was ist ausgeglichen, was in Dysbalance?

- Wer oder was hat mich Kraft gekostet?

- Vom wem möchte ich mich distanzieren, weil man vielleicht unterschiedliche Wege geht?

 

Geistige Wunschliste:

Heute ist ein guter Tag, um Wünsche und Ziele für das neue Jahr zu formulieren.

Gehe in Dich, höre aufmerksam in Dich hinein und lausche was Deine wahren und innersten Ziele sind, die Du erreichen möchtest, das wonach Deine Seele sich tief im Inneren sehnt.

Nimm Dir Zeit Deine Wunschliste zu erstellen und zünde für jeden Wunsch ein Licht an, dann sende es voll Vertrauen und Zuversicht in die himmlischen Gefilde, in dem Bewusstsein, das für Dich gesorgt sein mag,

 

Bereinige die alten Angelegenheiten, indem Du vergibst und loslässt, dass es die Engel in den Himmel geleiten können, wo es gelöst, gelöscht, gereinigt und geheilt werden kann.

 

Eine schöne Herz-Übung ist die Rosen-Meditation:

Stelle Dir Dein Herz als hellrosa geschlossene Rose vor, die von goldenem Christus-Licht angestrahlt wird.

Mit jedem Atemzug öffnet sich Deine Rose ein wenig mehr und verfärbt sich langsam in ein kräftigeres Rosa bis hin zu einem dunkelrot.

Lasse dann all Deine Herzenswärme nach Außen strahlen und sende allumfassende Liebe in die Welt, zu Mutter Erde und Deine Lieben.

 

                                                                                                          ***

 

4. Rauhnacht (von 27.12. auf 28.12.) - 28. Dezember (Tag der unschuldigen Kinder)

steht für den Monat: APRIL

Der Heiligen Schrift nach ist überliefert, dass der König Herodes die Tötung aller kleinen Kinder befahl, weil er im neugeborenen Sohn Gottes eine Gefahr, einen Rivalen sah. Daher mussten an diesem Tag viele unschuldige Kinder ihr Leben lassen.

Symbolisch steht dieses Ereignis am heutigen Tag für das Alte, unsere alten Gewohnheiten, Denkmuster, Gefühlsstrukturen, die das Neue und Zukünftige in Schach halten möchten. Heute bietet sich die Möglichkeit, alles was an den vorangegangenen Tagen nicht optimal lief, zu bereinigen und somit die Schicksalsweichen für das kommende Jahr (nochmals) neu und vor allem positiv zu stellen.

Schreibe alles auf, was negativ und belastend war (Albträume, Streitigkeiten, ungute Nachrichten usw.) und verbrenne diesen Text mit etwas Weihrauch oder Salbei. Rufe Dir all die Erlebnisse noch mal in Erinnerung und bitte Erzengel Michael an Deine Seite, möge er all die Belastung und negative Energie transformieren zum höchsten Gottesbewusstsein, wo es gelöst und geheilt wird. Verwandle die unguten Ereignisse danach in freudvolle, Glück spendende, strahlende Bilder und stelle Dir vor wie sie in reinem weiß-goldenem Christus-Licht erstrahlen und gesegnet werden. Lasse dann alles los und sei Dir gewiss, dass Gnade geschehen ist.

 

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5. Rauhnacht (von 28.12. auf 29.12.) - 29. Dezember (Thomastag)

 

steht für den Monat: Mai

Heute ist das zentrale Thema "Freundschaft".

Der Tag wird auch Thomastag genannt, was "Zwilling" bedeutet und Deinen Seelenzwilling anspricht. Es geht um die (gesunde) Selbstliebe, darum sich zunächst selbst zu vergeben und zu lieben, nicht in einem egozentrisch-narzisstischen Sinne, sondern in guter Verbindung zum eigenen Wesenskern. Aber auch die weltlichen Ebenen von Freundschaft, Partnerschaft und Beziehungen jeglicher

Art sind im Fokus. Heute ist eine hervorragende Gelegenheit, um das gesamte Feld innen uns außen zu reinigen, die bestehenden Verbindungen zu stärken oder zu lösen und alles neu auszurichten, damit neue segensreiche Verbindungen entstehen können.

 

Jetzt gilt es zurückzuschauen auf das vergangene Jahr und die eigenen Leistungen anzuerkennen, sich selbst zu achten und zu ehren, mit allen Höhen und Tiefen, Fehlschlägen und guten Errungenschaften.

 

Hier ein kleines Reiningungsritual:

- Stelle Dir eine liegende Acht vor

- Zwei Sonnenstrahlen berühren je einen Kreis

- Du stehst in dem einen Kreis, Dein Freund/Deine Freundin im anderen Kreis

- Mache Dir die Verbindung zwischen Euch ganz bewusst, mit allen positiven und negativen Anteilen

- Bitte nun Erzengel Michael die unguten Aspekte zwischen Euch zu lösen

- Überreiche Deinem Gegenüber gedanklich ein Geschenk und sieh welches Geschenk Du erhältst

- Bedanke Dich für die liebevolle Verbindung

- Wenn alles bereinigt ist, stelle Dir vor, wie die Acht sich in der Mitte teilt und zwei Kreise mit jeweils eigener Anbindung zum Lichtstrahl

  entstehen

- Die Kreise beginnen zu schwingen und haben einen guten, gesunden Abstand zueinander, voll Achtung und Respekt

 

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6. Rauhnacht (von 29.12. auf 30.12.) - 30. Dezember

steht für den Monat: Juni

 

Heute ist der Tag der heiligen Familie und eine gute Gelegenheit, sich im Geiste mit seiner Herkunftsfamilie und eigener Familie zu verbinden.

Bitte den Engel Deiner Mutter zu Dir, forme mit Deiner Hand eine Schale und lasse Dir ein Geschenk von ihr aus den höchsten Ebenen überreichen, welches Du voll Dankbarkeit annimmst.

Wiederhole dasselbe mit Deinem Vater und Deinem Partner.

Wende Dich nun Deinem Partner zu und bitte DEINEN Engel, ihm auf geistiger Ebene ein Geschenk zu überreichen, überlege was Du ihm gerne schenken möchtest.. Auch bei Deinen Kindern kann man sehen, was ihr Engel Dir geben möchte und sende Du ihnen das, was sie von Dir erhalten sollen.

 

Heute finden zudem die Vorbereitungen auf den Jahresabschluss statt und es ist ein guter Zeitpunkt, um Haus, Wohnung und Grundstück ordentlich zu räuchern!

 

Hier ein paar Vorschläge für verschiedene Räucherstoffe, die auch gemischt verwendet werden können:

 

Wacholder vertreibt alle negativen Einflüsse

Myrrhe desinfiziert, klärt und reinigt Räume

Salbei hat eine starke Reinigungskraft

Thymian stärkt die Energie der Räume

Angelikawurzel erhöht die Raumschwingung

 

Möge alles Dunkle, alles, was uns nicht mehr dient, 

aus den Räumen jetzt verschwinden.

Wir laden die Liebe und das Segenslicht ein.

Möge der Raum in einem neuen frischen leuchtenden Glanz erstrahlen

Und uns Frieden, Ruhe und Kraft schenken.

- Jeanne Ruland -

 

Gehe in Gedanken nochmal durch das alte Jahr und schau Dir an, was nicht so gut gelaufen ist und Du wirklich zurücklassen, wovon Du befreit sein möchtest. Lasse alles vor Deinem inneren Auge erscheinen, was geheilt werden soll und losgelassen werden möchte.

 

- Was braucht noch Vergebung?

- Was ist beendet?

- Was möchtest Du nicht mehr tragen?

- Wozu hat es gedient?

- Was konntest Du daraus lernen?

 

Bitte Deinen Schutzengel und himmlischen Helfer um Unterstützung, damit gewisse Dinge dauerhaft losgelassen werden können und Platz für Neues geschaffen wird.

 

Wenn Du möchtest, schreibe alles auf einen Zettel und verbrenne es mit etwas Salbei oder Weihrauch. So wie es in den Flammen vergeht, darf es nun auch aus Deinem Leben und Energiefeld gehen,

 

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7. Rauhnacht (von 30.12. auf 31.12. - Silvester

steht für den Monat: Juli

Nun ist der große Jahresabschluss gekommen, wir haben nochmal sehr intensiv an uns gearbeitet, aufgelöst, gereinigt und verwandelt.

Wir stehen jetzt an der Schwelle,  befinden uns im Übergang von einer vergangen Zeit hin zu einer neu beginnenden Zeit.

Gehe heute bewusst über diese Schwelle!

 

Hier ein paar Bräuche und Rituale, womit man diesen Übergang unterstützen kann:

- Man sollte die Nacht im Kreise seiner Lieben verbringen, der Kreis bildet einen Schutz

- Wer Geldsegen erhofft, solte seinen Teller leer essen. 

  Der Volksmund sagt Erbsen bringen Reichtum und Wohlstand, Fisch verheißt Vorwärtskommen und Schweinefleisch bringt Glück 

- Die Naturgeister freuen sich über einen kleinen Teller mit Speiseresten an den Wurzeln eines Obtbaumes abgestellt, damit wird die Fülle      im neuen Jahr eingeladen.

- Träume der Silvesternacht gehen in Erfüllung!

 

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8. Rauhnacht (von 31.12. auf 01.01.) - Neujahr

steht für den Monat: August

Heute wird das neue Jahr geboren und wir begrüßen es freudvoll. Jeder so, wie er es in sich spürt.

 

Mancherorts wird am Neujahrstag nochmals alles mit gesegnetem Weihrauch ausgeräuchert, damit alles von göttlichem Schutz und Segen ummantelt ist.

 

Der heutige Tag steht im Zeichen des Neubeginns und darf ganz gemütlich und ruhig angegangen werden.

 

Es bietet sich an, in die Stille zu gehen und aus dem geistigen Raum den goldenen Segen für das neue Jahr zu empfangen.

