Wir alle unterliegen dem Wandel der Zeit,

jede Jahreszeit hat ihre eigene Qualität. Dies sieht man im Jahreslauf der Natur und den jeweiligen Jahresfesten (Ostern, Johanni, St. Martin, Weihnachten usw.).

In dieser Rubrik werden Sie von mir Impulse passend zur Jahreszeit und dem jeweils aktuellen Jahresfest bekommen. Ich gebe Empfehlungen an Sie weiter, wie Sie die jeweilige Zeitqualität durch Rituale, kleine Dekorationen (Jahreszeitentisch) und auch entsprechende Literatur bewusster erleben können.

Wiederkehrende Abläufe geben uns Menschen, insbesondere Kindern Halt und Geborgenheit. Ich möchte das gerne an Sie weitergeben und Sie einladen, es in Ihr (Familien-) Leben zu integrieren.

 

Mein Dank gilt an dieser Stelle Christina Geyer, Erzieherin im Waldorf Kindergarten Nürnberg Steinplatte.
Sie begleitet diese Rubrik mit ihrem fundierten Wissen und ich darf es in meine Texte mit einpflegen.

 


Fastnacht Endspurt - Fastenzeit

Allerorts ist nun der Fastnacht Endspurt zu spüren.

In vielen Städten, Dörfern und Gemeinden verwandeln zahlreiche Umzüge mit lustig geschmückten Wägen die Straßen in einen bunten Gaudiwurm.

Die Kinder toben, lachen ausgelassen und freuen sich über die vielen Süßigkeiten, die rings um sie herum zu Boden fallen.

 

Der Ursprung von der Fastnacht entstammt bereits der heidnischen Zeit und hat seine tiefere Bedeutung darin, dass man an der Schwelle von Winter zu Frühling, Dämonen verjagte, welche der erwachenden Natur Schaden zufügen könnten. Die Menschen in früheren Zeiten zogen mit teils schauderhaften Holzmasken, Felljacken, Schellenstäben und Stöcken durch die Straßen, um die rauhen Gesellen zu vertreiben.

Heute noch wird, gerade in österreichischen Bergregionen oder aber auch im Allgäu der Winter in dieser traditionellen Form, ausgetrieben.

 

Für die meisten Menschen jedoch ist die Fastnacht ein guter Anlass, um einmal die gewohnte Rolle abzulegen, jemand ganz anderes zu sein und auch -im wahrsten Sinne des Wortes- ein wenig Narrenfreiheit zu genießen. Das kann man nun von zwei Seiten betrachten:

Zum Einen ist es in der Tat befreiend, wenn man sich einmal im Jahr, völlig losgelöst von allen Hemmungen und Begrenzungen der alltäglichen Anforderungen, ganz dem Sinnestaummel hingibt und ausgelassen singt, tanzt und feiert, als gäbe es kein Morgen.

Andererseits kann man sich aber durchaus auch gerade zu dieser Zeit die Frage stellen, WARUM ich denn erst in eine Rolle schlüpfen muss, um mich wohl zu fühlen, um so sein zu können, wie ich sein möchte und nicht so sein zu müssen, wie andere es von mir das Jahr über erwarten. Wäre es nicht erstrebenswert, immer so sein zu dürfen, wie man möchte, authentisch, wahrhaftig und ohne sich hinter einer Maske verstecken zu müssen!? Nun, bis sich diese Frage abschließend klären lässt, ist auch schon wieder alles vorüber und der Aschermittwoch mit seiner strengen und ernsten Miene steht vor der Tür, die nunmehr vierzig tägige Fastenzeit einzuläuten.

 

Fastenzeit, was ist damit gemeint, welchen Hintergrund hat diese bisweilen ungeliebte Zeit, und wie kann es zeitgemäß in einen sinnvollen Kontext gebracht werden?

Natürlich liegt der Fastenzeit, auch Passionszeit genannt, ein religiöser Ursprung zu Grunde, denn früher war das gesamte Kirchenjahr nach Fasttagen durchgetaktet und man war der Meinung durch Askese und Verzicht würde man den Himmel milde stimmen und Gott gefallen. Bereits Martin Luther hat diese alte Anschauung reformiert und damit das Dogmatische herausgenommen, er war nicht der Meinung, dass Enthaltsamkeit einen vor der Hölle bewahren würde, sondern lediglich eine gute Zier sei.

Heutzutage gibt es keinen unmittelbaren Zusammenhang mehr zwischen dem Verzicht auf Fleisch oder anderen Genussmitteln während der Fastenzeit, und dem eigenen Seelenheil. Vielmehr geht es um eine Zeit der Einkehr, Umkehr und Besinnung, die uns auf das höchste christliche Fest im Jahreslauf, Ostern, vorbereiten soll. Somit erinnern uns die Traditionen des Fastens an die vierzig Tage und Nächte, die Jesus Christus nach seiner Taufe ohne Nahrung in der Wüste verbrachte. In vielen Kulturen stellt das Fasten eine Art Brücke zu Gott dar, eine Sphäre zwischen den Welten, in der man frei von Erdenschwere leichter in Kontakt treten kann mit der Welt fernab von Hektik und Konsum. Von daher gilt es sich zu überlegen, wie sich die Fastenzeit in den Alltag integrieren lässt, um eine positive Wirkung zu erzielen.

Eine Weile das zu vermeiden, was wir gewohnt sind, mit dem wir viel Zeit verbringen und uns eigentlich damit im Wege stehen, kann Kräfte frei setzen. Es geht in der Fastenzeit darum, die ach so geliebte Komfort-Zone zu verlassen, um zu sehen, dass es auch andere Wege gibt, die mitunter viel leichter sind, als die, die wir immer beschreiten. Es geht um den Blick in eine andere Richtung, einen Perspektivenwechsel, darum mit festgefahrenen Gewohnheiten zu brechen, um uns selbst im System einen Ruck zu geben.

Die Zeitqualität beinhaltet Erneuerung und Veränderung, in dem ich einen kleinen Schritt zu Seite gehe und sich dadurch vielleicht etwas ganz Unerwartetes, Neues in mir zeigen darf, wie sich mein Horizont auf ganz sanfte aber nachhaltige Weise erweitern lässt.

Wie wäre es für Dich, einmal vierzig Tage nicht den Aufzug im Büro zu nehmen, sondern die drei Etagen jeden Morgen zu Fuß zu bewältigen? Du bringst Deinen Kreislauf in Schwung, kräftigst Deine Muskulatur, verlierst in der Alltagsbewegung vielleicht über den Zeitraum hinweg sogar ein bis zwei Kilo. Oder wie wäre es mit einer Handy-Diät? :) Von Aschermittwoch bis Karsamstag wir das Handy spätestens ab 18h lautlos gestellt, und an Stelle von Hektik und Zeitdruck, können Ruhe und Muße im Familienleben ihren Platz einnehmen.

Beim gemeinsamen Abendessen bin ich nun gewahr den stolzen Erzählungen des Sohnes zu lauschen, der an diesem Tag vielleicht zum ersten Mal alleine seine Schuhe gebunden hat, oder ich nehme meine Tochter bewusst wahr, die freudestrahlend von Reitstall kommt, nach Pferd duftend und einfach nur in den Arm genommen werden will zur Begrüßung. 

 

Ich rate dazu, eine spezielle Gewohnheit für sechs Wochen abzulegen und wünsche allen die bereichernde Erfahrung, wie im Verzicht die Fülle spürbar wird, der Appetit auf Leben!

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Vorfrühling - Mutter Erde erwacht

Meine liebe Freundin Christina Geyer, die zudem im Waldorfkindergarten die wundervolle Erzieherin meines Sohnes ist, gab mir heute Morgen den wichtigen Impuls einen Beitrag zur aktuellen Zeitqualität zu erstellen.

Wenn man den Jahreslauf betrachtet, befanden wir uns in der Advents- und Weihnachtszeit in einer sehr einhüllenden Stimmung, wir haben uns bis zur Dreikönigszeit vollständig in uns zurückgezogen, wie die Natur auch ihre Kräfte vollständig ins Erdinnere zurückgezogen hat und regelrecht erstarrt ist.

Selbst wenn bei uns heutzutage der Winter nicht mehr so erlebbar ist, wie vielleicht noch vor 30 oder 50 Jahren, so hatten wir dennoch ein paar frostige Tage, in denen der Boden richtig tief gefrieren konnte und die Luft klirrend kalt war, sodass wir dadurch einen klaren Kopf erhielten. Das ist der Charakter der Winterzeit, ein vollständiges In-sich-Zurückziehen, um dort neue Kräfte zu sammeln und zu speichern, die dann zur rechten Zeit wieder in uns aufsteigen.

Die Jahreszeiten sind unser Hilfsmittel im Außen, um rhythmisch und zyklisch wiederkehrend die verschiedenen Qualitäten in uns erlebbar zu machen, um alle Eindrücke in uns einatmen (Herbst/Winter) und dann auch wieder vollständig ausatmen (Frühjahr/Sommer) zu können.