 

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9. Rauhnacht (von 01.01 .auf 02.01.) - 2. Januar (Tag der hl. Katharina)

steht für den Monat: September

Thema am heutigen zweiten Tag des neuen Jahres ist Segenslicht und Gold. Alles darf heute gesegnet werden, alles mit dem wir sichtbar und unsichtbar verbunden sind.

Heute beginnt bereits für viele wieder die Arbeit, der Alltag kehrt allmählich zurück und gleichzeitig bereiten wir uns auf das erste Jahresfest des noch jungen Jahres vor: DREIKÖNIG

 

Nach all den "Reinigungsarbeiten" der letzten Tage, ist es nun an der Zeit sich auf die eigene Mitte zu besinnen und sich (neu) auszurichten.

In der eigenen Mitte, ganz bei sich, herrscht absolute Ruhe, Stille und Frieden, denn unser goldener Wesenskern, untrennbar vom ewig göttlichen Licht. Verbinde Dich mit diesem Licht und segne DEIN Jahr.

 

- entzünde ein Licht für das neue Jahr

- halte einen Moment inne und werde still, verbinde Dich mit dem goldenen Licht

- bitte um allumfassenden göttlichen Segen für Dein Leben und das neue Jahr

- stelle Dir vor, wie goldenes Licht über Deinen Scheitel, zum Herzen und von dort zu Deinen Händen fließt

- stelle Dir nun die nächsten zwölf Monate vor und sende Segen über das das goldene Licht in jeden einzelnen Monat des neuen Jahres

- achte dabei auf Deine Empfindung bei jedem Monat und notiere es (wenn Du möchtest)

 

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10. Rauhnacht (von 02.01. auf 03.01.) - 3. Januar

steht für den Monat: Oktober

Beginne mit der Umsetzung Deiner Wünsche, beginne bei DIR selbst!

Lenke die Energie darauf, was Du Dir wünschst, worin Deine Kraft liegt. was Du verdienst, wozu Du entschlossen bist. Schöpfe aus dem Kessel der Fülle

 

Das einzig Beständige
ist der Wandel

 

Heute darfst Du Dir bewusst machen, WIE Du lebst und dass Du die Freiheit zur Entscheidung und Handlung besitzt, jeden Tag, jeden Moment neu. Das was Du im Außen siehst, ist der Spiegel Deines Inneren!   (Und dies ist oft eine unangenehme Erkenntnis)

 

- Wie nutze ich meine Ausdruckskraft in Wort und Tat?

- Wofür verwende ich meine Lebenskraft?

- Wie haushalte ich mit meiner Lebensenergie, die mir für die begrenzte Zeit auf Erden zur Verfügung steht?

- Womit verbringe (vergeude) ich die meiste Zeit?

- Welche Situation soll sich verbessern?

 

Die Vergangenheit liegt hinter uns, die Zukunft ist noch nicht greifbar, wir leben heute, im Hier und Jetzt. Erschaffe Dir eine Vorstellung davon, was Du in diesem Jahr verändern möchtest und überlege, was Du aktiv dazu beitragen kannst.

Wir sind nur scheinbar Opfer unserer Umstände! In unserer Wahrnehmung sind oftmals die verständnislosen Partner oder egoistischen Kollegen die Schuldigen, die uns das Leben schwer machen wollen. Es ist jedoch ein Umdenken gefordert und eine andere Sichtweise notwendig, um eine Verbesserung der Lebenssituation hervorzubringen.

Jede Veränderung beginnt zunächst in uns selbst, das ist nicht immer leicht zu verstehen und zu akzeptieren., zumal es seine eigene Zeit braucht, bis der eigenen Acker entsprechend umgegraben und neu bestellt ist. Da kann einem schon mal die Puste ausgehen....

Wage einen Blick hinter die Kulissen Deines Ego-Denksystems, lüfte den Schleier der Selbsttäuschung (auch wenn es etwas Zeit braucht und bisweilen steinig wird) und werde Regisseur Deines Lebens.

 

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11. Rauhnacht (von 03.01. auf 04.01.) - 4. Januar

steht für den Monat: November

Dieser Tag findet seine Zuordnung im Monat November und der damit verbundenen Zeitqualität des Skorpions, die Gedanken über "Abschied und Tod" in uns hervorruft. (https://www.seelen-tor.com/energie-barometer/ unter dem Beitrag Skorpion)

Immer dann, wenn wir durch äußere Bedingungen, welcher Art auch immer, mit dem Tod konfrontiert werden, erleben wir sehr intensiv, dass unser Leben auf Erden zeitlich begrenzt ist und wir stellen uns tiefgreifende Frage:

 

- Warum bin ich hier?

- Was will ich auf Erden verwirklichen?
- Was ist der Sinn meines Lebens, was mein Lebensziel?

 

Wenn wir in unsere Mitte angekommen sind und von dort aus denken, fühlen und handeln können, sind wir in der Lage unser Leben zu ordnen und gut mit unserer Energie zu haushalten.


Nimm Dir heute Zeit, Dich mit dem Thema Tod zu beschäftigen, er findet jeden Tag in irgendeiner Form in unserem Leben statt.

 

- Was ist endgültig vorbei?

- Wo fühle ich mich gefangen und möchte mich daraus befreien?

- Was ist mir für mein Leben wichtig?

- Wofür benötige ich meine Lebensenergie?

- Was soll am Ende meines Lebens über mich gesagt werden?

 

Die (zeitweilige) Beschäftigung mit der Endlichkeit und Vergänglichkeit des Lebens kann dabei helfen, das Leben neu zu ordnen, es zu strukturieren und sich mit viel Enthusiasmus darauf zu fokussieren, was man wirklich erleben möchte.

 

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12. Rauhnacht (von 04.01. auf 05.01.) - 5. Januar (Tag der Gnade)

steht für den Monat: Dezember 

Der letzte der zwölf Rauhnachts-Tage ist, ähnlich wie die 4. Rauhnacht ("Tag der unschuldigen Kinder") ein besonderer Tag, an dem nochmals alles bereinigt werden kann, was in den vergangenen zwölf Tagen nicht so gut lief.

 

Lass die letzten zwölf Tage und Nächte vor Deinem inneren Auge vorbeiziehen und schreibe alles auf, was schief lief und sich nicht gut anfühlt, Kraft gekostet hat und Kummer bereitet hat. Verfahre dann wie am Tag der 4. Rauhnacht und verbrenne alles mit etwas Weihrauch oder Salbei. Sei gewiss, dass es nun endgültig gehen kann.

 

Die kommende Nacht, die Nacht zum Dreikönigstag hält einen besonderen Zauber und Segen bereit, sie wird auch "Hollanacht" oder "Nacht der Wunder" genannt.

Uns erwartet eine magische Nacht, in der vieles von der geistigen Welt verarbeitet und gewandelt werden kann.

 

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Der 6. Januar bildet den Abschluss der Rauhnächte und die Heiligen Drei Könige erreichen das Christuskind, um es zu segnen.

Die Tore zur feinstofflichen Anderswelt schließen sich danach und öffnen sich erst wieder Weihnachten 2020.

 

Bevor wir uns nun wieder ganz und gar in den Alltag begeben und bisweilen auch den (intensiven) Kontakt zur geistigen Welt etwas verlieren, haben wir nochmal Gelegenheit eine Kerze anzuzünden und Rückschau auf die Rauhnächte zu halten.

Unsere Notizen können uns dabei helfen, einen Eindruck davon zu gewinnen, welches Thema uns am meisten beschäftigt hat und immer wieder kam, so bekommen wir vielleicht eine Überschrift, ein Motto.

 

Ganz zum Schluss schließe nun Deine Augen und sieh, welche Farbe Dir in den Sinn kommt, jede Farbe hat ihre eigene Schwingung und ihre Bedeutung. Vielleicht möchtest Du Dir eine Kerze in der entsprechenden Farbe besorgen, die Du im kommenden Jahr immer anzünden kannst, wenn Du von Deinen Engeln und himmlischen Begleitern Schutz, Führung und Heilung benötigst.

Lasse Dich nun tragen von göttlichem Schutz und Segen, liebevoll durch das Jahr begleiten und allzeit eingehüllt sein im göttlichem Licht.

 

*** So ist es ***

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Nikolaus

Der Nikolaustag am 6. Dezember ist das letzte der drei Feste, die uns auf Weihnachten hinführen.

Nach Michaeli (Geisteskräfte) und St. Martin (Seelenkräfte) werden im Bild des heiligen Nikolaus die Leibeskräfte angesprochen; der physische Körper wird mit Apfel, Nuss und Mandelkern gestärkt, man könnte auch sagen, ein wenig belohnt.

Nikolaus selbst jedoch ist eine Himmelsgestalt, die auf einem weißen Ross und eingehüllt in seinen blauen Sternenmantel vom Himmel gesandt wurde, um unser Herz für das Christuslicht zu öffnen.

 

Er wohnt in einem Turm im Himmels-Schloss, von wo aus er gemeinsam mit den Engeln das ganze Jahr über in seinem goldenen Buch all die guten und widrigen Taten von uns Menschen notiert. 

Maria sammelt diese zu goldenen Fäden gewordenen guten Taten in der Vorweihnachtszeit ein, um daraus das Kleid für ihr Christuskindlein entstehen zu lassen. Besonders Kinder können sich gut in dieses Bild hinein begeben und sich daran erfreuen, wenn sie merken, dass sie mit guten Taten helfen, das Kleid zu etwas ganz besonders Schönem werden zu lassen. So kann auch am Nikolaustag darauf hingewiesen werden, dass nun bis Weihnachten noch etwas Zeit ist, die ein oder andere dunkle Stelle am Kleidchen mit guten Taten auszubessern, damit es doch noch strahlend hell wird.

So haben wir in der Nikolaus Symbolik die Brücke zwischen Himmel und Mensch geschaffen, die hier gemeinsam helfen, dass etwas Reines und Wundervolles entsteht.