Nun kommt mit dem (noch) leisen Frühlingserwachen eine Kraft, die sowohl in der Natur, aber auch in uns und vor allem aus uns heraus wieder alles zum Leben erweckt. Es ist WÄRME. So wie die Sonnenstrahlen allmählich kräftiger werden, die notwendig sind, damit die erstarrte Erdkruste wieder aufbrechen und etwas Neues aus dem Boden erkeimen kann, so ist es auch bei den Menschen die Herzenswärme, die essentiell wichtig ist, damit wieder neue Lebensgeister in uns entstehen können.

Und gerade die Mütter sind nun besonders angesprochen! Alle Mütter dürfen sich einmal mehr ihrer wichtigen Rolle bewusst werden, und erkennen, wie unabdingbar das weiche, weiblich-nährende für die Kinder ist, die eben noch im Wachsen sind, in denen erst etwas herankeimt, damit es zu einem späteren Zeitpunkt zur vollen Reife gelangen kann. Gerade jetzt, in der aufkeimenden Zeit und Atmosphäre sind die nährenden und wärmenden Ätherkräfte der Mutter besonders wichtig.

Der Volksmund spricht von Väterchen Frost und Mutter Erde, anhand der Begrifflichkeit lässt sich schon leise erahnen, welche unterschiedlichen Qualitäten von Vater und Mutter an das Kind herangetragen werden sollten. Das eher strenge und Struktur gebende Element des Vaters gibt dem Kind einen festen, aber dadurch sicheren Rahmen, indem die Mutter mit ihrer weichen, fürsorglichen Seite das Kind einhüllen und somit in seinem inneren Erleben mit der geistigen Welt in Kontakt halten kann. Bei den Kindern, vor allem im ersten Jahrsiebt (0-7 Jahre) ist diese Welt noch sehr präsent und "real", sofern auch hier die Seele sich in ihrer Anlage entfalten darf und einen entsprechend gut umhegten und gepflegten Nährboden findet.

Die verschiedene Rollen haben ihre Sinnhaftigkeit und sind bedeutend für die kindliche Entwicklung.

Leider muss man sagen, hat die Emanzipation vieles in den natürlich angelegten Seelenanteilen von Mann und Frau verschoben, ich möchte sogar behaupten, dass so manche Natürlichkeit verloren gegangen ist. Die Mütter übernehmen immer mehr organisatorische Aufgaben, werden hart und streng, versuchen Karriere, Familie und Selbstverwirklichung unter einen Hut zu bekommen, während die Männer in ihrer gesunden (!!) Autorität zunehmend beschnitten werden. Es ist das gesunde Mittelmaß, von dem alle schlussendlich profitieren könnten, würde man sich der ureigenen Kräfte bewusst werden und einander darin respektvoll begegnen.

 

Was jetzt wichtig wird in den nächsten Tagen und Wochen für das geistig, seelisch und körperliche Erwachen, nach dieser klaren, strengen und harten Zeitqualität, die der Winter mit sich brachte, ist die Sinnespflege. Sie ist unabdingbar, damit ein gesunder Nährboden für alles was keimen, wachsen und sich entfalten möchte, bereitet gestellt ist.

Was haben wir für Sinne? Sehen, Hören, Fühlen, Riechen, Schmecken

"Mit allen Sinnen genießen" hört und liest man immer wieder. Und genau darum geht es jetzt; die Wärme hineinbringen in alles Tun, in alles Erleben und in die Familien, insbesondere in die mit Kindern. Es geht darum, es sich schön und gemütlich zu machen in den Zeiten, die man gemeinsam zuhause verbringt, etwas Gutes kochen (Geschmack), eine bewusste und liebevolle Zuwendung (Fühlen) am Abend, wenn das Kind zu Bett gebracht wird oder auch ein fröhliches Lied beim ersten gemeinsamen Fahrrad-Ausflug.

Ein schönes Erleben für Kinder, und passend für die seelische Ausrichtung jetzt im nahenden Frühling ist es beispielsweise Kresse anzusäen, und die Schale mit den Samen gut zu umhegen. Es bedarf dazu nicht viel, außer einem Tonschälchen, ein wenig Watte als Nährboden, der gut befeuchtet und mit Kresse Samen bestreut wird. Täglich mehrmals mit Wasser besprüht, findet man innerhalb weniger Tage die ersten grünen Sprossen aus den Samen keimen.

Anhand dieser Tätigkeit bekommen Kinder ein sehr gutes Gespür für das Wachsen und Gedeihen, und können mit allen Sinnen erleben, wie sie selbst für das was sie säen, verantwortlich sind.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

MariaLichtmess (2. Februar 2019)

Der biblische Hintergrund für diesen Tag beinhaltet den Brauch, dass die neugeborenen Kinder 40 Tage nach der Geburt in den Tempel gebracht und geweiht wurden. Als vor mehr als 2000 Jahren Jesus Christus von Maria und Josef in den Tempel getragen wurde, erkannten zwei Personen, es ist die Rede von Simeon und Hanna, dass dies kein gewöhnliches Kind, sondern Jesus der Erlöser sei. (Zeugnis des Simeon und Hanna über Jesus Lk 2,22-40)

 

 

Diese "Geschichte" lässt sich in unser alltägliches Leben transportieren und regt uns als Metapher zu folgenden Gedankengängen an:

 

- Welcher Anteil von mir (inneres Kind) möchte Neues ins Leben bringen?

- Was von mir soll nun vermehrt ans Licht kommen?

 

Wir dürfen nun die Zeitqualität nutzen, um uns in eine Stimmung des Vorfühling einzuschwingen und mit Enthusiasmus Neues hervorbringen.

 

Maria Lichtmess am 2. Februar galt seit jeher als der Beginn des neuen Bauernjahres, es wurden die Gerätschaften für den Acker, wie Egge und Pflug gewartet und vorbereitet, die Knechte und Mägde zogen weiter, schlossen ihre Verträge für das kommende Jahr ab und es begann eine neue Zeit. Eine Zeit, in der die häusliche Arbeit niedergelegt und die Arbeit sich allmählich wieder nach draußen verlagerte.

 

Maria Lichtmess ist der Wegbereiter für die wiederkehrende Helligkeit ("Maria bläst´s Licht aus, Michael zündet es wieder an"), die Tage sind bereits merklich länger und die Vögel laden hier und da mit ihrem Gesang zu einem ersten Frühling-Vorgeschmack ein.

Eine alte Bauernregel untermauert dies mit den Worten:

 

Wenns zu Lichtmess stürmt und schneit

ist der Frühling nicht mehr weit

 

Die ersten Frühlingsboten sind nun im Februar durchaus unter Schnee und Eis zu erblicken - das Schneeglöckchen!

Dies findet sich nun auch auf dem Jahreszeitentisch wieder; zusammen mit allerlei weißen Baumwoll- und Seidentüchern, ein wenig weißer Watte und kleinen Bergkristallen, lässt sich das Reich von König Winter anschaulich gestalten. Die Kinder werden begeistert sein, wenn sie die kleine, wie verzaubert wirkende Landschaft auf dem Jahreszeitentisch erleben dürfen.

 

Zusammenfassend betrachtet ist Maria Lichtmess das Fest der Reinigung, des Fastens und Aufräumens.

Es tut gut, Körper und Seele zu entrümpeln und passt hervorragend zu dem gleich am Dienstag (4.Februar) folgenden Neumond.

 

Unterstütze Deinen Körper, in dem Du an diesen zwei-drei Tagen rund um den Neumond ein wenig fastest und viel klares Wasser und Tee zu Dir nimmst. Gute Teekräuter zum Entschlacken sind Brennessel, Schachtelhalm oder auch eine Basenmischung. (Bioladen, Reformhaus)

Ein ganz persönlicher Tipp ist ein, an mehreren Tagen wiederholt angewandter Leberwickel:

Die Leber ist unser größtes Stoffwechselorgan. Alle aufgenommenen Stoffe aus der Nahrung werden von der Leber, nach Aufspaltung in den Verdauungsorgane Magen, Darm und Bauchspeicheldrüse, weiterverarbeitet und in neue Energie umgewandelt. 

Aber nicht nur beim Aufbau spielt die Leber eine entscheidende Rolle, sondern auch im Abbau von Stoffen, die der Körper nicht mehr benötigt und gar belastend sein können. Auf psychischer Ebene steht die Leber im Bezug zum Thema "Abgrenzung".

Die Leber, das Organ der Wandlung, Veränderung und Erneuerung. Gönn Dir für ein paar Tage eine kleine Wellness-Behandlung!

 

Man benötigt ein kleines Baumwolltuch oder einen Waschlappen, der in feuchtwarmes Wasser getränkt auf den rechten Oberbauch (Leber) gelegt und mit einer Wärmflasche (ca. 37/38°C) fixiert wird, ggf. ein trockenes Handtuch darüber legen.

Eingekuschelt auf der Couch oder im Bett, bleibt der Wickel ungefähr 20 Minuten aufgelegt.

Aus Sicht der Organuhr wäre der optimale Zeitraum am frühen Nachmittag zwischen 13 und 15h, da die Leber in diesem Zeitraum ihre Ruhephase hat und ihn ihrer Regeneration unterstütz werden kann. Man kann es aber durchaus auch abends anwenden und wird feststellen, dass man schläft wie ein Baby :)

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Das erste Jahresfest 2019 - Dreikönig (06.01.)

 

 

 

Am 06. Januar feiern wir Christen das erste Jahresfest, den Dreikönigstag.

Der Stern führte die drei Weisen vom Morgenland nach Bethlehem, wo sie das Kindlein in Marias Arm fanden, nieder fielen und es anbeteten. Ihre mitgebrachten Schätze waren Gold, Weihrauch und Myrrhe.

 

 

 

Diese Opfergaben gelten als Symbole:

Melchior, der das Gold opferte hatte ein rotes Gewand. Gold steht für das Göttlich-Geistige, die Weisheit und die Erkenntniskräfte.

Balthasar, brachte den Weihrauch, der für Opferbereitschaft und menschliche Tugenden steht und war blau gekleidet.

Kaspar, der Mohr, der die Myrrhe darreichte trug ein grünes Gewand.

Myrrhe symbolisiert die Verbindung der menschlichen Seele mit dem Ewigen, Unsterblichen.

 

 

Traditionell ziehen am 6. Januar die Sternsinger von Haus zu Haus und segnen die Häuser und Wohnungen.

Dabei werden mit Kreide die Initialien "C+M+B" und die entsprechende Jahreszahl an die Haustüren geschrieben.

Das Kürzel kann, neben der Abkürzung Caspar, Melchior und Balthasar auch für "Christus Mansionem Benedicat" (Christus segne dieses Haus) stehen.

 

Der 6. Januar ist gleichzeitig auch Gedenktag für die Taufe Jesus im Jordanfluß von Johannes dem Täufer, dreißig Jahre nach seiner Geburt.

Bis heute wird in ländlichen Gegenden, beispielsweise im Allgäu, in der Kirche "Dreikönigswasser" geweiht.

Mit nach Hause genommen, soll es unter anderem Schutz vor Unwetter gewähren.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

 

Weihnachtszeit - Rauhnächte (24.12.-06.01.)

Alle Jahre wieder kommt das Christuskind

auf die Erde nieder 

wo wir Menschen sind.

Kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus

geht auf allen Wegen mit uns ein und aus.

Wilhelm Hey

 

 

Nun ist es also soweit, die heilige Nacht ist gekommen und mit ihr der Zauber der Weihnachtszeit.

Nicht nur die Kinder sind in diesen Tagen beseelt von der Atmosphäre der Weihnachtstage, auch wir Erwachsenen können lauschen, können still werden, uns der geistigen Welt öffnen und uns ganz der Magie dieser zwölf besonderen Tage, den 12 Rauhnächten hingeben.

 

Bereits Ende Oktober, mit dem Beginn der Skorpion-Zeit haben wir uns nach innen gewendet, Einkehr gehalten und uns mehr und mehr UNS selbst zugewandt. Mit der Vorweihnachtszeit und dem Wechsel in das Tierkreiszeichen Schütze wurde die tiefste Dunkelheit, die wir bisweilen in der Seele spüren konnten beendet und das neu geborene Licht bahnt sich seinen Weg. Die Geburt des Lichtes wird sowohl von den Naturkräften als auch den Seelenkräften vorangetrieben. Die Natur hat sich nun vollständig ins Innere der Erde zurückgezogen und es beginnt die Zeit der klaren und kühlen Luft. Wir können (in wahrsten Sinne des Wortes) durchatmen.

Im Dezember leuchtet der Sternenhimmel in klaren Nächten mitunter besonders hell und schön. Auch wir heben jetzt stimmungsvoll den Blick "nach oben", haben Visionen, träumen von der Zukunft und sind, gleich wie Maria, voll guter Hoffnung.

 

In der Zeit von Heiligabend bis zum Dreikönigstag am 06.01. werden die unsichtbaren Fäden für das neue Jahr gewebt.

Das Alte darf dankbar beendet und das Neue freudig Willkommen geheißen werden.

Jede einzelne Rauhnacht hat ihre Besonderheit und ihre Bedeutung, und man kann sich nun Tag für Tag bewusst ein paar Minuten Zeit nehmen, um diese Stimmung in sich zum Tragen kommen zu lassen. 

Lass Dich entführen und verzaubern, tauche ein in die Magie der Anderswelt und genieße den allumfassenden Segen dieser Zeit!

 

1. Rauhnacht (von 24.12. auf 25.12.) - 1. Weihnachtsfeiertag

steht für den Monat: JANUAR

An diesem Tag geht es um Deine Basis, Deine irdischen Wurzeln, Deine Familie.

 

- Auf welchem Fundament stehst Du?

- Was möchte Heilung erfahren?

- Segne und ehre Deine Wurzeln

 

An diesem Tag kann ein Licht entzündet werden für alle die Du liebst und Dein Segen an all diese Menschen aus Deinem Herzen strömen.

Betrachte die Geschenke, die DU bekommen hast und selbst verschenkt hast und entdecke die verborgenen Botschaften, sie können Symbolkraft für das kommende Jahr haben.

Ab heute kannst Du auf Deine Träume achten und sie in einem speziell dafür bereitgelegte Tagebuch notieren, sie stehen für die kommenden zwölf Monate. Aber nicht nur die Träume, auch die Qualität der Tage haben ihre Symbolik für das kommende Jahr.

 

                                                                                                 ***

 

2. Rauhnacht (von 25.12. auf 26.12.) - 2. Weihnachtsfeiertag (Stephanus)

steht für den Monat: FEBRUAR

Dieser Feiertag richtet sich an DICH selbst, verbinde Dich mit Deinem höheren Selbst, mit der geistigen Welt und höre in Dich hinein.

Du bist umgeben und umhüllt von Deinen Engeln, Deinen geistigen Helfern, die Dich begleiten und beschützen. Überlege Dir Deine Ziele im neuen Jahr und mit welchen Menschen, Du Dich umgeben möchtest

 

- Was begleitet mich in das neue Jahr?

- Welche Engel sind speziell an meiner Seite?

- Welcher Baum gibt mir Kraft?

- Welcher Edelstein tut mir gut?

- Was gibt es noch zu (er-)lösen?

 

                                                                                                 ***

 

3. Rauhnacht (von 26.12. auf 27.12.) - 27. Dezember 

steht für den Monat: MÄRZ

 

Das heutige Thema des Tages ist "Wunder geschehen, öffne Dein Herz".

Der März ist der Monat des Durchbruchs, die Natur erwacht zu neuem Leben und so dürfen auch wir uns für neue Erfahrungen und Freundschaften aus vollem Herzen öffnen. Höre tief in Dein Herz hinein, blicke friedvoll auf alles was Dir vergangenes Jahr begegnet ist.

Formuliere eine geistige Wunschliste für das neue Jahr. Es geht hierbei weniger um die materiellen Zielen, denen wir im Außen hinterherjagen, als vielmehr darum ganz bewusst den eigenen Sinn des Lebens zu erkennen und auch zu leben, sich ganz darin entfalten zu dürfen! Sich zu fragen, wofür schlägt mein Herz, wobei empfinde ich echte Freude und tiefe Erfüllung, das sind die Themen am heutigen Tag.

 

- Wer oder was hat mir dieses Jahr geholfen?

- Wer hat mich durch die guten und schweren Zeiten begleitet?

- Wem habe ich die Hand gereicht und Freundschaft geschenkt?

- Was ist ausgeglichen, was in Dysbalance?

- Wer oder was hat mich Kraft gekostet?

- Vom wem möchte ich mich distanzieren, weil man vielleicht unterschiedliche Wege geht?

 

Geistige Wunschliste:

Heute ist ein guter Tag, um Wünsche und Ziele für das neue Jahr zu formulieren.

Gehe in Dich, höre aufmerksam in Dich hinein und lausche was Deine wahren und innersten Ziele sind, die Du erreichen möchtest, das wonach Deine Seele sich tief im Inneren sehnt.

Nimm Dir Zeit Deine Wunschliste zu erstellen und zünde für jeden Wunsch ein Licht an, dann sende es voll Vertrauen und Zuversicht in die himmlischen Gefilde, in dem Bewusstsein, das für Dich gesorgt sein mag,

 

Bereinige die alten Angelegenheiten, indem Du vergibst und loslässt, dass es die Engel in den Himmel geleiten können, wo es gelöst, gelöscht, gereinigt und geheilt werden kann.

 

Eine schöne Herz-Übung ist die Rosen-Meditation:

Stelle Dir Dein Herz als hellrosa geschlossene Rose vor, die von goldenem Christus-Licht angestrahlt wird.