Nikolaus möchte uns also ins Bewusstsein rufen, was in dieser Vorweihnachtszeit wirklich von Bedeutung ist....

 

Sollten sich in unserer Nähe rot bekleidete Weihnachtsmänner zeigen, die den Kindern den Eindruck vermitteln, sie hätten den Nikolaus gesehen, so sind dies "nur" die verkleideten Helfer des heiligen Nikolaus hier auf Erden :)

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St. Martin - Laternenzeit

Am kommenden Dienstag, den 11. November feiern wir das Fest zu Ehren des Heiligen St. Martin.

Es ist das zweite Fest im Herbst, das uns langsam auf Weihnachten vorbereiten möchte; im Bild von St. Martin werden, nach den michaelischen Geisteskräften, nun unsere Seelenkräfte zum Klingen gebracht. 

St. Martin, der im 4. Jahrhundert in Ungarn lebte und ein Heide war, lief mit zwölf Jahren von zuhause fort, um dem christlichen Glauben zu folgen. Er lehrte diesen durch seine Taten; jeder kennt die Geschichte vom Bettler, mit dem er in eisiger Winternacht seinen Mantel teilte. Wie ihm später in einem Traum offenbart wurde, war es Jesus Christus selbst, der sich Martin in Form des Bettlers zeigte.

 

                                                                          Opferbereitschaft, Güte und Mitgefühl werden uns in dieser Legende zuteil. 

 

Kinder im ersten Jahrsiebt erleben die Feste hauptsächlich über ihre Sinne und sollten sie auch bewusst nicht mit dem Kopf erfassen, daher wirkt das St. Martin Fest über den irdischen Helfer "Pelzmärtel", der mit seinem erdigen Wesen die Jahreszeit erlebbar werden lässt.

Der Pelzmärtel sollte demnach besser keine materiellen Dinge, wie Smarties, Gummibärchen oder gar Spielzeug im Sack haben, sondern gute Gaben aus der Natur, wie etwa Äpfel, oder Hasel- bzw. Walnüsse, die unsere lieben tierischen Helfer die Eichhörnchen und Mäuslein aus der Natur zusammengetragen haben. Da diese sehr nahrhaft und gehaltvoll sind, bieten sie auch uns Menschen eine gute Grundlage für den Winter. Um allerdings an den Kern, an das Gute im Inneren zum Kommen muss man sich bisweilen auch einmal durchbeißen, das können wir sinnhaft erleben und dadurch verinnerlichen.

Mit dem St. Martin Fest beginnt auch die Laternenzeit, die für Kinder einen ganz besonderen Zauber bereithält, wenn sie mit ihren selbst gebastelten Laternen (die hoffentlich eine echte Kerze in sich tragen) durch die Straßen oder auch den Wald ziehen dürfen und gleichzeitig die schon früh am Abendhimmel leuchtenden Sterne erblicken. So wird für die Kinder, aber auch uns Erwachsenen spürbar, wie wir jetzt in der dunklen Jahreszeit unser inneres Licht zum Leuchten bringen und aus uns selbst heraus das erschaffen, was uns von außen in den nächsten Monaten während des Winters "verwehrt" bleibt.

 

Wie wirken die Naturkräfte ganz allgemein in der Laternenzeit?

Im Erdinneren findet eine Verhärtung und Mineralisierung der Salze im Boden statt. Die Pflanzen ziehen all ihre Kräfte vollständig in die Wurzeln zurück, gehen also zu ihrem Ursprung, zum tiefsten und innersten Kern. Dort werden die Kräfte von den Erdgeistern über den Winter gepflegt, versorgt und im Inneren zusammengehalten. In der Erde findet man einen großen Einatmungsprozess, bei den Menschen geht der Blick ebenfalls stark nach Innen. Auch wir sind aufgerufen unsere Energiespeicher zu füllen und geistig, aber auch körperlich ein wenig zur Ruhe zu kommen.

Es ist die Zeit, in der Zuhause vermehrt Kerzenlicht und ein warmer Schein die Stuben erfüllen, um ein wenig Behaglichkeit in den hektischen und lauten Alltag einziehen zu lassen.....

 

Sonne Mond und Sterne

haben wir so gerne

weil in ihrem Lichte gut

unsre ganze Erde ruht

ehe wir beginnen, tief im Herzen drinnen

zünden wir ein Lichtlein an

das uns strahlend leuchten kann

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Michaeli-Zeit

Wenige Tage nach dem offiziellen Herbstbeginn, genau am 29. September ist der Michaeli-Tag. Michaeli ist das erste der drei Feste im Herbst, die uns auf das höchste Fest des Jahres, Weihnachten hinführen. Sankt Martin folgt im November und Nikolaus Anfang Dezember. Mit jedem Fest soll uns eine andere Qualität näher gebracht und erlebbar gemacht werden.

Mit Michael werden zunächst die Geisteskräfte in uns angesprochen. Erzengel Michael, der den Drachen besiegte, zeigt uns in dieser Metapher, dass unser Bewusstsein wach sein muss, um das "Böse" zu durchschauen und es in die Schranken weisen zu können.

Der Festtag, der uns hineinführt in die immer dunkler werdende Jahreszeit ist ein Aufruf an die Menschen, die niederen Kräfte zu erkennen, und fordert uns auf, den Mut ins uns wach werden zu lassen, damit Selbstsicherheit und Standhaftigkeit sich wie ein dicker schützender Mantel um uns legen können.

 

Wenn Du aus Dir verjagst,

all Unruh und Getümmel,

so wirft Sankt Michael

den Drachen aus dem Himmel

Angelius Silesius

 

 

Wir stärken uns also in der Michaelizeit für die Zeit, in der sich außen wie innen die Lebenskräfte zurückziehen und die Natur sichtbar einzuschlafen beginnt. Wir Menschen können das sehr deutlich spüren, wir werden träger und lenken die Aufmerksamkeit nun mehr und mehr nach innen. Das Leben verlagert sich zunehmend in die Häuser, die Tage werden kürzer und es wird früher dunkler. Das Licht , welches uns im Außen fehlt, gilt es jetzt im Inneren zu entwickeln, die lichtvollen Kräften wollen aus uns heraus wirken. Die wundervollen Sonnenuntergänge am herbstlichen Abendhimmel, mit ihren leuchtend intensiven Farbenspielen, vermitteln uns das Gefühl, als würde der Himmel die Erde umarmen und wir Menschen dürfen uns in diese schützende Hülle hinein sinken lassen.

 

Kinder, können die michaelische Stimmung am besten in Rollenspielen erleben, in dem sie sich als Drachen, Ritter oder Prinzessinnen verkleiden, die gefangen gehalten, aber auch befreit werden. Es ist gut den Kindern in diesen Wochen besonders die Tugend MUT nahe zu bringen, in Form einer Mut-Kette aus Hagebutten beispielsweise oder kleine Schwerter, die aus Holz gebastelt werden, aber auch goldene Kronen, die "Sonnenkämpferkrone" gibt ein Gefühl der Kraft und Stärke.

Ein schönes und anschauliches Märchen ist "Die Königstochter in der Flammenburg"; beim Zuhören können die Kinder sinnhaft erleben, was die Michaelizeit für eine Qualität hat, denn Kinder im ersten Jahrsiebt erleben die Festestimmung nicht über das rationale Begreifen, sondern sinnliche Erleben.

 

Gemeinsam mit unseren Kindern können wir uns einen Drachentrunk zubereiten, der uns Kraft gibt und Mut, allen Angriffen im Außen stand zu halten:

Beerenteemischung, mit rotem Trauben- und Johannisbeersaft; etwas Agavendicksaft versüßt das zauberhafte Gebräu ;)

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Pfingsten 2020 - Geistiges Lebenselixier

Pfingsten ist eines der hohen heiligen Kirchen- bzw. Jahresfeste, wenngleich es auf Grund fehlender Konsumwelle in der breiten Masse nicht sonderlich beachtet wird.

Dabei ist es so bedeutsam, so heilig, so klar, so rein.

Es ist das Fest des heiligen Geistes.

 

Fünfzig Tage nach Ostern wurden der Überlieferung nach die Jünger von Jesus, die sich unglaublich einsam und verlassen fühlten, vom heiligen Geist erfüllt, der sich in der Gestalt einer Taube herabsenkte, sodass gleichsam die Leere und Gefühle des Verlassen seins in ihnen verschwanden und sie tiefes Glück empfanden.

Die weiße Taube symbolisiert die Verbindung zwischen Himmel und Erde, und bringt uns in Kontakt mit unserem Urvertrauen.

In vielerlei Situationen verspüren wir Menschen Angst, welcher Art auch immer. Wir haben Existenzängste, Angst um die Gesundheit, Angst alleine zurückzubleiben; wir scheuen uns vor Entscheidungen aus Angst davor Sicherheit und Gewohntes aufzugeben und so weiter.   

Gerade in Zeiten, in denen es verstärkt spürbar ist, wie natürlich in diesem außergewöhnlichen Jahr, ist es besonders wichtig, in sich, in die Welt und die geistige Führung Vertrauen zu haben. Zweifelsohne gibt es Situationen, in denen es nicht von der Hand zu weisen ist, dass man Angst hat, beispielsweise bei Verlust des Arbeitsplatzes, wenn die eigene Sicherheit akut gefährdet ist oder ähnliches.

 

Oftmals sind wir jedoch total verzweifelt, fühlen uns von Gott und der Welt verlassen, sind es aber im Grunde selbst, die sich verlassen und im GEISTE ein Bild von Mangel und Ängsten erschaffen haben. Dieses Bild wird durch die Gedanken manifestiert und somit quasi real.

 

Das Pfingstfest möchte uns daran erinnern, dass alles seinen Anfang im Geist hat, dort ist nichts mit den fünf Sinnen erfassbar, wie wir Menschen es auf Erden kennen: hören, sehen, riechen, schmecken und tasten. Der Geist ist "nur" Energie, nur Schwingung, nur Atome, wenn man es etwas wissenschaftlicher will. Im Geiste ist unsere Heimat, die Ur-Heimat! Und dort sind alle (!!) gleich, hier gibt es keinen Unterschied, kein gut und böse, hier ist die reine Liebe und nichts als die bedingungslose reine Liebe.

In der christlichen Kirche ist die Rede davon, ."....dass der heilige Geist in uns hineinfährt...", er beseelt uns mit der reinen Liebe!

Daher gibt es auch bei großen Gottesdiensten mit vielen Menschen, die gleichzeitig beten oder meditieren, das Phänomen, berührt zu sein und Gänsehaut zu spüren.

Auf der spirituellen Ebene erklärt, wird mit dem heiligen Geist, also mit der Geist-Ebene, die Zirbeldrüse und alle feinstofflichen Systeme, sowie Hormone getriggert und aktiviert. Das führt zur Ausschüttung der Botenstoffe, die uns glücklich machen.

 

Alles hat seinen Beginn im Geist. Erst indem wir uns in einem Körper manifestieren, erleben wir das Prinzip der Dualität und Polarität, werden unsere Gedanken und Handlungen zur Manifestation dessen, was wir im Geiste erschaffen. Wir haben den individuellen Geist und auch den kollektiven Geist, den Geist der Menschheit. Daher ist es auch gerade dieses Jahr sehr bedeutsam, sich seiner Gedanken bewusst zu werden und dem, was wir als Kollektiv (nun) erschaffen (wollen). Überprüfe einmal Deine Art zu denken!

Bist Du auf Mangel oder Fülle ausgerichtet? Fühlst Du Dich stark oder schwach? Siehst Du das Glas halbleer oder halbvoll? Wie begegnest DU den aktuellen Geschehnissen und wie betrachtest Du Mutter Erde?

 

Wie sich das Pfingst-Fest ein wenig bewusster gestalten lässt, möchte ich Euch durch eine kleine Anregung an die Hand geben:

Man kann sich einen Platz in der Wohnung suchen, am Tisch oder auf der Kommode, wo an Pfingsten eine große weiße Kerze (hl. Geist) steht und drum herum zwölf kleinere Kerzen oder Teelichter für die zwölf Jünger.

Ein Birkenzweig, Margariten oder Pfingstrosen schmücken das Gesamtbild aus. Auch ein Bergkristall oder Selenit bringen festlichen Glanz.

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Walpurgisnacht - Beltane - Frühjahrsfest

Einer alten Sage nach sind in der Walpurgisnacht, dier Nacht zum ersten Mai, alle Zaubermächte entfesselt. Auf dem Blocksberg (genau genommen auf dem "Brocken") im Harz treffen sich alle Hexen und tanzen dort bei wildem Geschrei bis zum Morgengrauen.

Wikipedia definiert die Walpurgisnacht als "ein traditionelles nord- und mitteleuropäisches Fest, teilweise mit Feuerbrauch am 30.April."

Liest man weiter erfährt man, dass sich der Name von der Heiligen Walburga ableitet, deren Heiligsprechung im Mittelalter am 1. Mai gefeiert wurde. Bereits einige Tage zuvor gab es angeblich viel Glockengeläut, um die umtriebigen Hexen abzuwehren.

Der Name "Walpurgisnacht" entstammt Goethes 1808 entsprungenen Faust Teil 2, in dem er dem Hexentreiben ein Kapitel gewidmet hat.

 

Viele Geschichten und Legenden ranken sich um die Walpurgisnacht, die auch "Beltane" (= strahlende Sonne) genannt wird und als Hochfest des Frühlings gilt. Bei den Kelten läutet dieses Fest das Sommerhalbjahr ein und gilt als Fest des Lebens und der Fruchtbarkeit.

 

 

 

 

 

Ich lade Dich nun ein auf eine magische Reise rund um Brauchtum und Rituale, um diesem besonderen Fest innerlich noch etwas näher zu kommen:

 

Die Stimmung in der Zeit zu Maien-Beginn ist wundervoll, alles blüht und sprüht vor Kraft und Lebensfreude; wir Menschen spüren sie auch die Aufbruchstimmung, so wie sie uns die Natur vorlebt und zeigt. Wir feiern den Sieg der Sonne über die Dunkelheit, die im Jahreslauf nun endgültig bezwungen wurde, die Rückkehr von Wärme und Licht.

Als Symbol des Lichtes gilt das Feuer, das in dieser Nacht vielerorts aus heiligen Hölzern (z.B.: Hasel, Birke, Wacholder oder Lärche) entzündet, und um welches voller (Lebens-)Freude getanzt wird.

 

Vor allem in ländlichen Gegenden und im bäuerlichen Brauchtum finden sich Rituale rund um diese magische Nacht, wie beispielsweise das intensive Räuchern des Hauses. In der Nacht vor dem ersten Mai schützt man außerdem Haus und Hof durch das Abbrennen von Fackeln, durch Peitschenknallen und Böllerschüsse, sowie das Auslegen von Maibüschen, gerne von der Birke genommen, die als Fruchtbarkeitssymbol gilt.

Mit dem Tanz um den Maibaum, der meistens eine Fichte oder Tanne und zudem mit bunten Bändern geschmückt ist, wird den Menschen quasi die Fruchtbarkeit der Natur (zurück)gebracht und der Mai mit Gesang begrüßt. Die Menschen früher hatten diese bunten Bänder oftmals in der Hand, während sie um den Maibaum tanzten und symbolisierten damit die Verwobenheit von Mensch und Natur.

In den meisten bayerischen Dörfern hat sich daraus die Gepflogenheit entwickelt, die Maibaum-Wache zu halten. Die ganze Nacht über versammelt sich die Dorfjugend, um ihren "Schatz" zu bewachen, bzw. den Versuch zu unternehmen einander die Bäume zu klauen.

Es ist die Nacht der Rituale mir denen wir den Neubeginn feiern!

 

Kinder, die in dieser Nacht geboren oder gezeugt wurden/werden, gelten seit jeher als besondere Wesen mit außergewöhnlichen Gaben und hoher Spiritualität. 

 

Der Mai lockt uns alle nach draußen, es duftet, es blüht und all unsere Sinne sind geweckt. Nun ist die Zeit, Herzenswünsche in Augenschein zu nehmen, sich neu zu orientieren, vielleicht beruflich einen neuen Weg einzuschlagen. Was auch immer gerade ansteht, wird jetzt mit viel Kraft, Freude und Zuversicht begonnen! Wir strotzen nur so vor Lebensfreude uns Schaffensdrang, die Fruchtbarkeit steht im Mittelpunkt allen Erlebens.

Die Birke ist DER Baum des Monats, sie symbolisiert mit ihrem edlen weißen Stamm das neue Licht des Frühjahrs, den Neubeginn und das Leben selbst. Gerne hängt man am Maifeiertag frische Birken-Zweige an die Häuser, um die neue Energie des Wachstums einzuladen.

 

 

Nicht umsonst sagt man "Alles neu macht der Mai".

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Ostern - Fest der Auferstehung

Jedes Jahr an dem Sonntag, der auf den ersten Vollmond nach der Tag- und Nachtgleiche (Frühlingsanfang) folgt, feiern wir Christen das Osterfest.

Voran geht die 40-tägige Fastenzeit, die Passionszeit.

Mit dem Palmsonntag, geschichtlich der Tag an dem Jesus Christus in Jerusalem einzog, beginnt die Karwoche und wir stimmen uns innerlich auf das höchste Fest des Christentums ein. Wir Erwachsenen begleiten Jesus innerlich auf seinem Leidensweg, der mit dem Tod am Kreuz endete.

Kinder werden und sollten die ganze Geschichte von Jesus Christus erst mit zunehmendem Alter verstehen, sie erleben das Prinzip der Auferstehung in ihrem Sinnes-Erleben anhand der erwachenden Natur.

 

Aber auch wir Erwachsenen erleben gerade in der Natur das Prinzip von Tod und Auferstehung. Wenn Ostern gefeiert wird, öffnet sich die Natur wieder und die winterliche Ruhezeit ist endgültig zu Ende. Alles drängt den zunehmenden Lichtkräften entgegen und entfaltet sich allmählich zur vollen Blüte. Ein Sinnbild für Ostern finden wir im Samenkorn, das für eine neue Entwicklung steht, etwas Neues das zum Leben erwacht. Im Gegensatz zur Frucht, die am Ende einer Entwicklung steht und somit im Herbst der Mittelpunkt der Betrachtung ist.

Gerade mit Kindern in der Vor-Osterzeit zu säen, ist eine wunderbare Tätigkeit, da in jedem Sterben bereits der Keim für das neue Leben enthalten ist. Es wird traditionell Weizen für die Aussaat gewählt, da dieses Getreide dem Sonntag und somit der Sonne zugeordnet ist;

die Sonne ist zudem das Symbol für Christus und die Christusenergie.

Es wird in der Tätigkeit erlebbar, dass man sorgsam mit dem Keim umgeht, ihn gut nährt, mit allem was er braucht; Licht, Zuwendung und die entsprechenden Nährstoffe. Dies lässt sich auf den Menschen übertragen.

 

Zwei große Symbole finden wir im Osterfest wieder: das Ei und den Hasen

Die bunt bemalten Eier finden sich am Osterstrauch wieder und sollten erst am Ostersonntag die Zweige schmücken, da die Osterzeit genau genommen erst mit dem Osterfest beginnt und bis Pfingsten andauert.

Das Ei symbolisiert das Grab Jesu, es ist hart wie Stein, tot, leblos und kalt. Und dennoch beinhaltet es neues Leben. 

Viele wählen für das Osterei eine rote Farbe, dadurch symbolisiert es die Macht Gottes über den Tod und ist zugleich ein Zeichen des Lebens und der Hoffnung; als Keim des Neuen, selbst wenn alles aussichtslos erscheinen mag.