Mit jedem Atemzug öffnet sich Deine Rose ein wenig mehr und verfärbt sich langsam in ein kräftigeres Rosa bis hin zu einem dunkelrot.

Lasse dann all Deine Herzenswärme nach Außen strahlen und sende allumfassende Liebe in die Welt, zu Mutter Erde und Deine Lieben.

 

                                                                                                          ***

 

4. Rauhnacht (von 27.12. auf 28.12.) - 28. Dezember (Tag der unschuldigen Kinder)

steht für den Monat: APRIL

Der Heiligen Schrift nach ist überliefert, dass der König Herodes die Tötung aller kleinen Kinder befahl, weil er im neugeborenen Sohn Gottes eine Gefahr, einen Rivalen sah. Daher mussten an diesem Tag viele unschuldige Kinder ihr Leben lassen.

Symbolisch steht dieses Ereignis am heutigen Tag für das Alte, unsere alten Gewohnheiten, Denkmuster, Gefühlsstrukturen, die das Neue und Zukünftige in Schach halten möchten. Heute bietet sich die Möglichkeit, alles was an den vorangegangenen Tagen nicht optimal lief, zu bereinigen und somit die Schicksalsweichen für das kommende Jahr (nochmals) neu und vor allem positiv zu stellen.

Schreibe alles auf, was negativ und belastend war (Albträume, Streitigkeiten, ungute Nachrichten usw.) und verbrenne diesen Text mit etwas Weihrauch oder Salbei. Rufe Dir all die Erlebnisse noch mal in Erinnerung und bitte Erzengel Michael an Deine Seite, möge er all die Belastung und negative Energie transformieren zum höchsten Gottesbewusstsein, wo es gelöst und geheilt wird. Verwandle die unguten Ereignisse danach in freudvolle, Glück spendende, strahlende Bilder und stelle Dir vor wie sie in reinem weiß-goldenem Christus-Licht erstrahlen und gesegnet werden. Lasse dann alles los und sei Dir gewiss, dass Gnade geschehen ist.

 

***

 

                                                                                                    

5. Rauhnacht (von 28.12. auf 29.12.) - 29. Dezember (Thomastag)

 

steht für den Monat: Mai

Heute ist das zentrale Thema "Freundschaft".

Der Tag wird auch Thomastag genannt, was "Zwilling" bedeutet und Deinen Seelenzwilling anspricht. Es geht um die (gesunde) Selbstliebe, darum sich zunächst selbst zu vergeben und zu lieben, nicht in einem egozentrisch-narzisstischen Sinne, sondern in guter Verbindung zum eigenen Wesenskern. Aber auch die weltlichen Ebenen von Freundschaft, Partnerschaft und Beziehungen jeglicher

Art sind im Fokus. Heute ist eine hervorragende Gelegenheit, um das gesamte Feld innen uns außen zu reinigen, die bestehenden Verbindungen zu stärken oder zu lösen und alles neu auszurichten, damit neue segensreiche Verbindungen entstehen können.

 

Jetzt gilt es zurückzuschauen auf das vergangene Jahr und die eigenen Leistungen anzuerkennen, sich selbst zu achten und zu ehren, mit allen Höhen und Tiefen, Fehlschlägen und guten Errungenschaften.

 

Hier ein kleines Reiningungsritual:

- Stelle Dir eine liegende Acht vor

- Zwei Sonnenstrahlen berühren je einen Kreis

- Du stehst in dem einen Kreis, Dein Freund/Deine Freundin im anderen Kreis

- Mache Dir die Verbindung zwischen Euch ganz bewusst, mit allen positiven und negativen Anteilen

- Bitte nun Erzengel Michael die unguten Aspekte zwischen Euch zu lösen

- Überreiche Deinem Gegenüber gedanklich ein Geschenk und sieh welches Geschenk Du erhältst

- Bedanke Dich für die liebevolle Verbindung

- Wenn alles bereinigt ist, stelle Dir vor, wie die Acht sich in der Mitte teilt und zwei Kreise mit jeweils eigener Anbindung zum Lichtstrahl

  entstehen

- Die Kreise beginnen zu schwingen und haben einen guten, gesunden Abstand zueinander, voll Achtung und Respekt

 

***

                                                                                 

6. Rauhnacht (von 29.12. auf 30.12.) - 30. Dezember

steht für den Monat: Juni

 

Heute ist der Tag der heiligen Familie und eine gute Gelegenheit, sich im Geiste mit seiner Herkunftsfamilie und eigener Familie zu verbinden.

Bitte den Engel Deiner Mutter zu Dir, forme mit Deiner Hand eine Schale und lasse Dir ein Geschenk von ihr aus den höchsten Ebenen überreichen, welches Du voll Dankbarkeit annimmst.

Wiederhole dasselbe mit Deinem Vater und Deinem Partner.

Wende Dich nun Deinem Partner zu und bitte DEINEN Engel, ihm auf geistiger Ebene ein Geschenk zu überreichen, überlege was Du ihm gerne schenken möchtest.. Auch bei Deinen Kindern kann man sehen, was ihr Engel Dir geben möchte und sende Du ihnen das, was sie von Dir erhalten sollen.

 

Heute finden zudem die Vorbereitungen auf den Jahresabschluss statt und es ist ein guter Zeitpunkt, um Haus, Wohnung und Grundstück ordentlich zu räuchern!

 

Hier ein paar Vorschläge für verschiedene Räucherstoffe, die auch gemischt verwendet werden können:

 

Wacholder vertreibt alle negativen Einflüsse

Myrrhe desinfiziert, klärt und reinigt Räume

Salbei hat eine starke Reinigungskraft

Thymian stärkt die Energie der Räume

Angelikawurzel erhöht die Raumschwingung

 

Möge alles Dunkle, alles, was uns nicht mehr dient, 

aus den Räumen jetzt verschwinden.

Wir laden die Liebe und das Segenslicht ein.

Möge der Raum in einem neuen frischen leuchtenden Glanz erstrahlen

Und uns Frieden, Ruhe und Kraft schenken.

- Jeanne Ruland -

 

Gehe in Gedanken nochmal durch das alte Jahr und schau Dir an, was nicht so gut gelaufen ist und Du wirklich zurücklassen, wovon Du befreit sein möchtest. Lasse alles vor Deinem inneren Auge erscheinen, was geheilt werden soll und losgelassen werden möchte.

 

- Was braucht noch Vergebung?

- Was ist beendet?

- Was möchtest Du nicht mehr tragen?

- Wozu hat es gedient?

- Was konntest Du daraus lernen?

 

Bitte Deinen Schutzengel und himmlischen Helfer um Unterstützung, damit gewisse Dinge dauerhaft losgelassen werden können und Platz für Neues geschaffen wird.

 

Wenn Du möchtest, schreibe alles auf einen Zettel und verbrenne es mit etwas Salbei oder Weihrauch. So wie es in den Flammen vergeht, darf es nun auch aus Deinem Leben und Energiefeld gehen,

 

***

 

7. Rauhnacht (von 30.12. auf 31.12. - Silvester

steht für den Monat: Juli

Nun ist der große Jahresabschluss gekommen, wir haben nochmal sehr intensiv an uns gearbeitet, aufgelöst, gereinigt und verwandelt.

Wir stehen jetzt an der Schwelle,  befinden uns im Übergang von einer vergangen Zeit hin zu einer neu beginnenden Zeit.

Gehe heute bewusst über diese Schwelle!

 

Hier ein paar Bräuche und Rituale, womit man diesen Übergang unterstützen kann:

- Man sollte die Nacht im Kreise seiner Lieben verbringen, der Kreis bildet einen Schutz

- Wer Geldsegen erhofft, solte seinen Teller leer essen. 

  Der Volksmund sagt Erbsen bringen Reichtum und Wohlstand, Fisch verheißt Vorwärtskommen und Schweinefleisch bringt Glück 

- Die Naturgeister freuen sich über einen kleinen Teller mit Speiseresten an den Wurzeln eines Obtbaumes abgestellt, damit wird die Fülle      im neuen Jahr eingeladen.

- Träume der Silvesternacht gehen in Erfüllung!

 

***

 

8. Rauhnacht (von 31.12. auf 01.01.) - Neujahr

steht für den Monat: August

Heute wird das neue Jahr geboren und wir begrüßen es freudvoll. Jeder so, wie er es in sich spürt.

 

Mancherorts wird am Neujahrstag nochmals alles mit gesegnetem Weihrauch ausgeräuchert, damit alles von göttlichem Schutz und Segen ummantelt ist.

 

Der heutige Tag steht im Zeichen des Neubeginns und darf ganz gemütlich und ruhig angegangen werden.

 

Es bietet sich an, in die Stille zu gehen und aus dem geistigen Raum den goldenen Segen für das neue Jahr zu empfangen.