Die runde Form drückt die Hoffnung auf Wiederkehr ins Leben, neue Entwicklung und Neubeginn aus.

Eine andere Betrachtungsweise wäre das Ei als Welt wahrzunehmen, die obere Hälfte der Himmel, die untere als Erde, der Dotter die Sonne, das Eiweiß der Mond - alles im Einklang.

Der Brauch des versteckten Osterei soll uns an das ewige Suchen und Finden nach uns selbst erinnern.

 

Unter den Buchen werden wir suchen

unter den Linden werden wir finden

ein Nestlein aus Heu

und das Osterhäslein hüpft vorbei

 

Der (Oster)Hase ist ein Bild für die Selbstlosigkeit. Er ist bereit sich hinzugeben und zu opfern, vollkommen selbstlos und dennoch ist er immer auf der Hut, wendig und flink. Mit dem symbolischen Verstecken der Nester und Eier weckt er den Impuls zu "suchen".

Auch der Hase ist ein Symbol des Frühlings, des neuen Lebens. Dort wo sich Neues zeigt, in Form von neuen Ideen und Impulsen, die man umsetzen kann, um neue Wege zu beschreiten. So belebt der Hase die "tote Materie" und bringt frischen Wind in festgefahrene Situationen, schenkt Dir den Willen und den Mut, zur "Auferstehung" aus dem Alten, Überholten, um neue Wege zu gehen.

Somit steht der Hase für die unerschöpfliche Quelle neuer Kraft und neuen Lebens, und auch dass es immer weiter geht, dass es immer Wege und Lösungen gibt, wie aussichtslos es auch erscheinen mag. Der Hase bringt uns das Wissen über die Unsterblichkeit und ist dadurch das Sinnbild der österlichen Hoffnung und Freude!

 

 

 

* Ich wünsche eine freudvolle Osterzeit *

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Frühlingserwachen

Die Welt steht still, die Natur erwacht und wir sind mit allen Sinnen dabei!

Wenn man in den letzten Tagen, so wie ich, viel in der Natur oder im Wald unterwegs ist, wird mit Staunen und Begeisterung fühlbar, wie die Natur ihren Winterschlaf beendet, um mit voller Kraft ins Leben zurückzukehren.

Es ist jedes Jahr aufs Neue eine Faszination, wenn man sieht, wie an einem dünnen Zweiglein, eine Knospe oder eingehülltes Blatt erahnt werden kann. Ganz vorsichtig und nur bei genauer Betrachtung, lässt sich ein zartes Grün erkennen, das noch geschützt in der Hülle verweilt, um dann explosionsartig "das Licht der Welt zu erblicken" und sogleich in einem saftig frischen neuem Grün erstrahlt.

Die Natur lässt sich nicht beirren, sie folgt einzig und allein ihrem Rhythmus, dem Jahreslauf und den Gesetzmäßigkeiten von Mutter Erde.

Nun sollten auch wir dem Impuls der Natur folgen und erwachen, nachdem wir uns über die Weihnachts- und Dreikönigzeit vollständig in uns zurückgezogen haben -sowie auch die Pflanzen sich über den Winter vollständig ins Erdinnere zurückziehen- damit wir neue Kräfte sammeln und speichern, die dann zu rechten Zeit wieder in uns aufsteigen können.

Die Jahreszeiten sind unser Hilfsmittel im Außen, um rhythmisch und zyklisch die verschiedenen Qualitäten in uns erlebbar zu machen.

Wir haben einen großen Einatmungsprozess im Herbst/Winter, in dem wir alle Eindrücke in uns aufnehmen und zu eigen machen, um dann im Frühjahr/Sommer wieder vollständig ausatmen zu können, alles nach Außen zu kehren, was in uns liegt.

Gerade jetzt im leisen Frühlingserwachen kommt eine Kraft zum Tragen, die sowohl die Natur, als auch uns zum Leben erwecken möchte.

Es ist Wärme!

So wie die Sonnenstrahlen allmählich kräftiger werden, damit etwas Neues aus dem Boden erkeimen kann, wirkt auch bei uns Menschen die HerzensWÄRME essentiell, damit wieder neue Lebensgeister in uns erwachen.

Zum offiziellen Frühlingsbeginn am Freitag, den 20.3.2020 öffnet sich das dritte Tor diesen Jahres (20 -3- 20) und die Sonne wechselt in das feurige Zeichen WIDDER. Mit diesem neuen Impuls kommen die ICH-Kräfte so richtig in Fahrt und wir spüren eine unbändige Antriebskraft, die uns voranbringen und Neues in die Welt tragen will. Natürlich geht der Widder auch einmal gerne mit dem Kopf durch die Wand, stark fokussiert, auf das, was er eben unbedingt will. Daher ist es gerade im diesjährigen Widder-Zyklus unabdingbar, ein wenig die Kräfte zu bündeln um nicht in Rücksichtslosigkeit und Egoismus zu verfallen.

 

Ich möchte dazu ermuntern, gerade in der aktuellen Lage die Natur aufzusuchen und ihre Schätze zu würdigen. Derzeit sprießen die ersten Wildkräuter aus dem Boden und es lässt sich wunderbar und einfach eine schmackhafte Kräuterbutter herstellen.

Dazu benötigt man ein leeres Marmeladenglas, welches halb voll (nicht viel mehr !) mit süßer Sahne aufgefüllt und mit einer Prise Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitrone verfeinert wird. Und nun geht es an das Sammeln von wildem Schnittlauch, Scharbockskraut, Knoblauchsrauke und Girsch. Die Kräuter mit dem Wiegemesser gut klein hacken, ins Glas mit der Sahne füllen und dann heißt es "schüttel schüttel, schüttel .... schüttel, schüttel, schüttel...." :) nach 5-10 min Bizepstraining ist die Butter fertig!

Es bildet sich ein "Klumpen", die Molke kann abgegossen oder getrunken werden und die Butter wird auf eine frische Breze oder Baguette gestrichen - köstlich!!!

Anbei die Bilder zu den jeweiligen Kräutern, der Reihe nach:

Bild 1: Girsch

Bild 2: Scharbockskraut

Bild 3: Knoblauchsrauke

bitte das Scharbockskraut nur solange es keine Blüten trägt, verzehren und nur die Blätter!

 

 

 


Vorfrühling - Mutter Erde erwacht

Meine liebe Freundin Christina Geyer, die zudem im Waldorfkindergarten die wundervolle Erzieherin meines Sohnes ist, gab mir heute Morgen den wichtigen Impuls einen Beitrag zur aktuellen Zeitqualität zu erstellen.

Wenn man den Jahreslauf betrachtet, befanden wir uns in der Advents- und Weihnachtszeit in einer sehr einhüllenden Stimmung, wir haben uns bis zur Dreikönigszeit vollständig in uns zurückgezogen, wie die Natur auch ihre Kräfte vollständig ins Erdinnere zurückgezogen hat und regelrecht erstarrt ist.

Selbst wenn bei uns heutzutage der Winter nicht mehr so erlebbar ist, wie vielleicht noch vor 30 oder 50 Jahren, so hatten wir dennoch ein paar frostige Tage, in denen der Boden richtig tief gefrieren konnte und die Luft klirrend kalt war, sodass wir dadurch einen klaren Kopf erhielten. Das ist der Charakter der Winterzeit, ein vollständiges In-sich-Zurückziehen, um dort neue Kräfte zu sammeln und zu speichern, die dann zur rechten Zeit wieder in uns aufsteigen.

Die Jahreszeiten sind unser Hilfsmittel im Außen, um rhythmisch und zyklisch wiederkehrend die verschiedenen Qualitäten in uns erlebbar zu machen, um alle Eindrücke in uns einatmen (Herbst/Winter) und dann auch wieder vollständig ausatmen (Frühjahr/Sommer) zu können.

Nun kommt mit dem (noch) leisen Frühlingserwachen eine Kraft, die sowohl in der Natur, aber auch in uns und vor allem aus uns heraus wieder alles zum Leben erweckt. Es ist WÄRME. So wie die Sonnenstrahlen allmählich kräftiger werden, die notwendig sind, damit die erstarrte Erdkruste wieder aufbrechen und etwas Neues aus dem Boden erkeimen kann, so ist es auch bei den Menschen die Herzenswärme, die essentiell wichtig ist, damit wieder neue Lebensgeister in uns entstehen können.

Und gerade die Mütter sind nun besonders angesprochen! Alle Mütter dürfen sich einmal mehr ihrer wichtigen Rolle bewusst werden, und erkennen, wie unabdingbar das weiche, weiblich-nährende für die Kinder ist, die eben noch im Wachsen sind, in denen erst etwas herankeimt, damit es zu einem späteren Zeitpunkt zur vollen Reife gelangen kann. Gerade jetzt, in der aufkeimenden Zeit und Atmosphäre sind die nährenden und wärmenden Ätherkräfte der Mutter besonders wichtig.

Der Volksmund spricht von Väterchen Frost und Mutter Erde, anhand der Begrifflichkeit lässt sich schon leise erahnen, welche unterschiedlichen Qualitäten von Vater und Mutter an das Kind herangetragen werden sollten. Das eher strenge und Struktur gebende Element des Vaters gibt dem Kind einen festen, aber dadurch sicheren Rahmen, indem die Mutter mit ihrer weichen, fürsorglichen Seite das Kind einhüllen und somit in seinem inneren Erleben mit der geistigen Welt in Kontakt halten kann. Bei den Kindern, vor allem im ersten Jahrsiebt (0-7 Jahre) ist diese Welt noch sehr präsent und "real", sofern auch hier die Seele sich in ihrer Anlage entfalten darf und einen entsprechend gut umhegten und gepflegten Nährboden findet.

Die verschiedene Rollen haben ihre Sinnhaftigkeit und sind bedeutend für die kindliche Entwicklung.