 

***

 

9. Rauhnacht (von 01.01 .auf 02.01.) - 2. Januar (Tag der hl. Katharina)

steht für den Monat: September

Thema am heutigen zweiten Tag des neuen Jahres ist Segenslicht und Gold. Alles darf heute gesegnet werden, alles mit dem wir sichtbar und unsichtbar verbunden sind.

Heute beginnt bereits für viele wieder die Arbeit, der Alltag kehrt allmählich zurück und gleichzeitig bereiten wir uns auf das erste Jahresfest des noch jungen Jahres vor: DREIKÖNIG

 

Nach all den "Reinigungsarbeiten" der letzten Tage, ist es nun an der Zeit sich auf die eigene Mitte zu besinnen und sich (neu) auszurichten.

In der eigenen Mitte, ganz bei sich, herrscht absolute Ruhe, Stille und Frieden, denn unser goldener Wesenskern, untrennbar vom ewig göttlichen Licht. Verbinde Dich mit diesem Licht und segne DEIN Jahr.

 

- entzünde ein Licht für das neue Jahr

- halte einen Moment inne und werde still, verbinde Dich mit dem goldenen Licht

- bitte um allumfassenden göttlichen Segen für Dein Leben und das neue Jahr

- stelle Dir vor, wie goldenes Licht über Deinen Scheitel, zum Herzen und von dort zu Deinen Händen fließt

- stelle Dir nun die nächsten zwölf Monate vor und sende Segen über das das goldene Licht in jeden einzelnen Monat des neuen Jahres

- achte dabei auf Deine Empfindung bei jedem Monat und notiere es (wenn Du möchtest)

 

***

 

10. Rauhnacht (von 02.01. auf 03.01.) - 3. Januar

steht für den Monat: Oktober

Beginne mit der Umsetzung Deiner Wünsche, beginne bei DIR selbst!

Lenke die Energie darauf, was Du Dir wünschst, worin Deine Kraft liegt. was Du verdienst, wozu Du entschlossen bist. Schöpfe aus dem Kessel der Fülle

 

Das einzig Beständige
ist der Wandel

 

Heute darfst Du Dir bewusst machen, WIE Du lebst und dass Du die Freiheit zur Entscheidung und Handlung besitzt, jeden Tag, jeden Moment neu. Das was Du im Außen siehst, ist der Spiegel Deines Inneren!   (Und dies ist oft eine unangenehme Erkenntnis)

 

- Wie nutze ich meine Ausdruckskraft in Wort und Tat?

- Wofür verwende ich meine Lebenskraft?

- Wie haushalte ich mit meiner Lebensenergie, die mir für die begrenzte Zeit auf Erden zur Verfügung steht?

- Womit verbringe (vergeude) ich die meiste Zeit?

- Welche Situation soll sich verbessern?

 

Die Vergangenheit liegt hinter uns, die Zukunft ist noch nicht greifbar, wir leben heute, im Hier und Jetzt. Erschaffe Dir eine Vorstellung davon, was Du in diesem Jahr verändern möchtest und überlege, was Du aktiv dazu beitragen kannst.

Wir sind nur scheinbar Opfer unserer Umstände! In unserer Wahrnehmung sind oftmals die verständnislosen Partner oder egoistischen Kollegen die Schuldigen, die uns das Leben schwer machen wollen. Es ist jedoch ein Umdenken gefordert und eine andere Sichtweise notwendig, um eine Verbesserung der Lebenssituation hervorzubringen.

Jede Veränderung beginnt zunächst in uns selbst, das ist nicht immer leicht zu verstehen und zu akzeptieren., zumal es seine eigene Zeit braucht, bis der eigenen Acker entsprechend umgegraben und neu bestellt ist. Da kann einem schon mal die Puste ausgehen....

Wage einen Blick hinter die Kulissen Deines Ego-Denksystems, lüfte den Schleier der Selbsttäuschung (auch wenn es etwas Zeit braucht und bisweilen steinig wird) und werde Regisseur Deines Lebens.

 

***

 

11. Rauhnacht (von 03.01. auf 04.01.) - 4. Januar

steht für den Monat: November

Dieser Tag findet seine Zuordnung im Monat November und der damit verbundenen Zeitqualität des Skorpions, die Gedanken über "Abschied und Tod" in uns hervorruft. (https://www.seelen-tor.com/energie-barometer/ unter dem Beitrag Skorpion)

Immer dann, wenn wir durch äußere Bedingungen, welcher Art auch immer, mit dem Tod konfrontiert werden, erleben wir sehr intensiv, dass unser Leben auf Erden zeitlich begrenzt ist und wir stellen uns tiefgreifende Frage:

 

- Warum bin ich hier?

- Was will ich auf Erden verwirklichen?
- Was ist der Sinn meines Lebens, was mein Lebensziel?

 

Wenn wir in unsere Mitte angekommen sind und von dort aus denken, fühlen und handeln können, sind wir in der Lage unser Leben zu ordnen und gut mit unserer Energie zu haushalten.


Nimm Dir heute Zeit, Dich mit dem Thema Tod zu beschäftigen, er findet jeden tag in irgendeiner Form in unserem Leben statt.

 

- Was ist endgültig vorbei?

- Wo fühle ich mich gefangen und möchte mich daraus befreien?

- Was ist mir für mein Leben wichtig?

- Wofür benötige ich meine Lebensenergie?

- Was soll am Ende meines Lebens über mich gesagt werden?

 

Die (zeitweilige) Beschäftigung mit der Endlichkeit und Vergänglichkeit des Lebens kann dabei helfen, das Leben neu zu ordnen, es zu strukturieren und sich mit viel Enthusiasmus darauf zu fokussieren, was man wirklich erleben möchte.

 

***

 

12. Rauhnacht (von 04.01. auf 05.01.) - 5. Januar (Tag der Gnade)

steht für den Monat: Dezember 

Der letzte der zwölf Rauhnachts-Tage ist, ähnlich wie die 4. Rauhnacht ("Tag der unschuldigen Kinder") ein besonderer Tag, an dem nochmals alles bereinigt werden kann, was in den vergangenen zwölf Tagen nicht so gut lief.

 

Lass die letzten zwölf Tage und Nächte vor Deinem inneren Auge vorbeiziehen und schreibe alles auf, was schief lief und sich nicht gut anfühlt, Kraft gekostet hat und Kummer bereitet hat. Verfahre dann wie am Tag der 4. Rauhnacht und verbrenne alles mit etwas Weihrauch oder Salbei. Sei gewiss, dass es nun endgültig gehen kann.

 

Die kommende Nacht, die Nacht zum Dreikönigstag hält einen besonderen Zauber und Segen bereit, sie wird auch "Hollanacht oder "Nacht der Wunder" genannt.

Uns erwartet eine magische Nacht, in der vieles von der geistigen Welt verarbeitet und gewandelt werden kann.

 

***

 

Der 6. Januar bildet den Abschluss der Rauhnächte und die Heiligen Drei Könige erreichen das Christuskind, um es zu segnen.

Die Tore zur feinstofflichen Anderswelt schließen sich danach und öffnen sich erst wieder Weihnachten 2019.

 

Bevor wir uns nun wieder ganz und gar in den Alltag begeben und bisweilen auch den (intensiven) Kontakt zur geistigen Welt etwas verlieren, haben wir nochmal Gelegenheit eine Kerze anzuzünden und Rückschau auf die Rauhnächte zu halten.

Unsere Notizen können uns dabei helfen, einen Eindruck davon zu gewinnen, welches Thema uns am meisten beschäftigt hat und immer wieder kam, so bekommen wir vielleicht eine Überschrift, ein Motto.

 

Ganz zum Schluss schließe nun Deine Augen und sieh, welche Farbe Dir in den Sinn kommt, jede Farbe hat ihre eigene Schwingung und ihre Bedeutung. Vielleicht möchtest Du Dir eine Kerze in der entsprechenden Farbe besorgen, die Du im kommenden Jahr immer anzünden kannst, wenn Du von Deinen Engeln und himmlischen Begleitern Schutz, Führung und Heilung benötigst.

Lasse Dich nun tragen von göttlichem Schutz und Segen, liebevoll durch das Jahr begleiten und allzeit eingehüllt sein im göttlichem Licht.

 

*** So ist es ***

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

 

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

 

Die dritte Adventswoche (16.12.-23.12.2018)

In der dritten Adventswoche kommen Maria und Josef Schritt für Schritt weiter auf ihrem Weg, den Hirten leuchtet der Stern von Bethlehem und fordert sie auf die Reise mit anzutreten zum Stall. Am Ende dieser Woche steht die Wintersonnenwende (21.12.) an und wir haben die längste Nacht des Jahres in der das Licht neu geboren wird. Alles bereitet sich nun auf die Geburt von Jesus Christus vor.

Wenn in der heimeligen Stube mehr und mehr Kerzen den Raum erhellen und die Häuser von Plätzchen-Duft erfüllt sind, kehrt in uns Besinnlichkeit ein und die Vorfreude auf Weihnachten steigt.