Leider muss man sagen, hat die Emanzipation vieles in den natürlich angelegten Seelenanteilen von Mann und Frau verschoben, ich möchte sogar behaupten, dass so manche Natürlichkeit verloren gegangen ist. Die Mütter übernehmen immer mehr organisatorische Aufgaben, werden hart und streng, versuchen Karriere, Familie und Selbstverwirklichung unter einen Hut zu bekommen, während die Männer in ihrer gesunden (!!) Autorität zunehmend beschnitten werden. Es ist das gesunde Mittelmaß, von dem alle schlussendlich profitieren könnten, würde man sich der ureigenen Kräfte bewusst werden und einander darin respektvoll begegnen.

 

Was jetzt wichtig wird in den nächsten Tagen und Wochen für das geistig, seelisch und körperliche Erwachen, nach dieser klaren, strengen und harten Zeitqualität, die der Winter mit sich brachte, ist die Sinnespflege. Sie ist unabdingbar, damit ein gesunder Nährboden für alles was keimen, wachsen und sich entfalten möchte, bereitet gestellt ist.

Was haben wir für Sinne? Sehen, Hören, Fühlen, Riechen, Schmecken

"Mit allen Sinnen genießen" hört und liest man immer wieder. Und genau darum geht es jetzt; die Wärme hineinbringen in alles Tun, in alles Erleben und in die Familien, insbesondere in die mit Kindern. Es geht darum, es sich schön und gemütlich zu machen in den Zeiten, die man gemeinsam zuhause verbringt, etwas Gutes kochen (Geschmack), eine bewusste und liebevolle Zuwendung (Fühlen) am Abend, wenn das Kind zu Bett gebracht wird oder auch ein fröhliches Lied beim ersten gemeinsamen Fahrrad-Ausflug.

Ein schönes Erleben für Kinder, und passend für die seelische Ausrichtung jetzt im nahenden Frühling ist es beispielsweise Kresse anzusäen, und die Schale mit den Samen gut zu umhegen. Es bedarf dazu nicht viel, außer einem Tonschälchen, ein wenig Watte als Nährboden, der gut befeuchtet und mit Kresse Samen bestreut wird. Täglich mehrmals mit Wasser besprüht, findet man innerhalb weniger Tage die ersten grünen Sprossen aus den Samen keimen.

Anhand dieser Tätigkeit bekommen Kinder ein sehr gutes Gespür für das Wachsen und Gedeihen, und können mit allen Sinnen erleben, wie sie selbst für das was sie säen, verantwortlich sind.

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Maria Lichtmess (2. Februar)

Am kommenden Sonntag, den 2. Februar steht ein weiteres (leider eher unbeachtetes) Jahresfest an, nämlich Maria Lichtmess, welches nach exakt 40 Tagen das Ende der Weihnachtszeit und eine Wendezeit im Jahr einläutet.

Lichtmess leitet sich davon her, dass früher in den Kirchen bei einer feierlichen Messe die Kerzen für das kommende Kirchenjahr geweiht wurden, aber auch Privatleute kamen, um ihre Kerzen zu weihen. Diese sollten einen besonderen Segen ins Haus bringen und wurden häufig bei Unwetter oder anderen Notlagen angezündet.

Auch bei den Bauern war der 2. Februar ein wichtiges Datum.

Es war der offizielle Beginn der Feldarbeit, das "neue Bauernjahr" begann und an diesem Tag wurden die Knechte und Mägde ausgezahlt, die daraufhin weiter zogen, um für das kommende Jahr neue Höfe zum Arbeiten zu suchen.

Lichtmess stellt eine Wende im Jahr da, wir stehen an der Schwelle zwischen Winter und Frühjahr, wir richten uns neu aus.

Die Visionen und Träume der Rauhnächte wollen nun konkret ins Leben kommen und umgesetzt werden; in uns keimt mehr und mehr der Wunsch nach neuem Leben auf. Wir spüren bereits ganz sanft, dass die Zeit der Dunkelheit und Kälte allmählich vorüberzieht, damit es Frühling werden kann. Noch ist die Natur im Winterschlaf, aber tief unter der Erde herrscht schon ein reges "Treiben", die Wurzelkinder sind aktiv und bereiten sich darauf vor, in ihrer ganzen Pracht als Blumen aller Arten zu erblühen.

Auf dem Weg zu neuen Ufern richtet sich die Aufmerksamkeit nun langsam wieder nach außen und wir beginnen unsere zarten Fühler in die Welt zu strecken. Der Stier-Mond am Sonntag begleitet dies und verspricht zudem ein paar sinnliche Stunden, die zum Genießen einladen.

 

Bildquelle entnommen aus dem Buch:

"Etwas von den Wurzelkindern" von Sybille von Olfers

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Dreikönigfest (6. Januar)

 

 

Am 06. Januar feiern wir Christen das erste Jahresfest, den Dreikönigstag.

Der Stern führte die drei Weisen vom Morgenland nach Bethlehem, wo sie das Kindlein in Marias Arm fanden, nieder fielen und es anbeteten. Ihre mitgebrachten Schätze waren Gold, Weihrauch und Myrrhe.

 

 

 

Diese Opfergaben gelten als Symbole:

Melchior, der das Gold opferte hatte ein rotes Gewand. Gold steht für das Göttlich-Geistige, die Weisheit und die Erkenntniskräfte.

Balthasar, brachte den Weihrauch, der für Opferbereitschaft und menschliche Tugenden steht und war blau gekleidet.

Kaspar, der Mohr, der die Myrrhe darreichte trug ein grünes Gewand. Myrrhe symbolisiert die Verbindung der menschlichen Seele mit dem Ewigen, Unsterblichen.

Traditionell ziehen am 6. Januar die Sternsinger von Haus zu Haus und segnen die Häuser und Wohnungen.

Dabei werden mit Kreide die Initialien "C+M+B" und die entsprechende Jahreszahl an die Haustüren geschrieben.

Das Kürzel kann, neben der Abkürzung Caspar, Melchior und Balthasar auch für "Christus Mansionem Benedicat" (Christus segne dieses Haus) stehen.

Der 6. Januar ist gleichzeitig auch Gedenktag für die Taufe Jesus im Jordanfluß von Johannes dem Täufer, dreißig Jahre nach seiner Geburt. Bis heute wird in ländlichen Gegenden, beispielsweise im Allgäu, in der Kirche "Dreikönigswasser" geweiht.

Mit nach Hause genommen, soll es unter anderem Schutz vor Unwetter gewähren.

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Rauhnächte 2019

 

 

Alle Jahre wieder kommt das Christuskind

auf die Erde nieder 

wo wir Menschen sind.

Kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus

geht auf allen Wegen mit uns ein und aus.

Wilhelm Hey

 

 

Nun ist es also soweit, die heilige Nacht ist gekommen und mit ihr der Zauber der Weihnachtszeit.

Nicht nur die Kinder sind in diesen Tagen beseelt von der Atmosphäre der Weihnachtstage, auch wir Erwachsenen können lauschen, können still werden, uns der geistigen Welt öffnen und uns ganz der Magie dieser zwölf besonderen Tage, den 12 Rauhnächten hingeben.

 

Bereits Ende Oktober, mit dem Beginn der Skorpion-Zeit haben wir uns nach innen gewendet, Einkehr gehalten und uns mehr und mehr UNS selbst zugewandt. Mit der Vorweihnachtszeit und dem Wechsel in das Tierkreiszeichen Schütze wurde die tiefste Dunkelheit, die wir bisweilen in der Seele spüren konnten beendet und das neu geborene Licht bahnt sich seinen Weg. Die Geburt des Lichtes wird sowohl von den Naturkräften als auch den Seelenkräften vorangetrieben. Die Natur hat sich nun vollständig ins Innere der Erde zurückgezogen und es beginnt die Zeit der klaren und kühlen Luft. Wir können (in wahrsten Sinne des Wortes) durchatmen.

Im Dezember leuchtet der Sternenhimmel in klaren Nächten mitunter besonders hell und schön. Auch wir heben jetzt stimmungsvoll den Blick "nach oben", haben Visionen, träumen von der Zukunft und sind, gleich wie Maria, voll guter Hoffnung.

 

In der Zeit von Heiligabend bis zum Dreikönigstag am 06.01. werden die unsichtbaren Fäden für das neue Jahr gewebt.

Das Alte darf dankbar beendet und das Neue freudig Willkommen geheißen werden.

Jede einzelne Rauhnacht hat ihre Besonderheit und ihre Bedeutung, und man kann sich nun Tag für Tag bewusst ein paar Minuten Zeit nehmen, um diese Stimmung in sich zum Tragen kommen zu lassen. 

Lass Dich entführen und verzaubern, tauche ein in die Magie der Anderswelt und genieße den allumfassenden Segen dieser Zeit!

 

1. Rauhnacht (von 24.12. auf 25.12.) - 1. Weihnachtsfeiertag

steht für den Monat: JANUAR

An diesem Tag geht es um Deine Basis, Deine irdischen Wurzeln, Deine Familie.

 

- Auf welchem Fundament stehst Du?

- Was möchte Heilung erfahren?

- Segne und ehre Deine Wurzeln

 

An diesem Tag kann ein Licht entzündet werden für alle die Du liebst und Dein Segen an all diese Menschen aus Deinem Herzen strömen.

Betrachte die Geschenke, die DU bekommen hast und selbst verschenkt hast und entdecke die verborgenen Botschaften, sie können Symbolkraft für das kommende Jahr haben.

Ab heute kannst Du auf Deine Träume achten und sie in einem speziell dafür bereitgelegte Tagebuch notieren, sie stehen für die kommenden zwölf Monate. Aber nicht nur die Träume, auch die Qualität der Tage haben ihre Symbolik für das kommende Jahr.

 

                                                                                                 ***

 

2. Rauhnacht (von 25.12. auf 26.12.) - 2. Weihnachtsfeiertag (Stephanus)

steht für den Monat: FEBRUAR

Dieser Feiertag richtet sich an DICH selbst, verbinde Dich mit Deinem höheren Selbst, mit der geistigen Welt und höre in Dich hinein.