Gerade jetzt, da in unserer Zeit kein winterliches Wetter mehr garantiert ist und stattdessen das Thermometer in den zweistelligen Bereich steigt, sind wir umso mehr gefordert die Stimmung in uns selbst zu erwecken, uns dennoch bewusst nach innen zu wenden und den Geist des Weihnachtsfest spürbar werden zu lassen, eine Herausforderung, zweifelsohne.

 

 

Die zweite Adventswoche (09.12.-15.12.2018)

Heute entzünden wir die zweite Kerze auf dem Adventskranz und können die Veränderung auf dem Jahreszeitentisch erleben.

Als Maria und Josef letzte Woche ihren "steinigen" Weg in der tristen Landschaft begonnen haben, fand man auch auf dem Jahreszeitentisch nichts Behagliches. Nun aber kommen zu den Steinen vielleicht ein paar grüne Tannenzweige oder etwas frisches Moos aus dem Wald dazu. Auch können Teelichter den Weg zur Krippe erhellen und einen ersten Ausblick auf die langersehnte Ankunft im Stall gewähren. In wenigen Tagen werden auch die Hirten nach Bethlehem zum Stall aufbrechen und ihre Schafe, die ebenfalls in der Landschaft ihren Platz eingenommen haben, zurücklassen. Tag für Tag wandern Maria und Josef ein Stückchen weiter und dort wo sie standen kann ein kleiner goldener Stern aus Papier oder Karton, den bereits zurückgelegten Weg bildlich darstellen.

 

Für die zweite Adventswoche habe ich mir eine Besonderheit überlegt und die himmlischen Helfer um eine Botschaft für alle Leser gebeten. Es darf jeder den Impuls mitnehmen und das was für ihn stimmig ist, verinnerlichen.

 

Die allgemeine Botschaft der Woche lautet: Innere Sicherheit und tiefe Erfüllung

 

Es geht nun darum, das Leben in seiner ganzen Fülle zu genießen und seinen Wohlstand zu schätzen wissen!

Der Blick wird auf die Fülle in unserem Leben gelenkt, mit der Aufforderung auch andere an unseren Erfahrungen großzügig teilhaben zu lassen. Unser Realitätssinn wird geschärft und wir verbinden uns liebevoll mit den Mitmenschen, der Natur und der Welt. Wir dürfen auf unser eigenes gesundes Selbstwertgefühl bauen und innere wie materielle Sicherheit gewinnen.

Gleichzeitig besteht aber auch die WARNUNG, nicht in Materialismus und Großspurigkeit zu verfallen.

Wie passend, denkt man nur daran, dass nun die Zeit der Weihnachtseinkäufe ansteht und wir in einer Welt der schier grenzenlosen Möglichkeiten leben. Alles ist im Überfluss und zu jeder Zeit verfügbar, eigentlich erschreckend!

 

Die Botschaft der Engel lautet: Willensstärke und Aufbruch

 

Es darf nun Altes losgelassen werden; die alte Haut wird abgestreift, der man entwachsen ist.

Wir sind aufgefordert uns zu dem zu entfalten was wir wirklich sind, in die ureigene Kraft zu kommen, um die angelegten Talente und Fähigkeit vollständig zu leben und in die Welt tragen zu können. Nutze bewusst und umsichtig (!!) Deine Willenskraft, um Schöpfer Deines Lebens und der Umstände zu werden, die Du ersehnst, statt Dich von Situationen oder Personen gleich einer Marionette beherrschen zu lassen.

Alte Situationen, Blockaden und Hindernisse werden jetzt überwunden, so dass Neues ins Leben kommen kann und Du über Dich hinaus wächst. Nimm die Herausforderungen des Lebens an und wandle Deine Lebensumstände zum höchsten Wohle aller Beteiligten.

 

** Ich wünsche allen eine segensreiche zweite Adventswoche **

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Sankt Nikolaus (06.12.2018)

Nach Michaeli und Sankt Martin ist der Tag des Nikolaus am 6. Dezember das letzte der drei vorbereitenden Feste auf Weihnachten. Sankt Nikolaus und sein Knecht Ruprecht sind das Sinnbild dafür, dass neben Geist und Seele auch der physische Mensch vorbereitet werden will und spricht die Leiblichkeit an. Mit Mandel, Nuss und Apfelkern, sowie allerlei süßer Gaben werden wir

gestärkt und dürfen uns an den Sinnesfreuden erlaben.

 

Der heilige Nikolaus, der vor vielen hundert Jahren unter den Menschen lebte, stammt aus einer wohlhabenden Familie.

Nikolaus legte wenig wert auf Materielles und Äußeres, er lebte bescheiden

und in Demut, zudem war ein eifriger Kirchgänger, um dort die Worte der heiligen Schrift zu hören. Als seine Eltern gestorben waren und ihm ein beträchtliches Erbe hinterließen, führte er dennoch weiterhin ein einfaches Leben und wollte seinen Reichtum mit den Menschen, besonders den Kindern, teilen. Der Legende nach ging er oftmals abends in der Dunkelheit durch die Straßen und verteilte etwas aus seiner Manteltasche unter den Armen. In seinem späteren Leben wurde er zum Bischof gewählt und war in seinem Bemühen um Brüderlichkeit und Gerechtigkeit allen Menschen ein Vorbild.

 

Aus diesem Grunde wäre es sicherlich auch eine Überlegung wert, dass die Kinder nicht nur die von der Industrie erschaffene Figur des Weihnachtsmannes mit dem Sack voll Geschenke im Nikolaus Fest sehen. Vielmehr kann das Bild des lieben alten Mannes, der das Jahr über im Himmel sitzend die guten und schlechten Taten in seinem Büchlein notiert, verinnerlicht werden. Einmal im Jahr kommt er dann mit Schimmel und Schlitten den weiten Weg zur Erde hernieder, um die Kinder mit guten (maßvollen!!) Gaben für ihr freundliches Wirken zu belohnen und sie gerade darin zu bestärken. Die Rute ist vermutlich im 21. Jahrhundert nicht mehr ganz zeitgemäß und darf in Härtefällen vielleicht durch ein etwas weniger üppig gefülltes Säcklein getauscht werden, denke ich :)

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

**** Advent Advent ein Lichtlein brennt ****

Nun ist es soweit, das erste Adventswochenende ist gekommen, die erste Kerze am Adventskranz wird entzündet und die Kinder erwarten sehnsüchtig das erste Türchen im Adventskalender.

Die Reise durch den Herbst brachte uns in Kontakt mit der Lichtgestalt "Michael", der in der Michaelizeit unsere Mutkräfte gestärkt hat, im Martinsfest kamen unsere Seelenkräfte, in Form des Mitgefühls untereinander zum Tragen und jetzt bereiten wir uns innerlich, wie äußerlich auf die Ankunft des höchsten göttlichen Lichtes, in Form der Geburt Jesus Christus, vor.

Es wird in den kommenden Tagen mit Nikolaus noch das letzte der drei vorbereitenden Feste gefeiert, hierbei werden unsere Leibeskräfte angesprochen, die bei Apfel, Nuss und Mandelkern gestärkt werden.

 

- Hierzu gibt es aber gesondert noch ein paar Worte in einem kleinen Beitrag -

 

 

Die erste Adventswoche (02.-08.12.2018)

Wenngleich nicht in jeder Familie ein "Jahreszeitentisch" seinen festen Platz hat, so bietet doch die Vorweihnachtszeit eine gute Gelegenheit, um das Geschehen auf heimischen Kommoden, Anrichten oder kleinen Tischen (besonders für Kinder) erlebbar zu machen.

Mit blauen oder braunen Tüchern verwandelt sich das ein oder andere Möbelstück in eine karge Landschaft, in der Maria und Josef ihren mühsamen Weg nach Bethlehem zum Stall beschreiten. In der ersten Woche finden ein paar Steine oder Mineralien ihren Platz in der Landschaft, die mit 24 Goldsternen ausgelegt ist, und umranden den Weg, der Maria und Josef zusammen mit ihrem Esel jeden Tag ein Stück näher zur Krippe bringt. Die etwas erhöht stehende Krippe, die noch unwirtlich und nur mit ein wenig Heu und Stroh ausgelegt auf die Ankunft der beiden hinweist, bildet das Zentrum des anstehenden Festes.

 

In dieser Woche haben wir neben Nikolaus auch den Barbara Tag (04.12.); es hat sich der Brauch entwickelt, dass Kirschzweige abgeschnitten und die Enden der Rinden abgekratzt werden. Über Nacht werden die Zweige in lauwarmes Wasser gelegt und am nächsten Tag in einen Krug mit Wasser gestellt, das alle drei Tage gewechselt wird. Bei guter Pflege tragen die Zweige um Weihnachten  schöne Blüten, die uns eine erste Frühlingsbotschaft bescheren.

 

Um den Kirschbaum weht der Wind,

Schnee stiebt von den Zweigen, aber warte nur, mein Kind,

Wunder will sich zeigen.

 

Im Verborgnen steigt der Saft

in den stillen Tagen,

jedes Zweiglein spürt die Kraft

und will Blüten tragen.

-Marianne Garff-

 

 

Der Stein des Dezembers ist der violette Amethyst, er fördert unsere geistige Wachheit und Präsenz, in dem er innere Spannungen löst und uns gegenüber äußeren schädlichen Einflüssen abschirmt, sodass wir Ruhe und Geborgenheit in uns finden können.

In der Tasche als kleiner Stein getragen, kann er uns Schutz bieten bei Weihnachtseinkäufen oder Marktbesuchen, überall dort, wo sich nun viele Menschen tummeln, die bisweilen nicht immer voll Ruhe und Besinnlichkeit ihrer Tätigkeit nachgehen, sondern oftmals in Stress und Hektik verfallen. Möge das gestärkte Bewusstsein der vergangenen Wochen, gerade jetzt unter all den Vorbereitungen zum Tragen kommen, sodass der Geist der beschaulichen Weihnachtszeit Einzug halten kann.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

St.Martin, 11. November 2018

Mit dem zweiten Fest im Herbst, dem Martini-Fest, werden die Seelenkräfte in uns angesprochen. Themen wie Opferbereitschaft, Güte und Mitgefühl stehen im Mittelpunkt und werden in der Legende um St.Martin, der seinen Mantel mit einem notleidenden Bettler teilte, verbildlicht.

 

Wer war St. Martin?

 

Martin lebte im 4.Jahrhundert in der römischen Stadt Pavia, wo er im Alter von 15 Jahren standesgemäß in den Dienst als Soldat trat. Mit 18 ließ er sich taufen und sich sogleich aus dem Ritterstand entlassen. Fortan lehrte er den christlichen Glauben und wurde im Jahr 371 zum Bischof gewählt.

 

Der Legende nach war es an einem kalten, grauen Novembertag, an dem Martin mit einer Gruppe von Soldaten auf einer Landstraße in Frankreich ritt, um rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit die Stadt Amien zu erreichen. Martin war der letzte in der Gruppe, er wollte sein Pferd schonen, das alt war und ritt vorsichtig auf dem schlechten und teils gefrorenen Weg.

In der Nähe der Stadtmauer trat sein Pferd plötzlich auf der Stelle und Martin konnte das Tor nicht passieren.

Da bemerkte er einen armen Mann, der sich an die Mauer drückte, Schutz vor Wind und Wetter suchte und vor Kälte zitterte. Martin stieg ab und teilte mit seinem Schwert den Mantel, den er trug und gab die Hälfte dem Bettler.

In der folgenden Nacht erschien ihm Jesus Christus im Traum, mit dem Mantel um den Schultern und offenbarte Martin, dass er selbst es war in Form des Bettlers. Von da an stellte er sich gänzlich in den Dienst des Christentums und wirkte selbstlos mit Herzlichkeit und Güte unter den Menschen, bis er schließlich zum Bischof gewählt wurde.

 

Die Zeit um das Martinsfest wird auch Laternenzeit genannt, da nun vielerorts Kinder mit ihren Laternen durch die Straßen ziehen.

 

Sonne Mond und Sterne
haben wir so gerne

weil in ihrem Lichte gut

unsre ganze Ede ruht

ehe wir beginnen, tief im Herzen drinnen

zünden wir ein Lichtlein an

das uns strahlend leuchten kann

 

In dem allseits bekannten Lied "Ich geh mit meiner Laterne" wird das innere Licht angesprochen, das wir Menschen in die Welt tragen; unser Lebensziel, das wir auf Erden bringen möchten. Unabhängig von der Dunkelheit im Außen, gilt es uns selbst den Weg zu erhellen, sich selbst eine Richtung im Leben zu geben, den Sinn des eigenen Leben zu erkennen und zu verwirklichen.

Das Laternenlicht als Symbol für das (inwendige) Licht leuchtet hell, unabhängig von allen äußeren Umständen.

Von nun an sind es genau 12 Wochen bis Maria Lichtmess am 2. Februar, der Tag an dem es wieder exakt eine Stunde länger hell ist. Weihnachten liegt demnach genau in der Mitte dieser Zeitspanne und läutet als Höhepunkt der Jahresfeste die Kehrtwende der dunklen Jahreszeit ein.

 

Welche Geste, neben den vielen schönen und bunten Laternen gibt es noch, um den St. Martin und Lichterfest Gedanken in den Alltag zu transportieren? 

 

Mondenhörnchen

500 g Weizen, fein gemahlen

2 Eier

125 g weiche Butter

1 Würfel Hefe

100 g Rosinen (Schokostücke)

200-250 ml kalte Milch

2 EL flüssigen Honig

 

Angewärmtes Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde bilden, die Hefe mit einem Teil der Milch und einem halben TL Honig glatt rühren, danach in die Mulde gießen und 15 Minuten zugedeckt gehen lassen.

Die restlichen Zutaten untermischen und verkneten. Nochmals 30 Minuten ruhen lassen und erneut gut durchkneten.

Hörnchen formen und in den auf 180 Grad vorgeheizten Backofen schieben, goldbraun backen. (Ein Gefäß mit kochendem Wasser mit in den Backofen stellen)

 

Eine schöner Brauch ist, die Hörnchen am Ende eines Laternenumzuges in zwei Hälften zu teilen (St. Martin), einander zu reichen und bei einer Tasse warmen Früchtepunsch die Abend Dämmerung im Laternenschein zu genießen.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

 

Erntedank, 07.Oktober 2018

Im Erntedankfest dürfen wir spüren und erleben, was Fülle und damit verbundene Dankbarkeit bedeutet. Erntefeste werden schon seit Jahrhunderten gefeiert, seit die Menschen Ackerbau betreiben. Die Götter der Ernte und Fruchtbarkeit sind Demeter (bei den Griechen) und Wotan (bei den Germanen). Ein Teil der Ernte wurde ihnen zu Ehren als Opfergabe bereitet und gleichzeitig um Erntesegen für das kommende Jahr erbeten. 

 

Der Herbst mit bunten Streifen zum Erntefest uns lenkt,

er lässt nun alles reifen was an den Bäumen hängt

Jürgen Treiber  / pixelio.de 

Erntezeit bedeutet, dass man sich an allem erfreut, was die Natur in ihrer Üppigkeit zur Verfügung stellt. Im Garten darf nun alles geerntet werden, was zuvor gemeinsam angepflanzt wurde. Hat man keinen eigenen Garten lohnt sich vielleicht ein Besuch auf dem Wochenmarkt, um sich einmal mit allen Sinnen an den Ständen der Bauern zu erfreuen und die (Farben-) Vielfalt der bunten Äpfel, Birnen, Pflaumen,  Kürbisse und Kartoffeln zu bestaunen.

Auch das Erlebnis mal selbst Korn zu mahlen und daraus Brötchen zu backen, schärft das Bewusstsein, woher das Brot eigentlich kommt.

 

Herbstliche Gemüsesuppe

 

1 Stange Lauch

500 g Karotten

3 Kartoffeln

2 Fenchel

1 Würfel Gemüsebrühe

1 Stück Ingwer

1,5 Liter Wasser

Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Anis

 

Den Lauch waschen und in Ringe schneiden. Zwiebel klein würfeln und zusammen mit dem Lauch in etwas Olivenöl oder Ghee bei geringer Hitze andünsten.

Die Karotten , Kartoffeln und den Fenchel schälen und in Stücke schneiden. Sobald die Zwiebeln und der Lauch glasig werden, das Gemüse beigeben und mit Wasser auffüllen, Gemüsebrühe dazugeben und aufkochen. Den Ingwer reiben oder als Stücke mit hinzufügen und alles ca 20 min. köcheln lassen. Die Kartoffeln sollten weich sein, dass die Suppe püriert werden kann.

Mit Salz, Pfeffer, etwas Muskat und einer Prise Anis abschmecken!

 

Buon Appetit ;)

 

Tisch-Laternchen in  herbstlichen Farben

Dekorieren Sie den Familientisch mit kleinen Tisch-Laternchen in herbstlichen Farben und erfreuen Sie sich an dem warm schimmernden Licht. Genießen Sie die Wärme und Behaglichkeit  

 

Ein 40 cm breites und 12cm langes Transparentpapier (gelb, orange und rot) wird zu einem Ring geformt und um ein Teelicht geklebt. Wenn man möchte, kann man vorher das Transparentpapier mit bunten gepressten Blättern verzieren.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Michaeli-Zeit (29.09.-29.10.)

Um den 23. September, wenn die Sonne ins Sternbild Waage eintritt beginnt bei uns kalendarisch der Herbst. Die Tage werden kürzer, das Tageslicht nimmt spürbar ab und es wird merklich kühler. So, wie sich nun die lebendigen Kräfte der Natur allmählich zurückziehen, sind auch wir Menschen im Rückzug nach innen.