Du bist umgeben und umhüllt von Deinen Engeln, Deinen geistigen Helfern, die Dich begleiten und beschützen. Überlege Dir Deine Ziele im neuen Jahr und mit welchen Menschen, Du Dich umgeben möchtest

 

- Was begleitet mich in das neue Jahr?

- Welche Engel sind speziell an meiner Seite?

- Welcher Baum gibt mir Kraft?

- Welcher Edelstein tut mir gut?

- Was gibt es noch zu (er-)lösen?

 

                                                                                                 ***

 

3. Rauhnacht (von 26.12. auf 27.12.) - 27. Dezember 

steht für den Monat: MÄRZ

 

Das heutige Thema des Tages ist "Wunder geschehen, öffne Dein Herz".

Der März ist der Monat des Durchbruchs, die Natur erwacht zu neuem Leben und so dürfen auch wir uns für neue Erfahrungen und Freundschaften aus vollem Herzen öffnen. Höre tief in Dein Herz hinein, blicke friedvoll auf alles was Dir vergangenes Jahr begegnet ist.

Formuliere eine geistige Wunschliste für das neue Jahr. Es geht hierbei weniger um die materiellen Zielen, denen wir im Außen hinterherjagen, als vielmehr darum ganz bewusst den eigenen Sinn des Lebens zu erkennen und auch zu leben, sich ganz darin entfalten zu dürfen! Sich zu fragen, wofür schlägt mein Herz, wobei empfinde ich echte Freude und tiefe Erfüllung, das sind die Themen am heutigen Tag.

 

- Wer oder was hat mir dieses Jahr geholfen?

- Wer hat mich durch die guten und schweren Zeiten begleitet?

- Wem habe ich die Hand gereicht und Freundschaft geschenkt?

- Was ist ausgeglichen, was in Dysbalance?

- Wer oder was hat mich Kraft gekostet?

- Vom wem möchte ich mich distanzieren, weil man vielleicht unterschiedliche Wege geht?

 

Geistige Wunschliste:

Heute ist ein guter Tag, um Wünsche und Ziele für das neue Jahr zu formulieren.

Gehe in Dich, höre aufmerksam in Dich hinein und lausche was Deine wahren und innersten Ziele sind, die Du erreichen möchtest, das wonach Deine Seele sich tief im Inneren sehnt.

Nimm Dir Zeit Deine Wunschliste zu erstellen und zünde für jeden Wunsch ein Licht an, dann sende es voll Vertrauen und Zuversicht in die himmlischen Gefilde, in dem Bewusstsein, das für Dich gesorgt sein mag,

 

Bereinige die alten Angelegenheiten, indem Du vergibst und loslässt, dass es die Engel in den Himmel geleiten können, wo es gelöst, gelöscht, gereinigt und geheilt werden kann.

 

Eine schöne Herz-Übung ist die Rosen-Meditation:

Stelle Dir Dein Herz als hellrosa geschlossene Rose vor, die von goldenem Christus-Licht angestrahlt wird.

Mit jedem Atemzug öffnet sich Deine Rose ein wenig mehr und verfärbt sich langsam in ein kräftigeres Rosa bis hin zu einem dunkelrot.

Lasse dann all Deine Herzenswärme nach Außen strahlen und sende allumfassende Liebe in die Welt, zu Mutter Erde und Deine Lieben.

 

                                                                                                          ***

 

4. Rauhnacht (von 27.12. auf 28.12.) - 28. Dezember (Tag der unschuldigen Kinder)

steht für den Monat: APRIL

Der Heiligen Schrift nach ist überliefert, dass der König Herodes die Tötung aller kleinen Kinder befahl, weil er im neugeborenen Sohn Gottes eine Gefahr, einen Rivalen sah. Daher mussten an diesem Tag viele unschuldige Kinder ihr Leben lassen.

Symbolisch steht dieses Ereignis am heutigen Tag für das Alte, unsere alten Gewohnheiten, Denkmuster, Gefühlsstrukturen, die das Neue und Zukünftige in Schach halten möchten. Heute bietet sich die Möglichkeit, alles was an den vorangegangenen Tagen nicht optimal lief, zu bereinigen und somit die Schicksalsweichen für das kommende Jahr (nochmals) neu und vor allem positiv zu stellen.

Schreibe alles auf, was negativ und belastend war (Albträume, Streitigkeiten, ungute Nachrichten usw.) und verbrenne diesen Text mit etwas Weihrauch oder Salbei. Rufe Dir all die Erlebnisse noch mal in Erinnerung und bitte Erzengel Michael an Deine Seite, möge er all die Belastung und negative Energie transformieren zum höchsten Gottesbewusstsein, wo es gelöst und geheilt wird. Verwandle die unguten Ereignisse danach in freudvolle, Glück spendende, strahlende Bilder und stelle Dir vor wie sie in reinem weiß-goldenem Christus-Licht erstrahlen und gesegnet werden. Lasse dann alles los und sei Dir gewiss, dass Gnade geschehen ist.

 

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5. Rauhnacht (von 28.12. auf 29.12.) - 29. Dezember (Thomastag)

 

steht für den Monat: Mai

Heute ist das zentrale Thema "Freundschaft".

Der Tag wird auch Thomastag genannt, was "Zwilling" bedeutet und Deinen Seelenzwilling anspricht. Es geht um die (gesunde) Selbstliebe, darum sich zunächst selbst zu vergeben und zu lieben, nicht in einem egozentrisch-narzisstischen Sinne, sondern in guter Verbindung zum eigenen Wesenskern. Aber auch die weltlichen Ebenen von Freundschaft, Partnerschaft und Beziehungen jeglicher

Art sind im Fokus. Heute ist eine hervorragende Gelegenheit, um das gesamte Feld innen uns außen zu reinigen, die bestehenden Verbindungen zu stärken oder zu lösen und alles neu auszurichten, damit neue segensreiche Verbindungen entstehen können.

 

Jetzt gilt es zurückzuschauen auf das vergangene Jahr und die eigenen Leistungen anzuerkennen, sich selbst zu achten und zu ehren, mit allen Höhen und Tiefen, Fehlschlägen und guten Errungenschaften.

 

Hier ein kleines Reiningungsritual:

- Stelle Dir eine liegende Acht vor

- Zwei Sonnenstrahlen berühren je einen Kreis

- Du stehst in dem einen Kreis, Dein Freund/Deine Freundin im anderen Kreis

- Mache Dir die Verbindung zwischen Euch ganz bewusst, mit allen positiven und negativen Anteilen

- Bitte nun Erzengel Michael die unguten Aspekte zwischen Euch zu lösen

- Überreiche Deinem Gegenüber gedanklich ein Geschenk und sieh welches Geschenk Du erhältst

- Bedanke Dich für die liebevolle Verbindung

- Wenn alles bereinigt ist, stelle Dir vor, wie die Acht sich in der Mitte teilt und zwei Kreise mit jeweils eigener Anbindung zum Lichtstrahl

  entstehen

- Die Kreise beginnen zu schwingen und haben einen guten, gesunden Abstand zueinander, voll Achtung und Respekt

 

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6. Rauhnacht (von 29.12. auf 30.12.) - 30. Dezember

steht für den Monat: Juni

 

Heute ist der Tag der heiligen Familie und eine gute Gelegenheit, sich im Geiste mit seiner Herkunftsfamilie und eigener Familie zu verbinden.

Bitte den Engel Deiner Mutter zu Dir, forme mit Deiner Hand eine Schale und lasse Dir ein Geschenk von ihr aus den höchsten Ebenen überreichen, welches Du voll Dankbarkeit annimmst.

Wiederhole dasselbe mit Deinem Vater und Deinem Partner.

Wende Dich nun Deinem Partner zu und bitte DEINEN Engel, ihm auf geistiger Ebene ein Geschenk zu überreichen, überlege was Du ihm gerne schenken möchtest.. Auch bei Deinen Kindern kann man sehen, was ihr Engel Dir geben möchte und sende Du ihnen das, was sie von Dir erhalten sollen.

 

Heute finden zudem die Vorbereitungen auf den Jahresabschluss statt und es ist ein guter Zeitpunkt, um Haus, Wohnung und Grundstück ordentlich zu räuchern!

 

Hier ein paar Vorschläge für verschiedene Räucherstoffe, die auch gemischt verwendet werden können:

 

Wacholder vertreibt alle negativen Einflüsse

Myrrhe desinfiziert, klärt und reinigt Räume

Salbei hat eine starke Reinigungskraft

Thymian stärkt die Energie der Räume

Angelikawurzel erhöht die Raumschwingung

 

Möge alles Dunkle, alles, was uns nicht mehr dient, 

aus den Räumen jetzt verschwinden.

Wir laden die Liebe und das Segenslicht ein.

Möge der Raum in einem neuen frischen leuchtenden Glanz erstrahlen

Und uns Frieden, Ruhe und Kraft schenken.

- Jeanne Ruland -

 

Gehe in Gedanken nochmal durch das alte Jahr und schau Dir an, was nicht so gut gelaufen ist und Du wirklich zurücklassen, wovon Du befreit sein möchtest. Lasse alles vor Deinem inneren Auge erscheinen, was geheilt werden soll und losgelassen werden möchte.

 

- Was braucht noch Vergebung?

- Was ist beendet?

- Was möchtest Du nicht mehr tragen?

- Wozu hat es gedient?

- Was konntest Du daraus lernen?

 

Bitte Deinen Schutzengel und himmlischen Helfer um Unterstützung, damit gewisse Dinge dauerhaft losgelassen werden können und Platz für Neues geschaffen wird.

 

Wenn Du möchtest, schreibe alles auf einen Zettel und verbrenne es mit etwas Salbei oder Weihrauch. So wie es in den Flammen vergeht, darf es nun auch aus Deinem Leben und Energiefeld gehen,

 

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7. Rauhnacht (von 30.12. auf 31.12. - Silvester

steht für den Monat: Juli

Nun ist der große Jahresabschluss gekommen, wir haben nochmal sehr intensiv an uns gearbeitet, aufgelöst, gereinigt und verwandelt.