Je kürzer die Tage werden, desto mehr verlagert sich das Leben wieder nach innen in die Häuser und wir bereiten uns langsam auf den Winter, und die anstehende dunkle Jahreszeit vor. Trotz dem Segen von elektrischem Licht und Heizung, können wir "innere Wärme" nur in uns selbst erschaffen.

Das Michaeli-Fest, als erstes von drei bedeutsamen Festen im Herbst, möchte uns an die Kraft des Mutes erinnern. Zusammen mit dem Fest des heiligen Sankt Martin am 11.11. und des heiligen Nikolaus am 06.12. bildet das Michaeli-Fest am 29.09. eine Dreiheit , die uns auf Weihnachten hinführt.

Erzengel Michael steht für die geistigen Kräfte in uns, den Mut; der heilige Sankt Martin symbolisiert die seelischen Kräfte, die Brüderlichkeit und der heilige Nikolaus spricht die leiblichen Kräfte an.

Nun aber möchte ich das Michaeli-Fest ein wenig näher in Augenschein nehmen und Ihnen als Leser ein Gefühl dafür geben, um was es in dieser Zeit eigentlich geht, in welche Zeitqualität man sich hineinweben darf.

Der Legende nach wollte der Engel Lucifer (Satanael) Gott gleich werden und wurde im Auftrag Gottes vom Engel Micha auf die Erde gestürzt. Hier wirkt Lucifer noch heute in Form allen "Bösen", wie sich in Form von Egozentrik, Neid und Missgunst unter den Menschen zeigt. Das Urbild diesen Kampfes ist das des Drachen.

Der Engel Micha hingegen kämpfte mit der Hilfe Gottes gegen das Böse und wurde schließlich als Anführer der himmlischen Heerscharen zu Erzengel Michael auserkoren.

Er hilft uns Menschen Mut zu haben, den Mut zum inneren Kampf gegen den "Drachen", der in unserer Wohlstandsgesellschaft mehr den seelischen Aspekt anspricht, das was mit uns geschieht, wenn wir uns unbewusst (!!) von unseren bisweilen angstauslösenden Gedanken und Gefühlen leiten, ja teilweise sogar beherrschen lassen. Michael wird zumeist mit einem Schwert und einem Drachen, oder aber auch in Form einer Waage dargestellt. Es wird für uns Menschen durch diese Symbole greifbar, wie das Helle und Gute über das Böse und Dunkle siegt, wie wir im Inneren die Kraft entwickeln können, Klares von Unklarem zu unterscheiden.

Die Waage ist ein Symbol für das innere Gleichgewicht.

Nur wer ein waches Bewusstsein hat, kann das Böse durchschauen und bekämpfen, bzw. die niederen Kräfte erkennen und sie zumindest in die Schranken weisen.

Das Michaeli-Fest kann zu einem Tag werden, an dem wir uns einmal mehr der lichten Kraft unserer Gedanken bewusst werden und uns helfen eine Art Ritter Rüstung für die anstehende dunkle Jahreszeit in uns bereitzustellen.

 

"Wenn Du aus Dir verjagst,

all Unruh und Getümmel,

so wirft Sankt Michael

den Drachen aus dem Himmel"  (Angelus Silesius)

       

Für Kinder eignet sich die Legende von Ritter Georg, um Ihnen die Bedeutung des Michaeli-Fest erlebbar zu machen. Erzengel Michael suchte sich einen Helfer auf der Erde, der seine Botschaft verbreiten sollte und wählte den Ritter Georg aus.

Er wurde mit Helm, Schild und Schwert ausgestattet und zog in die Lande, um seinen Auftrag zu erfüllen. Auch er ist bis heute auf vielen Heiligen Bildern mit einem Pferd gegen den Drachen kämpfend, dargestellt. 

Kinder, insbesondere Jungen werden seelisch sehr stark in diesen Urbildern ange-sprochen und fühlen sich selbst als kleine tapfer kämpfende Ritter, wenn sie sich im Spiel mit Helm und Schwert "verkleidet" in diese Rolle hineinfühlen.

 

Die menschlichen Leibeskräfte benötigen jetzt besonders viel Eisen und kräftigende Mineralstoffe, wenn das Sonnenlicht abnimmt. Es empfiehlt sich beispielsweise eine Kur mit Schüssler Salzen, die sog. Immunkur. Sie besteht aus den Schüssler Salzen Nr. 3 (Ferrum phosphoricum, Salz des Immunsystems), Nr. 6 (Kalium sulfuricum, Salz der Entschlackung) und Nr. 7 (Magnesium phosphoricum, Salz der Muskeln und Nerven). 

 

Dosierung und Anwendung für die Kur:

 

Morgens --> Nr. 3

Mittags --> Nr. 6

Abends --> Nr. 7 

 

je 2 Tabletten (oder in Globuli Form 10) im Mund zergehen lassen.

Das ganze regelmäßig über einen Zeitraum von 4-6 Wochen!

 

Wie schon im letzten Text möchte ich auch heute gerne wieder eine Anregung mit-geben, wie man die anstehende Michaeli-Zeit ins alltägliche Leben integrieren und mit Leben füllen kann, was sowohl bei jung und alt Anklang findet:

 

Jahreszeitentisch

Ab dem Michaeli-Tag am 29.09. kann nun täglich eine Kerze auf dem Jahres-zeitentisch entzündet und somit die Zeit des (inneren) Lichtes eröffnet werden.

Auch kann eine Waage platziert werden; in der einen Schale liegt ein großer schwarzer Stein, der das Dunkle und Schwere auf der Welt symbolisiert und die andere Schale wird nach und nach mit Edelsteinen befüllt, zum Beispiel bei jeder guten Tat. Oder aber die Kinder können täglich einen Stein aussuchen und mit dem Gedanken an etwas Gutes in die Schale legen, bis die Waage allmählich ins Gleichgewicht gelangt.

 

Stärkender Trunk "Drachenblut"

1 l Mineralwasser

500 ml Hagebuttentee

500 ml Kirsch- und Johannisbeersaft gemischt

1 Zitrone

2 Orangen

7 Teelöffel Honig (oder Agavendicksaft etc.)

 

 

Den Tee abkühlen lassen, die Orange in kleine Stücke und die Zitrone in Scheiben schneiden. Die Stücke und Scheiben in eine Schüssel geben, den Tee, Saft und Mineralwasser hinzugeben. Je nach Geschmack süßen und genießen!

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Sommer 2018

Sonntag, 08.07.2018:

Um den 22. Juni zur Sonnenwende hat die Natur, obgleich der Sommer kalendarisch erst beginnt ihren Höhepunkt bereits erreicht. Die Sonne ist auf ihrem höchsten Stand und die Tage werden allmählich wieder kürzer.

Mit dem Johannestag am 24. Juni (der Volksmund spricht von "Johanni") stehen wir im Jahreslauf dem Weihnachtsfest gegenüber und begeben uns nun in die zweite Jahreshälfte.

Allmählich wird Woche für Woche das Vogelgezwitscher morgens und abends spürbar leiser, die Menschen jedoch und insbesondere die Kinder, erfreuen sich an den Kostbarkeiten dieser freudvollen Jahreszeit. Früchte aller Art reifen nun zur Ernte, angefangen von der Erdbeere, gefolgt von Himbeeren, Johannisbeeren und Kirschen schenkt uns Mutter Erde all ihre Schätze, mit denen wir unsere Vitaminspeicher für die kalten und trüben Monate auffüllen können.

 

Blaubeerküchlein

Wie wäre es denn, mal (mit den Kindern) einen Ausflug in den Wald zu unternehmen und sich nicht nur an der Vielfalt von Sinneseindrücken zu erfreuen, sondern auch ein Körbchen voll Blaubeeren zu sammeln, um daraus Blaubeerküchlein zuzubereiten:

 

150g Mehl (Weizen, Dinkel)

2 Eier

1/4l Milch

250g Blaubeeren

 

Alle Zutaten zu einem glatten Teig verrühren, die Blaubeeren unterheben und  in der Pfanne goldbraun backen, ein Gedicht! 

 

Kirschkernkissen

Es ist Kirschen Zeit; die diesjährige anhaltende Wärme beschert eine reichhaltige Ernte und wir können viel davon naschen. Aber auch die Kerne dürfen wir achtsam betrachten und daraus ein selbst gemachtes Kirschkernkissen herstellen, das man in den kalten Wintermonaten vielfältig zur Erwärmung, Linderung und Heilung verschiedenster Beschwerden einsetzen kann. Für ein ca 30/30cm großes Kissen benötigt man etwa 1 Kilo Kirschkerne. Die Kerne werden hierfür einmal aufgekocht, anschließend mit einem Baumwolltuch gründlich trocken gerieben und von restlichem Fruchtfleisch gereinigt. Anschließend wird unser Säckchen befüllt und zugenäht, bzw. mit einer Kordel zugebunden. Das Kissen kann bei Bedarf im Backofen (50-100 Grad) erhitzt und zum Einschlafen an die Füße, oder auch Kindern aufs Bäuchlein gelegt werden.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------