Wir stehen jetzt an der Schwelle,  befinden uns im Übergang von einer vergangen Zeit hin zu einer neu beginnenden Zeit.

Gehe heute bewusst über diese Schwelle!

 

Hier ein paar Bräuche und Rituale, womit man diesen Übergang unterstützen kann:

- Man sollte die Nacht im Kreise seiner Lieben verbringen, der Kreis bildet einen Schutz

- Wer Geldsegen erhofft, solte seinen Teller leer essen. 

  Der Volksmund sagt Erbsen bringen Reichtum und Wohlstand, Fisch verheißt Vorwärtskommen und Schweinefleisch bringt Glück 

- Die Naturgeister freuen sich über einen kleinen Teller mit Speiseresten an den Wurzeln eines Obtbaumes abgestellt, damit wird die Fülle      im neuen Jahr eingeladen.

- Träume der Silvesternacht gehen in Erfüllung!

 

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8. Rauhnacht (von 31.12. auf 01.01.) - Neujahr

steht für den Monat: August

Heute wird das neue Jahr geboren und wir begrüßen es freudvoll. Jeder so, wie er es in sich spürt.

 

Mancherorts wird am Neujahrstag nochmals alles mit gesegnetem Weihrauch ausgeräuchert, damit alles von göttlichem Schutz und Segen ummantelt ist.

 

Der heutige Tag steht im Zeichen des Neubeginns und darf ganz gemütlich und ruhig angegangen werden.

 

Es bietet sich an, in die Stille zu gehen und aus dem geistigen Raum den goldenen Segen für das neue Jahr zu empfangen.

 

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9. Rauhnacht (von 01.01 .auf 02.01.) - 2. Januar (Tag der hl. Katharina)

steht für den Monat: September

Thema am heutigen zweiten Tag des neuen Jahres ist Segenslicht und Gold. Alles darf heute gesegnet werden, alles mit dem wir sichtbar und unsichtbar verbunden sind.

Heute beginnt bereits für viele wieder die Arbeit, der Alltag kehrt allmählich zurück und gleichzeitig bereiten wir uns auf das erste Jahresfest des noch jungen Jahres vor: DREIKÖNIG

 

Nach all den "Reinigungsarbeiten" der letzten Tage, ist es nun an der Zeit sich auf die eigene Mitte zu besinnen und sich (neu) auszurichten.

In der eigenen Mitte, ganz bei sich, herrscht absolute Ruhe, Stille und Frieden, denn unser goldener Wesenskern, untrennbar vom ewig göttlichen Licht. Verbinde Dich mit diesem Licht und segne DEIN Jahr.

 

- entzünde ein Licht für das neue Jahr

- halte einen Moment inne und werde still, verbinde Dich mit dem goldenen Licht

- bitte um allumfassenden göttlichen Segen für Dein Leben und das neue Jahr

- stelle Dir vor, wie goldenes Licht über Deinen Scheitel, zum Herzen und von dort zu Deinen Händen fließt

- stelle Dir nun die nächsten zwölf Monate vor und sende Segen über das das goldene Licht in jeden einzelnen Monat des neuen Jahres

- achte dabei auf Deine Empfindung bei jedem Monat und notiere es (wenn Du möchtest)

 

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10. Rauhnacht (von 02.01. auf 03.01.) - 3. Januar

steht für den Monat: Oktober

Beginne mit der Umsetzung Deiner Wünsche, beginne bei DIR selbst!

Lenke die Energie darauf, was Du Dir wünschst, worin Deine Kraft liegt. was Du verdienst, wozu Du entschlossen bist. Schöpfe aus dem Kessel der Fülle

 

Das einzig Beständige
ist der Wandel

 

Heute darfst Du Dir bewusst machen, WIE Du lebst und dass Du die Freiheit zur Entscheidung und Handlung besitzt, jeden Tag, jeden Moment neu. Das was Du im Außen siehst, ist der Spiegel Deines Inneren!   (Und dies ist oft eine unangenehme Erkenntnis)

 

- Wie nutze ich meine Ausdruckskraft in Wort und Tat?

- Wofür verwende ich meine Lebenskraft?

- Wie haushalte ich mit meiner Lebensenergie, die mir für die begrenzte Zeit auf Erden zur Verfügung steht?

- Womit verbringe (vergeude) ich die meiste Zeit?

- Welche Situation soll sich verbessern?

 

Die Vergangenheit liegt hinter uns, die Zukunft ist noch nicht greifbar, wir leben heute, im Hier und Jetzt. Erschaffe Dir eine Vorstellung davon, was Du in diesem Jahr verändern möchtest und überlege, was Du aktiv dazu beitragen kannst.

Wir sind nur scheinbar Opfer unserer Umstände! In unserer Wahrnehmung sind oftmals die verständnislosen Partner oder egoistischen Kollegen die Schuldigen, die uns das Leben schwer machen wollen. Es ist jedoch ein Umdenken gefordert und eine andere Sichtweise notwendig, um eine Verbesserung der Lebenssituation hervorzubringen.

Jede Veränderung beginnt zunächst in uns selbst, das ist nicht immer leicht zu verstehen und zu akzeptieren., zumal es seine eigene Zeit braucht, bis der eigenen Acker entsprechend umgegraben und neu bestellt ist. Da kann einem schon mal die Puste ausgehen....

Wage einen Blick hinter die Kulissen Deines Ego-Denksystems, lüfte den Schleier der Selbsttäuschung (auch wenn es etwas Zeit braucht und bisweilen steinig wird) und werde Regisseur Deines Lebens.

 

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11. Rauhnacht (von 03.01. auf 04.01.) - 4. Januar

steht für den Monat: November

Dieser Tag findet seine Zuordnung im Monat November und der damit verbundenen Zeitqualität des Skorpions, die Gedanken über "Abschied und Tod" in uns hervorruft. (https://www.seelen-tor.com/energie-barometer/ unter dem Beitrag Skorpion)

Immer dann, wenn wir durch äußere Bedingungen, welcher Art auch immer, mit dem Tod konfrontiert werden, erleben wir sehr intensiv, dass unser Leben auf Erden zeitlich begrenzt ist und wir stellen uns tiefgreifende Frage:

 

- Warum bin ich hier?

- Was will ich auf Erden verwirklichen?
- Was ist der Sinn meines Lebens, was mein Lebensziel?

 

Wenn wir in unsere Mitte angekommen sind und von dort aus denken, fühlen und handeln können, sind wir in der Lage unser Leben zu ordnen und gut mit unserer Energie zu haushalten.


Nimm Dir heute Zeit, Dich mit dem Thema Tod zu beschäftigen, er findet jeden Tag in irgendeiner Form in unserem Leben statt.

 

- Was ist endgültig vorbei?

- Wo fühle ich mich gefangen und möchte mich daraus befreien?

- Was ist mir für mein Leben wichtig?

- Wofür benötige ich meine Lebensenergie?

- Was soll am Ende meines Lebens über mich gesagt werden?

 

Die (zeitweilige) Beschäftigung mit der Endlichkeit und Vergänglichkeit des Lebens kann dabei helfen, das Leben neu zu ordnen, es zu strukturieren und sich mit viel Enthusiasmus darauf zu fokussieren, was man wirklich erleben möchte.

 

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12. Rauhnacht (von 04.01. auf 05.01.) - 5. Januar (Tag der Gnade)

steht für den Monat: Dezember 

Der letzte der zwölf Rauhnachts-Tage ist, ähnlich wie die 4. Rauhnacht ("Tag der unschuldigen Kinder") ein besonderer Tag, an dem nochmals alles bereinigt werden kann, was in den vergangenen zwölf Tagen nicht so gut lief.

 

Lass die letzten zwölf Tage und Nächte vor Deinem inneren Auge vorbeiziehen und schreibe alles auf, was schief lief und sich nicht gut anfühlt, Kraft gekostet hat und Kummer bereitet hat. Verfahre dann wie am Tag der 4. Rauhnacht und verbrenne alles mit etwas Weihrauch oder Salbei. Sei gewiss, dass es nun endgültig gehen kann.

 

Die kommende Nacht, die Nacht zum Dreikönigstag hält einen besonderen Zauber und Segen bereit, sie wird auch "Hollanacht" oder "Nacht der Wunder" genannt.

Uns erwartet eine magische Nacht, in der vieles von der geistigen Welt verarbeitet und gewandelt werden kann.

 

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Der 6. Januar bildet den Abschluss der Rauhnächte und die Heiligen Drei Könige erreichen das Christuskind, um es zu segnen.

Die Tore zur feinstofflichen Anderswelt schließen sich danach und öffnen sich erst wieder Weihnachten 2020.

 

Bevor wir uns nun wieder ganz und gar in den Alltag begeben und bisweilen auch den (intensiven) Kontakt zur geistigen Welt etwas verlieren, haben wir nochmal Gelegenheit eine Kerze anzuzünden und Rückschau auf die Rauhnächte zu halten.

Unsere Notizen können uns dabei helfen, einen Eindruck davon zu gewinnen, welches Thema uns am meisten beschäftigt hat und immer wieder kam, so bekommen wir vielleicht eine Überschrift, ein Motto.

 

Ganz zum Schluss schließe nun Deine Augen und sieh, welche Farbe Dir in den Sinn kommt, jede Farbe hat ihre eigene Schwingung und ihre Bedeutung. Vielleicht möchtest Du Dir eine Kerze in der entsprechenden Farbe besorgen, die Du im kommenden Jahr immer anzünden kannst, wenn Du von Deinen Engeln und himmlischen Begleitern Schutz, Führung und Heilung benötigst.

Lasse Dich nun tragen von göttlichem Schutz und Segen, liebevoll durch das Jahr begleiten und allzeit eingehüllt sein im göttlichem Licht.

 

*** So ist es ***

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